Erloserkirche.
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Holmenskirche.
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anlagen erhalten, die in schone schattige Parkanlagen
umgewandelt sind.
L.
neben dem Kanal entlang bis zur
St. Annågade, weiter
r.
die
Vor Frelsers Kirke
(Erloserkirche; III. 55x; Eintr.
s.
S. 40), 1682— 1696 nach Planen des
Lambert van der Haven
im Barockstil erbaut. Der etwa 95 m hohe
Turm
ist un-
gemein zierlich und tragt an seiner AuBenseite eine Spiral-
treppe; er wurde im oberen Teil nach Entwiirfen von
L. Thurah
ausgefiihrt und erst 1752 aufgesetzt.
Der
A Uar
ist von karrarischem Marmor, nach Entwiirfen des Archi-
tekten
Nikodemus Tessin
ausgefiihrt. Der
Chor
ist mit Statuen der
Erzengel umgeben.
Taufbecken
aus Alabaster mit Basreliefs.
Orgel
aus Eichenholz mit reicher Schnitzarbeit. — Vom Turm (nur schwindel-
freien Personen ist das Besteigen anzuraten) iiberraschend schone
AuBsicht.
Durch Prinsessegade zur Torvegade zuriick.
Letz-
tere fiihrt nach der Vorstadt
Sundby,
von wo eine
K leinbahn durch die Insel
Amager
iiber
Kastrup
und
Store Magleby
(Amager-Museum, s. S. 131) nach der
Lotsenstation
Dragor
fåhrt (s. S. 131).
tJber den Marktplatz und durch die StraBe Over
gaden oven Vandet bis zum Wall.
Gegeniiber, jenseits
des Wassers, die
Maschinenwerkstdtten von Burmeister
Wains;
auf
Refshaleoen
die groBten dånischen Schiffs-
werften, vgl. S. 56.
Riickweg iiber die Knippelsbro, an derBorse (s. S. 62) vor-
bei, iiber den SchloBplatz, dann
r.
iiber die
Holmensbro
zur Marinekirche
Holmenskirke
mit
Grabkapelle
(III. 48s;
Eintr. s. S. 41), dem SchloB Christiansborg gegeniiber, am
Holmenskanal.
Auf dem alten, von einem Gitter umgebenen Kirchhof
die
Bronzebuste
des Bischofs
B. J. Fog,
von Saabye.
Die Kirche, von Christian IV. 1617 erbaut, wurde 1640 in Form
eines Kreuzes erweitert, 1871— 73 innen _und auBen restauriert. Ihr
unansehnliches, im Barockstil gehaltenes ÅuBere tragt in den goldenen
Buchstaben R. F. P. (
Regna firmat vietas,
Gottesfurcht schiitzt das
Reich) den Wahlspruch dieses Konigs. Der
Altar
und die
Kanzel
von
Eichenholz sind kunstvolle Schnitzwerke. Danische Seehelden, darunter
Niels Juel
(t 1697) und
Peter Tordenskjold
(t 1720), ruhen in der groBen
Grabkapelle,
dem Mausoleum der Marine. Im Turm ist 1876 eine Glocke
aufgehångt, welche aus dem Metall der aufgefischten Kanonen des
Kriegsschiffes „Dannebrog" gegossen wurde (vgl. S. 52).
R.
neben der Kirche, im kleinen Vorhof mit schonem
schmiedeeisernen Gittertor,
die
Bronzestatue Tordenskjolds,
(vgl. o.),
von Bissen jun. modelliert.




