„Ich bringe meinen Athleten bei, die Bewegungs-
abläufe zu visualisieren, die sie ausführen wollen,
indem sie sich die Frage stellen: ‚Wie müsste ein
guter Schlag aussehen?‘“, erzählte uns Jason Days
Performance-Trainer im Interview.
„Aber anstelle mit Worten zu antworten, halte ich
sie dazu an, sich vor ihrem inneren Auge vorzustel-
len, wie ihr Körper diesen guten Schlag ausführt.
In Jasons Fall lässt er in seinem Kopf einen Film
ablaufen, in dem er den perfekten Schlag ausführt.
Andere Athleten nutzen eher Bilder, Klänge oder
sogar Gerüche. Sowie man seine Methode gefunden
hat, ist man in der Lage, die selbstgestellte Frage in
anschaulicher Weise zu beantworten, und indem
man dies tut, transferiert man den Fokus von der
intellektuellen und logisch denkenden linken Seite
des Gehirns in die kreative rechte Hälfte.“
„Ab diesem Punkt geht es nur noch darum, dem
Körper zu erlauben, die gewünschte Bewegung
auszuführen, ohne jedoch bewusst über diese
nachzudenken. Viele Menschen haben Schwierig-
keiten, eine Leistung zu erbringen, weil sie es zu
verbissen versuchen, was sie wieder zurück ins
bewusste Denken katapultiert. Oder sie hören auf
ihren inneren Monolog, der sie mit Selbstzweifeln
konfrontiert, was sie aus dem Konzept bringt.
Mein Coaching hilft, den Athleten an einen Punkt
zu bringen, an dem man nur noch „macht“ und
nicht mehr „versucht“. Jason ist das lebende Bei-
spiel dafür, dass diese Methode funktioniert. Aber
der Weg dahin war hart – gespickt mit Training,
Forschung und Rückschlägen.
Jason Goldsmith
entwickelte
Jason Days
mentale Routinen.
Die Nummer 1
Der WeLT seiN
Messwerte zeigen, dass Rory McIlroys durchschnittliche
Schlägerkopfgeschwindigkeit bei 193 km/h liegt und der
Eintreffwinkel seines Drivers zwischen einem und drei Grad
variiert. Sein perfekter Drive benötigt (auf Meereshöhe und
unter normalen PGA Tour-Bedingungen) einen Eintreff-
winkel von exakt drei Grad. Wenn Rory dies gelingt, prallt
der Ball bei einem Abflugwinkel von 9,7 Grad mit satten
290 km/h von der Schlagfläche ab und generiert eine Spinrate
von 1.754 Umdrehungen pro Minute. In der Summe ergibt
dies eine Flughöhe von knapp 30 Metern in der Spitze. Der
Ball landet bei 273 Metern und kommt bei 306 Metern – ein
Fairwaytreffer vorausgesetzt – zum Liegen. Ziemlich beein-
druckend, aber jetzt kommt erst der interessante Teil: Auf
der Webseite
www.trackmanuniversity.comkann man sich
seine individuelle Driver-
Formel errechnen lassen.
Einfach anmelden und in der
„Library“-Sektion die eigene
Schwunggeschwindigkeit
eingeben. Der Rechner
kalkulkiert postwendend die
idealen Bedingungen Ihres
ganz persönlichen Monster-
drives.
Es gibt eine Formel, wie man den Ball
konstant über 270 Meter drischt.
»McIlroys
perfekter drIve
flIegt 30 Meter
hoch, landet beI
273 Metern auf
deM faIrway und
bleIbt nach 306
Metern lIegen«
»MeIn coachIng brIngt
den athleten an eInen
punkt, an deM er nur
noch „Macht“ und nIcht
Mehr „versucht“«
rOrys perFekTe
AbschLäGe
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2
GOLF Time
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4-2016
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