07 / 2014
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öffentlichkeitsarbeit
Staatssekretärin Ingrid Fischbach in der Apotheke
CDU-Politikerin: „Professionelles Medikationsmanagement muss auch honoriert werden“
Gut drei Stunden diskutierten die beiden über drängende
Probleme der Apothekerschaft. Dabei stellte die Politikerin
klar, was sie von einer Apotheke erwartet – und was eben
nicht: „Ich möchte, dass sich Apotheken von Drogerie-
märkten und ihrem Angebot abgrenzen.“ Dies bestätigte
auch Overwiening: „Ich will mich nicht mit einem Droge-
riemarkt vergleichen, sondern als freier Heilberufler im
Zusammenspiel mit den anderen Akteuren imGesundheits-
system positionieren.“ Dass auch im „Backoffice“ einer
Apotheke jede Menge Heilberuf steckt, veranschaulichte
Morzall Paenda, Pharmazeutin im Praktikum. So stellte
sie für die Staatssekretärin Kapseln und eine Crème her –
stellvertretend für die vielen Individualrezepturen, die in
deutschen Apotheken jeden Tag entstehen. „Wir stellen
beispielsweise für Kleinkinder Arzneimittel her, die die In-
dustrie in passender Dosis nicht im Angebot hat“, so die
zukünftige Apothekerin.
Einig waren sich beide in der Frage der Qualität: „Neben
der Abgabe des Arzneimittels an sich muss auch ein da-
rüber hinaus geleistetes professionelles Medikationsma-
nagement eigens honoriert werden“, so Overwiening. Das
stehe auch für das Bundesgesundheitsministerium außer
Frage: „Wir wollen ein Mehr an Qualität, und da ist es nur
logisch, dafür auch Anreize zu schaffen“, sagte Fischbach,
die seit eineinhalb Jahren für die Bereiche Arzneimittel
und Apotheken zuständig ist. Auf der politischen Themen-
Agenda stand außerdem die zukunftssichere Gestaltung
der PTA-Ausbildung sowie die gesenkten Festbeträge.
Staatssekretärin Ingrid Fischbach und Kammerpräsidentin
(r.) blicken Morzall Paenda (Pharmazeutin im Praktikum) bei der Kap-
selherstellung über die Schulter.
Fotos (2): Sebastian Sokolowski
Wo Apotheke drauf steht, muss auch Apotheke drin sein“, forderte Ingrid Fischbach Mitte August im Gespräch mit Ga-
briele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Die Rekener Apothekerin hatte die Parla-
mentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium in ihre Apotheke am Bahnhof Reken eingeladen.
T-Shirt-Übergabe am Aasee:
Michael Schmitz (Geschäftsführer
Kommunikation der AKWL) und Uwe Eggelsmann (Sparkasse Münster-
land Ost) dankten stellvertretend für viele 15 ehramtlichen Helfern.
Jahrhundert-Regen in Münster: In der Nacht vom 28. auf
den 29. Juli fielen im Stadtgebiet bis zu 300 Liter Nieder-
schlag pro Quadratmeter und sorgten für Millionenschäden
und viele Einzelschicksale. Noch immer sind in der Stadt über
500 Wohnungen unbewohnbar. Als Geste des Dankes an die
in Spitzenzeiten über 500 ehramtlichen Fluthelfer übergaben
im August die Apothekerkammer Westfalen-Lippe und die
Sparkasse Münsterland-Ost den Helfern der Gruppe „Regen
in Münster“, die u. a. auch am Apothekerhaus im Einsatz
war, einen Satz T-Shirts (natürlich auch mit dem roten A).
Nach dem großen Regen
Dankeschön-T-Shirts für Fluthelfer