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ausgeführt werden können. Auch die „Smart City“

wird als lebenswerte, digitalisierte Kommune mit

Fokus auf mobil jederzeit nutzbare Dienste ein

wichtiger Grundpfeiler für eine erfolgreiche, wert-

schöpfende Industrie 4.0 sein. Entsprechend steht

das Thema Mobilität laut einer Studie von PAC

(Pierre Audoin Consultants) in deutschen Unter-

nehmen ganz oben auf der Investitionsagenda.

Der Mittelstand ist (noch) überfordert

Während in Großunternehmen die IT-Abteilungen

den Nutzen mobiler Software-Lösungen deutlich

vor Augen haben und mit der Zustimmung des

Vorstands und einem entsprechend hohen Budget

vorantreiben, tun sich viele Mittelständler schwer,

mitzuhalten mit den Entwicklungen, die im Rah-

men einer Industrie 4.0-Strategie erforderlich

sind. Denn die Umstellung auf IT-gesteuerte Pro-

duktions- und mobile Geschäftsprozesse erfordert

eine grundlegende Veränderungsbereitschaft und

oftmals hohe Investitionen. Wer diesen Trend al-

lerdings verschläft, wird im Wettbewerb bald das

Nachsehen haben. Damit der deutsche Mittelstand

hier nicht (noch mehr) ins globale Hintertreffen ge-

rät, hat die Bundesregierung angekündigt, 50 Mil-

lionen Euro für ein Programm zur Forschungs- und

Entwicklungsförderung zur Verfügung zu stellen,

um auch den Mittelstand „für die Möglichkeiten

und die Potenziale der Produktion der Zukunft“ zu

sensibilisieren. Doch darauf zu warten, dass die

Politik hier die Weichen für den Einzelnen stellt, ist

wahrscheinlich keine gute Idee.

Strategisches Vorgehen ist ein Muss

Für viele mittelständische Unternehmen ist zu-

nächst vor allem die Umstellung auf mobile Ge-

schäftsprozesse ein wichtiger Schritt in Richtung

Industrie 4.0. Um diese Transformation erfolgreich

zu realisieren, bedarf es unbedingt einer durch-

dachten Strategie. Zunächst müssen Ziele formu-

liert und entsprechende Anforderungen an eine

Plattform festgelegt werden. Es muss geklärt wer-

den, wie das Unternehmen zur Integration privater

Mobilgeräte in Arbeitsprozesse steht (Stichwort

BYOD: Bring Your Own Device). Und ob vorgefer-

tigte App-Lösungen ausreichen, oder ob individu-

elle App-Anwendungen erforderlich sind. Es ist zu

klären, ob die neue mobile Lösung überhaupt mit

bestehenden Systemen kompatibel ist und welche

Netzwerk- und Datensicherheitslösungen ein-

gesetzt werden müssen. Last but not least steht

oder fällt der Einsatz von mobilen Software-Lö-

sungen mit der Benutzerfreundlichkeit. Nur wenn

die Funktionen durchdacht und intuitiv anwendbar

sind, werden sie von den Mitarbeitern akzeptiert

und überhaupt genutzt. Die hier aufgeführten

Aspekte machen schnell deutlich: Ein erfolgrei-

cher Alleingang Richtung Industrie 4.0 oder auch

„nur“ Richtung mobile Software-Lösungen ist für

die meisten Mittelständler kaum allein zu schaf-

fen – zu vielschichtig sind die technologischen

und auch die individuellen Anforderungen.

Kompetente Begleitung

Entsprechend maßgeblich ist die Rolle, die

auf dem Weg ins Industrie 4.0-Zeitalter den

IT-Systempartnern zukommt. Ingram Micro be-

gleitet seine IT-Partner und auch Unternehmen

mit seinen verschiedenen Value- Abteilungen quer

über alle Branchen und Dienstleistungssparten

hinweg. Unsere Value-Spezialisten der einzelnen

Fachbereiche geben Antworten darauf, wie Mit-

telständler „Industrie 4.0-fähig“ werden, welche

Plattformen für welche Anforderungen geeignet

sind, wie sie implementiert und wie sie optimal

genutzt werden – und was heute schon alles mög-

lich ist, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Von Michael Hoppe

Key Account Manager Digital Signage bei

Ingram Micro Deutschland

Unternehmen dürfen nicht zuwarten oder versuchen die Entwick-

lung durch zu tauchen. Statt nur auf Fachwissen sollten Unter-

nehmen auch bei der internen Weiterbildung verstärkt auf ange-

wandtes Wissen und Handlungskompetenzen setzen. Nicht zuletzt

verschwimmen mit der Industrie 4.0 die Grenzen zwischen phy-

sischer und virtueller Welt: Mitarbeiter müssen deshalb in beiden

Welten fit sein.

Hermann Studnitzka | Leiter „Didactic Concepts“ bei Festo Österreich