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Dreißigjährigen Krieg. Weigerung der Stadt,

Kaiser Ferdinand zu huldigen.

1620: Einnahme der Stadt durch die mit Kaiser

Ferdinand verbündeten bayrischen Truppen.

1624: Katholische Reformation unter Kaiser Ferdi–

nand II. Ausfreibung der protestantischen

Lehrer und Prediger aus der Stadt. Wieder–

einführung des katholischen Gottesdienstes

und Besetzung der Magistratsstellen durch

Katholiken. Alle Protestanten mußten katho–

lisch werden oder auswandern.

1625: Errichtung einer Eisengewerkscha ft.

1626 (31. Mai): Einzug Stephan Fadingers mit

40.000 Bauern und 20 Kanonen in Steyr.

Fadinger residiert im Rathaus. 29. Juni 1626 :

Ankunft Achatz Willingers von der Au mit

20.000 Bauern. Plünderung des Schlosses, der

Pfarrkirche, des Dominikaner- und Kapuzi–

nerklosters. Im Auftrage der Bauern mußten

die Steyrer Bürger nach Angabe des Wolf–

gang Madlseder, Stadtrichters von Steyr, eine

100 Klafter lange eiserne Kette, deren jedes

der 20 Glieder 20 Pfund wog, anfertigen.

Das Eisen mußte von der Gewerkschaft

kostenlos beigestellt werden. Die Kette wurde

nebst zwei ·anderen und einem Seil bei

Aschach über die Donau gespannt, um den

Transport von Soldaten auf der Donau zu

verl).indern. 22. August 1626 : Vertreibung der

protestantischen Bauern, Plünderung der pro–

testantischen Häuser durch die kaiserlichen

Truppen unter Oberst Löbl. Ausbruch der•

Pest.

1627: Ende des Bauernaufstandes. Hinrichtung der

bei dem Bauernaufstand beteiligten Bürger

Wolfgang Madlseder, Dr. Lazarus Holzmüller,

Hans Angerholzer, Bäcker und ·Bauernan–

führer, und Hans Himmelbauer, Stadtkämme–

rer. Die drei Erstgenannten wurden enthaup–

tet und gevierteilt, letzterer enthauptet. Sie-