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Museen und Kunstsammlungen.

borg (s. S. 113) bildet. Die Familie Oehlenschlåger hat fast

die ganze Hinterlassenschaft des beruhmten Skalden

Adam

Oehlenschlåger

dem Museum uberwiesen. In den beiden obe-

ren Stockwerken des Konigs- oder Mittelfliigels wurden die

ersten Anfånge des nationalen Museums, groBtenteils Ge-

målde von groBem historischen Wert, untergebracht. —

Auf die pråchtigen Decken sei besonders aufmerksam ge-

macht.

1. V orh a lle mit Garderobe.

2. Gang. Gedenktafel fiir den Stifter des Museums, Brauer Dr. phil.

J. C. Jacobsen (s. a. S. 75), von Bildhauer

F. Hammeleff

und Architekt

H. Kampmann.

3. Gang. Friesgemålde von

L. Frolich:

Englands Eroberung durch

die Dånen unter den Konigen Svend Tveskag und Knud dem GroBen,

1018— 1035.

4. E rkerzim m er.

Deckenmotiv

von SchloB Kronborg bei Hel-

singor. — Kopie des

Gokstad-Schiffes

(Wikingschiff, bei Gokstad in Nor-

wegen gefunden), % GroBe des Originals; das Schiff stammt etwa aus

dem Jalir 900.

5.— 15. Zim m er. 92. Modell der Ruine des 1884 niedergebrannten

Sch losses Christiansborg. 102. Modell der Ruinen des Schlosses Gurre

in Nordseeland, um 1300 erbaut. 125. Modell der Kirche zu Kallund-

borg, Seeland, um 1167 erbaut. Modelle zweier Kirchen aus dem 12.,

einer aus dem 13. Jahrh., zwei davon Rundkirchen. Gipsabgiisse von

mittelalterlichen Grabsteinen.

16. Zimm er. Mittelalterliche Truhen und Gobelins. Abgiisse von

Grabsteinen.

17. Z i m m er. Rustungen aus der Zeit Frederiks II. und Christians IV.

(um 1600). 187. Akershus und Oslo 1567.

18. Zimm er. Nachbildung des Grabmals Frederiks I. im Dom zu

Schleswig; das Original wurde von

Cornclis Floris

um 1555 in Antwerpen

ausgefiihrt.

19. R itte rzim m er oder ,,R ose“ . In den reich ausgeschmuckten,

von fiinf Marmorsåulen getragenen Wolbungen sind die Wappen Chri­

stians IV. und seiner Konigin, d. h. die einzelnen Teile des Dånischen

und des Brandenburgischen Wappens, in Stuck mit Farben und Gold

angebracht. Um den Raum iiber den imitierten Tapeten von Goldleder

lauft ein Stuckfries mit Hirschen, Rehen, Fuchsen, Hasen und anderen

Tieren. In dem schwarzpolierten Marmorkamin befinden sich nocli

(Nr. 217) die alten Eisengitter und Roste. In diesem Saal wurde zur

Zeit Christians IV. konigliche Tafel gehalten. Schranke und Truhen,

Tisch und Stiihle aus der Zeit Christians IV.

21. Turm mit Wendeltreppe.

E rster S tock . K o n ig sfliig el.

Dieser Stock enthielt zur Zeit Christians IV. die Wohngemacher

von Konig und Konigin, die iiberaus prunkvoll ausgestattet waren.

22. S om m erstu be. Geschnitzte Truhen und Schranke aus der

Reformationszeit. Unter der Decke Kopie einer dånischen Flagge aus

der Zeit Eriks von Pommern. 245.

Gerh. Honthorst,

Albrecht von Meck-

lenburg iiberreicht kniend seine Krone der Konigin Margarethe.