I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)

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Johannes 14,17-14,17

⑨❧➣q❡✐❛ ⑨❧❥q❡➨❛✈✱ (43) gen fem sg Wahrheit, 2

♣♥❡Ô♠❛ ♣♥❡Ô♠❛ (67) acc neut sg a Geistwirken 1

➪ t➹

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17

(1702) nom/acc neut sg Das

(1301) gen fem sg der

➮✈ ➱

❦➶s♠♦✈ ❦➶s♠♦✈

♦Ð ♦Ð

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(240) nom/acc neut sg das 3

(32) nom mas sg irdische Mensch 4

(2946) nom mas sg der

(1613) parti nicht

q❡✇r➆✇ q❡✇r❡➫

♦Ð ♦Ð

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❧❛♠❜❶♥✇ ❧❛❜❡➫♥✱

❞Ò♥❛♠❛✐ ❞Ò♥❛t❛✐

(9) 3 p sg ind pr a in Betracht zieht er 5

(1613) parti nicht

(1297) conj weil

(22) inf ao2 a zu nehmen,

(70) 3 p sg ind pr dep m/pass imstande ist, sich

❣✐♥âs❦✇ ❣✐♥âs❦❡✐❀ (11) 3 p sg ind pr a kennenlernt; 7

♦Ð❞➆ ♦Ð❞➇

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Ñ♠❡➫✈ Ñ♠❡➫✈ (237) nom ihr,

(144) conj und so auch nicht 6

(105) nom/acc neut sg Es

♣♥❡Ô♠❛

♣♥❡Ô♠❛

a

(89) nom neut sg — (1) vo neut sg (Mc 5,8) 1 od. Geisthauchen, Geisteswehen, Geistleben. Beachte: Die griechische ¨Ubersetzung geht grammatika lisch nahtlos von der m¨annlichen Form (Helfer) in die s¨achliche ¨uber. Das Geistwirken (s¨achlich) entpuppt sich somit nicht einfach als eine ” Kraft“ (also als eine rein s¨achliche Angelegenheit), sondern als eine denk- , lenk- und handlungsf¨ahige Person. Erkl.: Gott hinterliess uns Sein Wort in der griechischen Sprache, weil sie die NT-Wirklichkeiten am umf¨anglichsten schildern kann. F¨ur uns Europ¨aer steht s¨achlich allein f¨ur S¨achliches, Dingliches ... Totes. F¨ur den Juden und Griechen geht die Geschlechterbestimmung viel tiefer. Sie bezieht z.B. das hierarchische Denken mit ein. Ein Mann steht z.B. ¨uber einer Frau. So k¨onnen femi nine Worte schlicht auf die untergeordnete Stellung hindeuten. So z.B. steht im Hebr. Berg in m¨annlicher Form, H¨ugel dagegen in der weiblichen. Wenn also, wie in unserem Text ein nahtloser ¨Ubergang von dem gesandten Helfer (m¨annlich) zu Geistwirken (s¨achlich) stattfindet, will er nicht sagen, dass es sich beim ” Geist“ um eine v¨ollig unpers¨onliche Kraft handelt. Es deutet nur die Hierarchie, d.m. die untergeordnete ” Rolle“ des Geistes an. Er ist vergleichbar der K¨orper, Jesus als Sohn die Seele, und der Vater ist der allen Beiden ¨ubergeordnete Geist. Wie unser menschlicher K¨orper zwar eine Art ” Sache“ ist, erleben wir ihn aber real als Teil unserer Person. Doch wie die Seele unserem Geist, so ist unser Leib wiederum unserer Seele untergeordnet. Geist, Seele und Leib = 1 Person. Vater, Sohn und Heiliger Geist = 1 Person. 2 Erkl.: Hier k¨undet Jesus Sein Wiederkommen im Geist zu Pfingsten an, denn in Joh. 14,6 bezeugte Er, dass Er auch die personelle Wahrheit ist: ” ICH BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Im AT-Tempel hiess der Eingang zum Vorhof ” Weg“, der Vorhang zum Heiligtum ” Wahrheit“ und das Allerheiligste ” Leben“. Jesus offenbart Sich als neuer Tempel Gottes. Jesus offenbart Sich in diesen Johanneskapiteln sogar als der Dreieinige Gott: als Sohn, als Vater, als Heiliger Geist. So, wie jeder Mensch im Bilde Gottes mit Geist, Seele und Leib erschaffen wurde und doch nur 1ner ist, so auch Christus. Wenn Jesus von Sohn, von Vater und von Heiligem Geist spricht, verwendet Er die Bildsprache, dass wir besser mitkommen (Mt. 13,34). 3 od. welches 4 w¨ortl. Kosmos, Erdkreis; gemeint ist die Menschheit in ihrer irdischen Ordnung. 5 od. erw¨agend beachtet er, teilnehmend erf¨ahrt er, beachtet er; Erkl.: Das Problem ist nicht die Unsicht barkeit des Geistwirkens an sich, dass der irdische Mensch keinen Zugang zu Ihm findet, sondern dass er gar nicht erst ” die Antenne stellt“, um die lebendige Geistintuition, das Geistwirken (die In-Entstehung) abzupassen (vergl. V.15). 6 od. daher auch nicht 7 od. erfahrend bemerken lernt, wahrnehmend verstehen lernt; Erkl.: Einmal mehr gibt Jesus uns hier eine Lektion in Geistwandel, sprich eine Schulung in kraftorientiertem Leben - im Leben ” nach Geist-Intuition“. Weil wir Christen diese dynamische gegen eine statische Lebensweise eingetauscht haben, sind wir in tausenderlei Spaltungen geraten. Statt dem dynamischen Geistwirken in verbindender Wahrheit zu folgen, stecken wir in spalterischer Gesetzlichkeit und Menschenwerk fest.

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