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Aktuell

Gesund ernähren

besser als Intervallfasten

© Andreypopov | Dreamstime.com, © lassedesignen - stock.adobe.com,

Intervallfasten, also der regelmäßige Wechsel

zwischen unbeschränktem Essen und Fasten,

hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der

populärsten Ernährungsformen entwickelt. Von sen-

sationeller Gewichtsabnahme berichten Teilnehmer

und Vertreter. Meist wechseln sich fünf Essenstage

mit zwei Fastentagen ab. Aber auch den täglichen

Wechsel oder den 16-stündigen Nahrungsverzicht

innerhalb eines Tages praktizieren viele Anhänger.

Sie möchten meist gesünder und schlanker werden

bzw. bleiben.

Doch bisherige Studiendaten belegen weder Vor-

teile für den Stoffwechsel noch für das Gewicht im

Vergleich zur kontinuierlichen Kalorienreduktion.

Auch ist Intervallfasten

nicht leichter durchzu-

halten als andere Diäten.

Auch das Risiko einer neuerli-

chen Gewichtszunahme (Jo-Jo-

Effekt) ist vergleichbar. Nach einem

Tag Fasten steigen zudem kurzfristig

Gesamtcholesterin, Leberfett und Insulinresistenz

an, die Stoffwechselflexibilität nimmt ab. Daher ist

eine langfristig gesunde, frische, abwechslungsrei-

che und fettbewusst ausgewählte Kost ohne Verbo-

te und Hungern, begleitet von regelmäßiger Bewe-

gung im Alltag, dem Intervallfasten vorzuziehen.

Kinder und Jugendliche sind im-

mer früher und intensiver elektro-

nischen Medien wie Smartphone,

Tablet, PC oder TV ausgesetzt.

Während Schulen den Einzug von

Tablets in den Unterricht feiern,

steigt die Zahl medienabhängiger

Heranwachsender rasant: Etwa

6 % gelten bereits als internet-

abhängig. So sind Jugendliche

im Alter von 12–17 Jahren pro

Woche im Durchschnitt etwa 22

Stunden mit Computerspielen

oder Internetnutzung beschäftigt.

„Wenn der Umgang mit Me-

dien andere Lebensbereiche

einschränkt oder/und keinen

Raum mehr für andere Aktivitäten

zulässt, u. a. weil der Heranwach-

sende nur am Umgang mit Me-

dien Freude hat, handelt es sich

um ein gesundheitsgefährdendes,

dysreguliertes Verhalten“, erklärt

Dr. Uwe Büsching, Kinder- und

Jugendarzt sowie Medienexperte

des Berufsverbands der Kinder-

und Jugendärzte (BVKJ).

Folgende Symptome deuten

auf eine Mediensucht hin: Das

Kind kann den Mediengebrauch

nicht mehr aus eigener Kraft

einschränken oder gar darauf

verzichten. Elektronische Medien

sind das Einzige, was es noch zu

motivieren scheint. Nutzungszei-

ten steigen. Die Gedanken kreisen

überwiegend um Medien. Diese

füllen alle Lücken und Pausen.

Aufmerksamkeit, Zeit und Inter-

esse für andere(s), auch Freizei-

taktivitäten, gehen zurück – und

damit auch soziale Kontakte. Leis-

tungen in Schule oder Beruf las-

sen nach. Schlechte Laune führt

direkt zur Mediennutzung. Über-

müdung, Haltungsschäden (z. B.

krummer Rücken) und Sehstörun-

gen folgen. Gespräche über den

Umgang mit dem Internet werden

vermieden, Schuldgefühle sind

selten vorhanden. Lange Online-

zeiten werden geheim gehalten.

Ohne Mediennutzung treten

Unruhe und Frustration auf.

„Bei einem Verdacht oder Un-

sicherheiten sollten sich Eltern

frühzeitig an ihren Kinder- und Ju-

gendarzt wenden“, rät Büsching.

Quelle:

www.kinderaerzte-im-netz.de

Ist mein Kind

mediensüchtig?

Quelle: Dr. Lioba Hofmann,

www.bzfe.de

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