I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)

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2. Korinther 5,7-5,8

kdjm’w kdjmoÔmen 1 p pl ind pr a (auch) in der Fremde leben wir 1

€p €pà prpo von Seiten 2

Á toÔ gen mas/neut sg des

kÒriov kur²ou

gen mas sg Herrn!

p²stiv p²stewv gen fem sg Glaubenskraft 3

g‚r gƒr conj schliesslich 4

di‚ diƒ prpo Vermittelst (Seiner)

7

peripat’w peripatoÔmen 1 p pl ind pr a leben allhinsichtlich wir 5

e·dov eµdouv gen neut sg (des) Umstands-Beschauens! 6

oÐ oÐ parti und nicht

di‚ diƒ prpo vermittelst

qarr’w qarroÔmen 1 p pl ind pr a Voller Zuversicht sind wir

d’ d“ parti also

ka² ka³ conj und

eÐdok’w eÐdokoÔmen 1 p pl ind pr a beschliessen freudig,

8

k k prpo ausgrund 7

säma sâmatov gen neut sg Leibseins 8

m„llon m„llon adv nur umso mehr

kdjm’w kdjm¤sai inf ao a in die Fremde zu ziehen

Á toÔ gen mas/neut sg des

1 od. (selbst) im Exil leben wir, (selbst) als Ausheimische leben wir; a. ¨U. leben fern der Heimat wir. Erkl.: Die traditionelle ¨Ubersetzung kann uns zwar in dunkelsten Stunden des Martyriums berechtigte Ho nung verleihen, um auf die ” ewige Heimat“ zu schauen – doch hat uns diese Ho nung in der Vergangenheit oft mehr geschadet als gen¨utzt, weil wir uns ” als Fremdlinge“ dieser Welt gegen¨uber immer weniger ver pflichtet gef¨uhlt haben. Anstatt immer verbindlicher ” anzupacken“, mutig Licht und Salz dieser Erde zu sein, ergaben wir uns zunehmend der Passivit¨at und verloren uns in der ” Sehnsucht nach besseren Zei ten“, sprich dem Heimweh nach dem Himmel. Durch den M¨artyrer Stefanus aber wurde uns die nun hier vorliegende ¨Ubersetzungsvariante vorgelebt. Unter dem Steinhagel verblutend rief er vollen Mutes und Freude: ” Siehe, ich sehe die Himmel ge¨o net und den Sohn DES MENSCHEN zur Rechten Gottes stehen“ (Apg. 7,56). Wir sollen, statt immer passiverem ” Heimweh zu verfallen“, selbst inmitten des ” Martyriums“, sprich: inmitten des ” Ausgezogen-Werdens“ – ja, gerade um des ” Get¨otet-Werdens“ willen – aus der umso gr¨osseren F¨ulle des lebendigen Gottes sch¨opfen lernen. Weder S¨unde, Tod noch Teufel sollen uns dabei trennen von der F¨ulle Gottes! (R¨om. 8,39); 1. Kor. 3,22: ” Alles ist euer ... es sei Welt (w¨ortl. Kosmos), Leben oder Tod, es sei Gegenw¨artiges oder Zuk¨unftiges ...“ 2 od. ab, infolge 3 od. (Seiner) Treue, Zuverl¨assigkeit, eidlichen Zusicherung 4 od. n¨amlich, denn also, ja 5 od. ziehen umher wir, wandeln allbez¨uglich wir, gehen umher wir 6 od. (des) Umstand-Besichtigens, (des) Zustand-Ber¨ucksichtigens 7 od. aufgrund, infolge; a. ¨U. ausserhalb (des Leibeswesens) 8 Erkl.: 1. Kor. 12,27: ” Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder.“; Erkl.: Gerade deshalb, weil wir bereits K¨orper des Christus sind, ziehen wir in die dunkle Welt, um sie zu erhellen, zu erl¨osen (R¨om. 8,18-21).

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