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GOLF TIME

|

1-2018

www.golftime.de

CLUBS |

NATIONAL

Zu den schlechten Nachrichten

der Jahresbilanz des Deutschen

Golf Verbands gehört, dass die

deutschen Golfer immer äl-

ter werden, da nicht genug junge Menschen

den Weg in das Spiel finden. Im Altersseg-

ment der 30- bis 39-Jährigen gab es in den

vergangenen Jahren deutliche Rückgänge.

Dies ist nachzuvollziehen, sind es doch diese

Jahrgänge, die mit Karriere, Familie und

Hypotheken jonglieren. Liegt es an dieser

Altersgruppe, dass rund die Hälfte der Golfan-

lagen rückgängige Mitgliederzahlen verzeich-

net? Oder liegt es daran, dass der Golfsport

für Senioren, die in den Ruhestand gehen und

vorher noch nicht Golf gespielt haben, nicht

attraktiv genug ist? Denn dieses Potenzial ist

größer als das der 30- bis 39-Jährigen.

ZudenschlechtenNachrichtengehört auch, dass

wir kontinuierlich jährlich rund 48.000 Golfer

aus dem System verlieren. Was dazu führt,

dass wir auf der einen Seite ca. 50.000 Men-

schen dafür begeistern können, auf unseren

Anlagen zu spielen und in den Besitz einer

DGV-Karte mit Handicapführung gelangen zu

wollen, und auf der anderen Seite etwa 48.000

den organisierten Golfsport aufgeben und

somit durch die Maschen der Statistik fallen.

Ein Grund kann die nachhaltig geringe

Bereitschaft sein, an vorgabewirksamen

Turnieren teilzunehmen, und somit das

Handicapsystem auch aktiv zu nutzen. Auf den

meisten der deutschen Golfanlagen spielen

circa 70 Prozent der Spielberechtigten keine

Turniere. Sie mögen den Wettspielkalender

nicht, er ist der Kalender der Tage, an denen mal

wieder nicht auf der eigenen Anlage gespielt

werden kann. So ist das Verstehen der Mehr-

heit der Vollzahler beim Betrachten des neuen

Wettspielkalenders zu Beginn der Saison.

Auch das kann einer der Gründe sein, sich

zu entscheiden, künftig ohne DGV-Ausweis

zu golfen oder ganz mit dem Sport aufzu-

ADRIAAN ALEXANDER STRATEN

berät mit seinen Netzwerken

golfpilot.de

und

golfbrand.de

seit 1989 Golfanlagen

Info:

www.golfpilot.de

DIE

AUSSTEIGER

Weshalb jedes Jahr

rund 48.000 Spieler dem

organisierten Golfsport

den Rücken kehren.

olf hat bei den meisten Nicht-

Golfern noch immer ein gewisses

Image: Freizeitbeschäftigung der

Reichen und Elitären. Altherren-

sport. Haben Sie noch Sex, oder ...? Kennt

man – und lächelt sie weg. Golf ein Alt-

herrensport? „Pah“, sagt der Golfer intuitiv.

„Von wegen.“ Beim Versuch, zu belegen, dass

Golf kein Altherrensport ist, stößt man aber

schnell an seine Grenzen.

Bei seiner Jahrespressekonferenz in Stuttgart

gab der DGV bekannt, dass die Golfer-

Entwicklung sich weiter stabil hält. Die Zahl

der organisierten Golfspieler in Deutschland

sei 2017 um 0,3 Prozent gestiegen und erreicht

mit 644.943 registrierten Mitgliedschaften

einenneuenHöchstwert.Das entspricht einem

absoluten Zuwachs von 1.785 Aktiven. Damit

verzeichnet der organisierte Golfsport seit

Beginn der Aufzeichnungen 1951 im 67. Jahr

in Folge ein Wachstum. Erst mal gute Nach-

richten in Zeiten, in denen viele andere Sport-

verbände schrumpfen.

Golfer wehren sich oft gegen das Etikett „Altherrensport“.

Doch es wird zunehmend komplizierter, dies zu entkräften.

Von Thomas Fischbacher

NUR NOCH

ALTE EISEN?

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