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Drei Wanderungen durch Kopenhagen.

Vom Aa-Boulevard biegt

l.

die Blaagaardsgade ab, in

welcher

Blaagaards Seminarium og Folkehojskole

(Volks-

hochschule) sich befindet; diese Anstalt wurde von dem

Bischof

Grundvig

1859 errichtet.

Man gehe die Norrebrogade hinauf, wo

l.

die

Friedhofe

der meisten Kirchengemeinden liegen:

„Assistens Kirkegaard"

(II. 32v; Eingang

Kapelvej).

Hier sind u. a.

beigesetzt

E . C. Orsted,

Entdecker des Elektromagnetismus, der Mar-

chendichter

H . G. Andersen,

die Bildhauer

Wiedeweldt

und

Bissen sen.,

der Komponist

Glaser

und der Architekt

E . Chr. Hansen.

Besuch dieses

Friedhofes ist wie der des

Vestre-Kirkegaard

auch wegen der reichen

Ilosenfulle zu empfehlen.

Von der Norrebrogade A b s te c h e r mit Strb.-Linie 16 zum

Bispebjerg-Kirchhol

mit Krematorium. Gegeniiber dl ■Grundtvigs-Kirche,

zur Eri inerung an den dånischen Thcologen und Hiftoriktr N. F. S.

Grundtvig (L783— 1872) errichtit, auffillend durch ihre eigentiimliche

Bauart, deren Elemmte d m Stil der dauischen Dorfkirchan einerseits,

der Gotik andrerstits entkhat sind; 1927 wurde der Turm eingeweiht,

an den iibrigen Teilen wird noch gebaut.

Von der Norrebrogade zuriick in die

l.

abgehende

Mollegade (II. 36 w) —

r.

der kleine, alte

MosaischeFriedhof

dann folge man der StraBe bis Norre-Allee; hier

„De Gamles

B y "

(Stadt der Alten; II. 37q), mit Freiwohnungen fiir 1500

alte arbeitsunfåhige Månner und Frauen. Mit seiner zierlichen

kleinen

Kirche

und den hiibschen Gartenanlagen bildet diese

Stiftung eine kleine Welt flir sich.

Von hier folge man der Norre-Allee in s. Richtung;

l.

die am St. Hans Torv (Markt) liegende zierliche

Johanneskirche

(II. 381; Eintr. s. S. 41), 1856— 61 von Archi­

tekt

Th. Sorensen

im gotischen Stil erbaut.

Dem

r.

abgehenden Blegdamsvej folgend, zu der im

Barackensystem 1878 erbauten, mustergiiltigen Anstalt fiir

ansteckende Krankheiten,

Blegdamshospital

(II. 39 r).

Auf der anderen Seite des neben dem Blegdamshospital

in Blegdamsvejen ausmiindenden Tagensvej steht vor einer

Gartenanlage das eigentiimliche

Finsen-Monument „Gen

L i c h t

von R. Tegner. Dann folgt ein groBer Gebåude-

komplex:

das Reichshospital

(II. 40n), 1905— 1910 von

Architekt Borch errichtet. Nr. 15 das

Institut fiir theore-

tische Physik

und weiter hin das Monumentalgebåude der

Freimaurer.

Auf dem fruher als Exerzierplatz benutzten

Feld ist in den letzten Jahren ein ausgedehnter, schoner

Volkspark,

„Fålledparken“ ,

entstanden, mit schonen Baum-

gruppen, Anlagen, kiinstlichen Seen und Spielplåtzen. Ein