Previous Page  68 / 221 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 68 / 221 Next Page
Page Background

Trinitatiskirche.

Zoologisches Museum.

65

Die

Trinitatiskirche

(III. 461; Eintr. s. S. 42) ist nach den

Zeichnungen Christians IV. von dem Schweizer Baumeister

Scheffel

1637— 1646 im Spitzbogenstil erbaut und nament-

lich wegen ihres Turmes ohne Treppen, „Runde Taarn“ ,

beriihmt; beim Brande 1728 hat sie sehr gelitten und ist

seit jener Zeit oftmals erneuert worden.

Altar

und

Kanzel

von Holz sind reich verziert. Die Kirche enthålt die Gråber

einiger beriihmter Månner.

Der beriihmte

Runde Taarn

(Besteig. s. S. 44) ist etwa

36 m hoch und hat 15 m im Durchmesser. Er diente ur-

spriinglich als Observatorium, und auch Tycho Brahe hat

hier gearbeitet. Zwischen seinem åuBeren und inneren

Mantel windet sich ein breiter Schneckengang aufwårts,

der so allmåhlich ansteigt, daB Zar Peter der GroBe wåhrend

seines Besuches in Kopenhagen hinaufritt, wåhrend seine

Gemahlin in einem mit vier Pferden bespannten Wagen

hinauffuhr (2. Oktober 1716).

Die Frontseite des Turmes tragt eine Insehrift in eigentiimliclien

damals håulig benutzten „Råtseln", welche bedeutét: „Doctriuam et

justitiam dirige Jehova in corde coronati regis Christiani quarti 1642.“

Im

Gitterwerk

oben am Turm, einer sehr schonen Schmiedearbeit aus

der Zeit Christians IV., findet man die Buchstaben: R. F. P. (Wahlspruch

Christians IV .: „Regna firmat pietas“ ) mehrmals wiederholt. Der Kopen-

hagener Volkswitz hat die drei Anfangsbuchstaben R. F. P. mit

„Riget

fattes Penge

“ (dem Reiche fehlt Geld) ausgelegt.

Dem Turm gegeniiber zwischen Kannikestråde und

Krystalgade liegt die

Regenz

(

Regentsen, domus regia),

1623 von Christian IV. erbaut; sie gibt lt3 Studenten Woh-

nung und Unterstiitzung.

Weiter in die Krystalgade hinein liegt

r.

die

Synagoge

(III.441), 1833 nach dem Plan des Professors Hetsch im ågyp-

tischen Stil erbaut. (Inspektor hinter dem Tempel iui

Stiftshaus

Meyers Minde.)

Weiter

l.,

an der Ecke der Fiolstråde, die

Univer-

sitåtsbibliolhek

(Besuchszeit s. S. 44). Dicht daneben das

ebenfalls zur Universitåt gehorende, prachtvolle

Zoologische

Museum,

1863— 69 nach der Zeichnung des Architekten

Chr. Hansen

im romanisch-italienischen Stil erbaut. (Eintr.

s. S. 40; Inneres s. S. 131.)

Die Krystalgade mundet in die Norregade, die man Z.

hinuntergeht.

R.

ein groBer Neubau:

Telefonhuset,

Zentral-

Btation der Telefon-Aktien-Gesellsch., daneben, an der Eck«

Griebens Reisefiihrer:

Kopenhagen.

26. Aufl.

5