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Bäder mit 40° C führen hingegen zu schlechterer Stimmung, geringerer Erholung
und größerer Spannung. Das heiße Leitungswasserbad geht mit einem noch
größeren subjektiven Spannungsanstieg einher. Die Bäder mit 38° C werden als
sympathischer eingestuft als die Bäder mit 40° C. Die CO
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-Bäder sind beliebter
als die anderen Bademedien.
Die in der Nachruhephase erhobenen Befunde lassen zwei Schlussfolgerungen
zu. Einerseits kommt es zu einer Wiederherstellung der Ausgangslage, anderer-
seits zu einer Entspannung. So zeigen sowohl das EMG als auch das EEG in
der Nachruhephase eine neuerliche Abnahme. Gleichzeitig können vor allem
nach den Bädern mit 40° C Verbesserungen der Stimmung, eine Reduktion der
inneren Spannung und eine Zunahme der Erholung festgestellt werden. Diese
Befunde können sowohl als neuerliche Entspannung als auch als Erholung vom
thermischen Stress interpretiert werden.
Ein primäres Ziel der Studie war der Vergleich der Verträglichkeit der Über-
wärmung in Abhängigkeit von Medium, in dem diese Überwärmung erfolgt.
Insgesamt waren die Unterschiede gering ausgeprägt, es kann jedoch das CO2-
Bad bei gleicher Überwärmungskapazität als am verträglichsten eingestuft
werden, während das Leitungswasser am wenigsten verträglich war.
Abschließend kann festgehalten werden, dass diese von einem Einzelbad
ausgehenden Effekte nicht mit jenen gleichgesetzt werden können, die von
einer wiederholten Anwendung ausgehen, wie sie für die Kur charakteristisch
ist. Angesichts des zunehmenden Trends, natürliche ortgebundene Kurmit-
tel auch unabhängig von einer klassischen Kur zu verabreichen, liefert diese
Studie wichtige Hinweise auf die Auswirkung von Einzelanwendungen mit
verschiedenen Bademedien im Vergleich zu Leitungswasser.




