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Museen und Kunstsammlungen.

Thronstuhlen des Konigs und der Konigin und den drei Lowen.

Der

Hf Thronstuhl des Ednigs,

aus Narwalzåhnen, ist mit acht allegorischen

Metallfiguren, einem Reichsapfel und einem groBen, kostbaren Amethyst

geschmiickt. (Der Amethyst, der nur am Salbungstag auf dem Thron-

stuhl angebracht wird, wird unter den Regalien aufbewahrt, und statt

dessen sieht man an seinem Platz einen åhnlich geschliffenen Berg-

kristall.) Dieser Thronstuhl ist zum erstenmal bei der Salbung Chri­

stians V. 1671 benutzt worden. — Vor dem Thronstuhl +

die drei

silbernen Lowen,

welche zum erstenmal bei der Leichenfeier Frederiks III.

1670 benutzt worcen sind. — An den Wånden: P o rtrå ts der Konige

und Koniginnen, die in Rosenborg SchloB gewohnt haben; mehrere Spiegel

in Silberrahmen. Vom einige Schrånke aus Ebenholz mit eingelegtem

Schildpatt. — Långs den Wånden achtzehn gobelin-bezogene Stuhle

aus der Zeit Frederiks IV. und zwolf silberne Leuchtertische. — An der

siidlichen Endwand ein groBer Kamin aus rotem und schwarzem Marmor,

darin ein eiserner Ofen mit der Jahreszahl 1721; vor dem Kamin ein

silbemer Ofenschirm und silbemes Ofengeschirr mit dem Namenszug

Christians V. Uber dem Kamin die Marmorbuste Christians IV. Vor

dem Kamin steht der silberne Tisch und der silberne Stuhl, welche von

Frederik IV. und den folgenden Konigen bei der Eroffnungsfeier des

Hochsten Gerichts benutzt wurden. Die Aussicht durch die Fenster im

siidlichen Ende des Saals auf den SchloBgarten ist sehr schon. — Zwei

Turen auf der Eintrittsseite des Saales fiihren zum Glaskabinett und

zum Porzellankabinett.

XXII. Das Glaskabinett enthålt eine grofie, seltene und kostbare

HfSammlung venezianischer Olassachen,

„soviel wie zu einer Glas-Tafel-

deckung gehort, es seien nun Teller, Schiisseln und sonstiges Zubehor“ ,

welche Frederik IV. am Neujahrstag 1709 vom pogen Aloysio Mo-

cenigo II. zum Geschenk bekommen hat. — Der Raum ist wohl urspriing-

lich ein einfaches Turmzimmer mit Bohlendecke gewesen und wurde

erst 1714 zur Aufnahme der Glassammlung eingerichtet.

XXIII. Das Porzellankabinett enthålt eine kostbare und seltene

+

Sammlung von alten Porzellanen.

— Die chinesische und japanisc-he

Abteilung aus der Zeit Frederiks IV. (1699— 1730) und Christians VI.

(1730— 46) ist an der Wand

r.

und weiter beim Fenster angebracht. —

Hf.Die såchsische Abteilung

befindet sich

l.

vom Eingang und iiber der

Tiir; darunter

Hfeinige Stiicke von dem åltesten Bottgerschen braunen

Porzellan.

Das iibrige stammt wesentlich aus der Zeit Frederiks V.

(1746— 1766). —

HfDie franzosische Abteilung, r.

vom Eingang, besteht

zum groBten Teil aus dem Sfevres-Service, welches Ludwig X V . dem

Konig Christian VII. im Jahr 1768 zum Geschenk schickte. — Die

dånische Abteilung, an der Wand

l.,

bildet eine Sammlung des altesten

Kopenhagener Porzellans:

Hfdas Flora-danica-Service

(ca. 1790). Da­

neben Arbeiten aus Elfenbein und Bernstein. Zu beiden Seiten der

Tiir zum Gobelinzimmer zwei groBe Spiegel mit silbernen Rahmen und

Konsolen und vier groBen silbernen Kandelabern.

XXIV. Das Gobelinzimmer enthålt sehr wertvolle und schone per-

sische und indische Gobelins.

♦ Frederiksborg

bei Hillerod, Eintritt s. S. 42.

Die Frederiksborg, eins der schonsten Schlosser des

Nordens, enthålt das

Nationalhistorische Museum,

das eine

Ergånzung und die Fortsetzung der Sammlung

der Rosen-