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Drei Wanderungen durch Kopenhagen.

tagsflugel ist offentlich zugånglich. Eingang durch das

ZahlJcammertor

im s. Teil, durch den

Rigsdagsgaarden,

die Granittreppe empor.

Das Portal — mit

Skulpturen

von Bundgaard — fiihrt in die Vorhalle

und dann in den groB en S aal, der fiir gemeinsame Sitzungen der

1. und 2. Kammer berechnet ist. An der einen Wand

Riesen-Freskobild

von Oscar Matthiesen mit etwa 200 Portråts dånischer Politiker. —

Der Saal der 2. K am m er am ostl. Ende der Halle bietet Platz fiir

deren 149 Mitglieder und 10 Minister; auBerdem sind Logen fiir den

Konig, fiir Diplomaten und Zuscliauer eingerichtet. — Der etwas klei-

nere S a a l der 1. K am m er liegt auf der entgegeng'esetzten Seite und

bietet Platz fiir deren 76 Mitglieder.

Das Tor im n. Fliigel des Schlosses fiihrt in den

St.Jorgens Hof. L.

Eingang zu des Konigs Audienzgemåchern.

Das Gebåude mit hoher Steintreppe, am Ende des Hofes,

beherbergt den dånischen hochsten Gerichtshof.

Neben dem SchloB die

SchloBkirche

mit kupfergedeckter

Kuppel; sie wurde 1826 von Baudirektor C. F. Hansen er­

baut und blieb beim letzten Brand verschont. Das Innere

enthålt u. a.

Friese von Thorvaldsen.

Hinter dem SchloB liegt ein 125 m langer und 112 m

breiter, offener Platz mit Springbrunnen, der als

Reitbahn

benutzt wird und von

Wagenremisen

und

Stållen

begrenzt

wird; Reiterstandbild des Konigs Christian IX . (von Ane

Marie Carl Nielsen).

Bogengånge

fiihren nach der

Marmor-

Bro,

die mit je einem marmornen

Rokoko-Pavillon

an jeder

Seite zu den tjberresten des von Christian VI. erbauten

Schlosses gehort.

Auf der o. Seite das

Theatermuseum

(Eintr. s. S. 40),

das eine groBe

Portråtsammlung

des Personals des Kgl.

Theaters aus alter und neuer Zeit enthålt, auBerdem viele

Theatermodelle, Dekorations-

und

Kostumentwiirfe.

Der Raum

ist das ålteste Theater Dånemarks (1766).

Geht man vom SchloBplatz durch

Zahlkammerporten

(das o. Tor in der Nåhe des Ministerialgebåudes), so gelangt

man in den

Kavalergaarden-,

hier gleich

l.

das Tor zum

Proviantgaarden

(Hof der Proviantierung), von Christian IV.

1604 erbaut; er steht

r.

mittels einer alten Gartenanlage mit

Tojhusgaarden

(dem Hof des Zeughauses), ebenfalls von

Christian IV. erbaut, in Verbindung. In dem den Kavalér-

gaarden von Proviantgaarden trennenden Gebåude hat

Rigsarkivet

(das Reichsarchiv) seinen Sitz. Vor dem Eingang

Statue

des dånischen Staatsn annes

Peder Griffenfeldt.

Der von Proviantgaarden, dem Garten und Tojhus-