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Rathausplatz.

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1728 brannte sie ab und wurde 1732 wieder erbaut. Nach

mehrfachen Renovierungen gehort sie nun zu den schonsten

Bauten Kopenhagens. In dieser Kirche verteidigte der

dånische Reformator

Hans Tausen

(1494— 1561) seine

Lehrsåtze.

Inneres.

Barock-Åltar

von Marmor mit Olgemalde: Christi Him-

melfahrt; im Chor Gemålde von Adam Muller: Luther auf dem Ileichs-

tag in Worms 1521; iiber dem Hauptausgang: Verkiindigung, von Joachim

Skovgaard. Zur Kirche gehort eine hiibsche alte

Grabkapette,

die noch

aus der Klosterzeit stammt.

Unter den Båumen des die Kirche umgebenden alten

Kirchhofs (gegen Niels Hemmingsensgade) Bronzegruppe:

Der Tod und die Mutter,

von Hansen-Jacobsen.

An den Amagertorv schlieBt die StraBe Vimmelskaftet an,

die zum G amm eltorv (Alter Markt, III. 44q) fiihrt. Der

Platz ist geschmiickt mit einem alten

Springbrunnen,

der bei

festlichen Gelegenheiten mit „goldenen Åpfeln“ springt. Die

Bronzefigur in der Mitte der Schale soli die Barmherzigkeit

darstellen.

Siidl. an den Alten Markt schlieBt der

N ytorv (Neumarkt) an. Hier liegt das von Architekt

C. F. Hansen im griechisch-romischen Stil 1805— 15 er-

baute alte

Domhuset

(Gerichtshaus, III. 44r), dessen In-

schrift im Giebel lautet:

Med Lov skal man Land bygge

(Mit Gesetz soli man Land bauen, d. h. regieren), womit

das Waldemarsche Gesetzbuch vom Jahre 1240 beginnt.

Der alte schone Bau wurde bis 1924 fiir das Polizeiamt be­

nutzt; jetzt enthålt er verschiedene stådtische Buros.

Zwischen Gammeltorv und Nytorv mundet die Fre-

deriksgade, eine der belebtesten Verkehrs- und Geschåfts-

straBen. Siefiihrt zum

Raadhuspladsen

(Rathausplatz

, III. 4 2 1).

dem Verkehrszentrum der Stadt und Mittelpunkt des

StraBenbahnnetzes (Zentralhaltestelle).

L.

an der Vester-

bropassage das

Industrievereinsgebaude

(III. 41 v) mit elegan­

tem Café-Rest. Im Industrieverein ståndig wechselnde

Aus-

stellungen

fiir Kunst und Industrie (Eintr. ca. 1 K.). Nahe

beim Rathausplatz, in der Jernbanegade, das

Dagmar-

Theater

(III.4 2 s; s. S. 35), verbunden mit dem Dagmar-

Hotel. An der Vorderseite des Theaters

Statuen

der Dichter

Heiberg

und

Hertz,

nach Modellen von Karl Smith.

L.

von der Vesterbro-Passage kommt man am Vestre-

Boulevard voriiber an das monumentale Eingangstor des

beriihmten Vergniigungslokals