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Valeo – stark und gesund • 3/2 018

Aktuell

Schlechte Noten für Selbstzahler-

leistungen beim Arzt

Jeder zweite Patient erhält beim

Arztbesuch ein Angebot für

Individuelle Gesundheitsleistungen

(IGeL), die privat zu bezahlen sind,

darunter häufig Früherkennungs-

untersuchungen wie Ultraschall

oder die Augeninnendruckmes-

sung zur Glaukom-Früherken-

nung. Doch der unabhängige

IGeL-Monitor des Medizinischen

Dienstes des Spitzenverban-

des Bund der Krankenkassen

e. V. (MDS) mahnt: „Viele der

Topseller widersprechen aber

Empfehlungen medizinischer

Fachverbände, weil ihr Schaden

den Nutzen überwiegt.“ Auch

die neue Bewertung „MRT zur

Früherkennung von Brustkrebs“

erhält von den Wissenschaftlern

die Bewertung „tendenziell nega-

tiv“. Denn durch Überdiagnosen

kann es zu erheblichen Schäden

kommen. Mit „unklar“ bewerteten

die Wissenschaftler die Osteopa-

thie bei Kreuzschmerz: Über die

Erfolge und Risiken lagen keine

belastbaren Daten vor.

„Die IGeL-Angebote orientieren

sich nicht am nachgewiesenen

medizinischen Nutzen, sondern

an den Vorlieben einzelner Arzt-

gruppen und an den Umsatzin-

teressen der Praxen. Zum Teil

werden Patienten unter Druck

gesetzt, damit sie solche Leis-

tungen annehmen. Das ist nicht

hinnehmbar“, so Dr. Peter Pick,

Geschäftsführer des MDS.

„Mehr als jeder dritte Patient

gab sogar an, dass er sich be-

drängt oder unter Druck gesetzt

fühlte“, so Dr. Christian Wey-

mayr, freier Medizinjournalist und

Projektleiter des IGeL-Monitors.

„Wir sehen ein großes Potenzial

zur Bereinigung des IGeL-Marktes

und zum Schutz der Patientinnen

und Patienten vor unnötigen und

schädlichen Leistungen“, ergänzt

Michaela Eikermann, Leiterin des

Bereichs Evidenzbasierte Medizin

beim MDS.

Quelle:

www.igel-monitor.de

Schöne Damenschuhe erfreuen das Auge. Doch

sie verlagern zu viel Gewicht auf die Zehen und

zwängen diese häufig ein. Auf Dauer verbreitert sich

der vordere Fuß zu einem Spreizfuß, der Große Zeh

knickt nach außen ab (z. B. beim rechten Zeh nach

rechts), Großzehengrundgelenk und zugehöriger

Mittelfußkopf wandern nach innen, und die Sehne

verrutscht. Das sieht nicht nur unschön aus,

sondern führt auch zu Schmerzen, Druckstellen,

Schwielen an den Zehen, Schleimbeutelentzündun-

gen und Problemen beim Auftreten. Man spricht

von Hallux valgus oder Ballenzeh – die häufigste

Folge zu enger Schuhe, besonders wenn sie hohe

Absätze haben und spitz zulaufen. Ist die Fehlstel-

lung erst einmal aufgetreten, lässt sie sich kaum

noch korrigieren und führt häufig zu Problemen

beim Gehen durch Schmerzen und später Arthrose.

Daher sollte man bereits aufmerksam werden,

sobald der Fuß seine Form verändert, der Große

Zeh von seiner natürlichen Achse abweicht, der Fuß

sich innen hochwölbt oder Schmerzen (häufig auch

an den kleineren Zehen) auftreten. Ein schwaches

Bindegewebe – dies kann angeboren sein oder

durch eine Schwangerschaft auftre-

ten – begünstigt die Erkrankung.

Einige Hilfsmittel können einen Hallux valgus zwar

nicht rückgängig machen, aber die Beschwerden

lindern. Dazu zählen Schaumstoffkeile zwischen Gro-

ßem und zweitem Zeh, ebenso wie Nachtschienen,

Einlagen und Bandagen. Physiotherapie mit Fuß- und

Zehengymnastik sowie Barfußlaufen können helfen,

die geschwächte Fußmuskulatur zu stärken. Auf

Schuhe mit Absätzen oder eng zulaufenden Spitzen

muss fortan verzichtet werden. Ist ein normales

Gehen nicht mehr möglich, hilft nur noch eine Ope-

ration.

Am besten geben Sie Ihren Zehen von vornherein

genug Spielraum, sodass sie in ihrer natürlichen

Position bleiben und den Fuß ein Leben lang tragen.

Absätze sollten nicht zu hoch und Schuhe bequem

und nicht zu spitz sein. Laufen Sie so oft wie mög-

lich barfuß und treiben Sie regelmäßig Sport – z. B.

Ballsport, Klettern oder Tanzen –, bei dem auch die

Fußmuskeln trainiert werden.

Hallux valgus:

Schöner Schuh, krummer Zeh