Previous Page  70 / 221 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 70 / 221 Next Page
Page Background

Universitåt.

67

Frauenkirche gegeniiber und macht nur einen Teil des

Universitåts-Quadrats aus. Es ist im gotischen Stil von

Professor Malling 1836 erbaut. Eine breite Treppe fiihrt zu

der mit

Fresken

(von Constantin Hansen) geschmiickten

Vorhalle mit zwei

Marmorstatuen, Minerva

und

Apollo,

von

Bissen sen. Dem Eingang gegeniiber der sehenswerte

Festsaal, dessen drei Wånde mit einer Reihe von groBen

historischen B ildern geschmiickt sind:

Das erste Bild (i. vom Eingang): Episode des skandinavischen

Naturforscher-Kongresses 1847, von Erik Henningsen. — Das zw eite

Bild (r. vom Eingang): Episode der Teilnahme der dånischen Studenten

an einem Ausfall wåhrend der schwedischen Belagerung Kopenhagens

1659, von Rosenstand. — Das d r itte Bild: Hans Tausen (1494— 1561),

der danische Reformator, beschiitzt den katholischen Bischof Joachim

Ronnow gegen die Gewalttåtigkeiten der Burger Kopenhagens, von Pro­

fessor Carl Bloch (f 1890). — Das v ie rte Bild: Die Einweihung der

Universitåt in der Frauenkirche 1479, wo der Bischof von Roskilde und

Kanzler der Universitåt dem Konig Christian I. die ersten Universitåts-

lehrer vorstellt, von Professor Marstrand. — Das fiin fte Bild: Tycho

Brahe (1546— 1601) empfångt den Konig Jakob VI. von Schottland

auf seinem SchloB Uranienborg, von Prof. C. Bloch. — Das secliste

Bild: Der gelehrte Konig Frederik III. (1648— 1670) examiniert den

jungen Peter Schumacher (spater Graf Griffenfeld, GroBkanzler des

Reiches) im Hause des Bischofs Jesper Broclimand um 1650, von Pro­

fessor C. Bloch. — Das sieb en te Bild: Professor der Universitåt Baron

Ludwig Holberg (1684— 1754), dånischer Schauspieldichter, bei der

Probe einer seiner Komodien, von Rosenstand. — Zwischen den Bil­

dern Ornamente mit Vogeln und Blumen. Unterhalb der Gemålde

um den ganzen Saal reich geschnitzte Eichenholztåfelung mit lebens-

groBen Portråtmedaillons dånischer Konige.

Dicht neben dem Universitåtsgebåude, an der Fiol-

stråde, liegt das im altgotischen Stil gehaltene, von Professor

Herholdt 1857— 61 erbaute

Bibliothek-Oebåude

(Eintr. s.

S. 44) der Universitåt. Die Bibliothek besitzt iiber 400000

Bånde und 150000 Handschriften. Besonders zu beachten

ist die

„Arne Magnåansche Sammlung“

alter islåndischer,

norwegischer, schwedischer und dånischer Handschriften,

und die

Sammlung

des beriihmten Sprachforschers

Bask

mit alten Handschriften in der Zendschen und Pehlwischen

Sprache.

Auf der anderen Seite des Universitåtsgebåudes liegt

zwischen Frueplads und Krystalgade der

l.

Fliigel des Uni-

versitåts-Komplexes mit der bedeutenden

zoologischen Stu-

diensammlung.

Der

l.

Hof (Eingang Frueplads) wird hinten

von einem niedrigen Gebåude begrenzt, dessen

r.

Hålfte das

„ Konsistorium

“ einnimmt, ein Rest der friiheren katholi-

5

*