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Drei Wanderungen durch Kopenhagen.
schmalen Hiigel), unmittelbar am SchloB. Dasseit 1869 als
Offiziersschule benutzte
Frederiksberg-SchloB
(IV. 23a; s. a.
S. 42) wurde zu Anfang des 18. Jahrh. von Frederik IV.
erbaut, spater unter Christian VII. erweitert. Seine Glanz-
zeit erlebte es unter Frederik VI., der hier håufig Hof hielt.
Der dånische Dichter Oehlenschlåger verlebte hier den
groBten Teil seines Lebens. Von der Treppenterrasse des
Schlosses ist das Panorama von Kopenhagen und Umgebung
noch groBartiger als vom Smallebakken aus. Haupteingang
von der LandstraBe Roskildevej.
Gleich neben dem SchloB dehnt sich der sehenswerte
Zoologisk Have
(Zoologischer Garten,
III. 20y; Eintr. s. S. 44)
aus. Unter dem reichhaltigen Tierbestand viele seltene
Tiere. Neues Affenhaus mit pråchtigen offenen Felsanlagen.
Der hohe *
Aussichtsturm
(s. S. 44), der die Plattform
des Rathauses noch um 10 m uberragt, gewåhrt eine iiber-
raschend groBartige Rundschau. Im Sommer finden im
Zoolog. Garten tåglich Konzerte (im Rest.) statt.
Auf der dem SchloB gegeniiberliegenden Seite der Land
straBe Roskildevej der groBe Park
Sondermarken
(Sudfeld;
IV. 20 e) mit herrlichen Baumgruppen und groBem unter-
irdischen Trinkwasserbehålter mit Springbrunnen. Am so.
Eingang (K 2) die
Statue des Ministers Hall
(1812— 1888),
von Bissen jun. An Sommersonntagen bietet sich hier ein
interessantes Bild des frohlichen Kopenhagener Volkslebens.
Durch den Hain gelangt man weiter nach dem friiheren
Dorf
Valby,
jetzt Vorstadt von Kopenhagen. An der Land
straBe nach Valby liegt die von Carl Jacobsen gestiftete
Jesuskirche,
von Dahlerup 1891 erbaut.
Das Innere, mit 50 schonen Granitsaulen in zweiReihen iibereinander,
G-lasgemålden und Malereien
r.
u.
I.
vom Eingang, kostbarem Altar-
schmuck undMarmorskulpturwerken, macht einen gianzenden Eindruck.
Besonders zu beachten der Altar-Relieffries: Christus von Aposteln,
Heiligen und Martyrem umgeben, diese mit ausgebreiteten Armen
aufnehmend (von Stephan Sinding).
Die Valbylanggade fiihrt abwårts in den Ny Carlsberg-
vej und zu der mit einem
Doppeltorpfeiler
(von Vilh. Dah
lerup) und dem
Elefantenturm
versehenen groBen
Muster-
brauerei Ny-Carlsberg
(IV. 24 i), einem der groBten und
vollkommensten Unternehmen dieser Art. Die Ertråge der
Brauerei werden laut einer Schenkung der friiheren Be-
sitzer, des Kunstmåzen
Carl Jacobsen
und seines Vaters,
des verstorbenen Dr. h. c.
C. J. Jacobsen,
ausschlieBlich fiir




