Seite 13
ebenfalls zu“, konstatiert die Studie „Der Markt
für IT-Beratung und IT-Services in Deutschland“,
die Lünendonk im August 2015 veröffentlicht hat.
Demnach betrachtet die Mehrheit der befragten
IT-Entscheider ihre aktuell vorhandene Ausstat-
tung als veraltet oder unzureichend und will in
den kommenden zwei Jahren in die Modernisie-
rung bzw. flexiblere Lösungen investieren. Hierbei
wollen 67 Prozent mit externen IT-Beratern und
-Dienstleistern arbeiten.
Apps als Gebot der Stunde
Laut Angaben des Branchenverbands Bitkom wur-
den in Deutschland allein im Jahr 2015 1,3 Milliar-
den Euro mit Anwendungen für mobile Endgeräte
umgesetzt. Zum Vergleich: 2013 lag das Marktvo-
lumen erst bei 547 Millionen Euro. Verwunderlich
wäre das nicht. Zum einen wegen der schier end-
los wachsenden Zahl von Apps für private Anwen-
der. Zum anderen, weil es vor zwei, drei Jahren
in den Fachabteilungen deutscher Unternehmen
noch nicht üblich war, eigene Budgets für Enter-
prise Mobility zu haben. Das hat sich mittlerweile
geändert: Laut einer aktuellen Untersuchung der
IDC hat inzwischen jede zweite Organisation eine
Mobility-Strategie definiert und implementiert.
Software für Enterprise Mobility ist schon längst
kein Nischenthema mehr. Geht es nach den
Marktforschern, gibt es in diesem Bereich zwei
große Trends: Kunden wollen für ihr mobiles De-
vice-, Anwendungs- und Content-Management
statt Einzellösungen immer häufiger integrierte
EMM-Werkzeuge und -Suites. Daher werde die
Bedeutung von On-Premise-Softwarelizenzen in
den kommenden zwei Jahren signifikant sinken –
womit Anbieter, die sich vom klassischen Boxen
und Lizenzgeschäft nicht verabschieden wollen,
langfristig keine Chance hätten, den Wettbewerb
zu überleben.
Enterprise Software im Abonnement
Für den IT-Channel könnte daher auch die
Umsatzquelle „Volumenlizenzen“ schon bald
Schnee von gestern sein. Spätestens, wenn
ERPs, CRMs und andere Unternehmenssoft-
ware vor allem in sog. Subskriptionsmodellen
gehandelt werden. Diese sehen – augenblick-
lich – als Abrechnungsgrundlage meist eine
Jahresgebühr vor. Hinzu kommen Pay-per-Use-
Kosten, die sich nach der Breite und Tiefe der
Anwendungsnutzung beim Endkunden richten.
Experten rechnen damit, dass ein Teil der Jah-
resgebühren/Vorabzahlungen, wie sie heute
beispielsweise Adobe verlangt, mittelfristig
entfallen werden. Diese seien in erster Linie als
Stärkung des eigenen Cashflows für die Über-
gangszeit zu Minuten und leistungsgenauer
Abrechnung gedacht, die viele Softwareanbieter
bisher noch nicht beherrschen. Wie dem auch
sei, der Handel wird, statt wie bisher einmalig
an fixierten Lizenzen zu verdienen, sogenann-
tes „recurring revenue“ erzielen – sprich ge-
ringere, aber dafür regelmäßige Provisionen
auf vermittelte Abos. Die Sonnenseite dieser
Entwicklung ist einfach zu erkennen: Hier winkt
gutes Geschäft mit Integrationsleistungen und
der Modernisierung von Alt-Software. Denn
Subskriptionsmodelle und gehostete Angebo-
te allein nützen den Unternehmenskunden bei
ihren Transformationsbemühungen erst einmal
nicht viel. Zumal, wenn Angebote aus der Cloud
hoch standardisiert sind und den individuellen
Unternehmensbedarf allein schon aus systemi-
schen Gründen nicht ausreichend berücksichti-
gen können. „Weder dem Logistikunternehmen
in Ostwestfalen noch dem Pharmaproduzenten
in Salzgitter ist geholfen, wenn Softwareent-
wickler und Produktmanager fehlen, die z.B.
IT-Projekte zur Automatisierung von Arbeits-
abläufen realisieren könnten“, so die knappe
Zustandsbeschreibung bei
Mittelstandswiki.de.
Mit anderen Worten: Ohne fachkundige externe
Unterstützung und Outsourcing an IT-Dienstleis-
ter ist die Digitalisierung nicht zu stemmen.
Quelle: eBusiness & eCommerce: Management der digitalen Wertschöpfungskette von Andreas Meier, Henrik Stormer
Architektur eines ESD Systems
Zertifizierungsstelle
Finanzdienstleister
Lizenz-Clearingstelle
Anmeldung
Zertifizierung
Lizenzbrief
Datenhaltung
Download
BOB-Farm
elektronische
Rechnung
Zahlungsabwicklung
Produktkatalog
Warenkorb
Warenwirtschaft
Onlineshop




