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AKTUELLES

AKTUELLES AUS DEM „TEAM SCHLESWIG-HOLSTEIN“ Die vergangenen Wochen hielten wieder besondere Erfolgsmomente für die Athlet*innen aus dem „Team Schleswig-Holstein“ (Team SH) bereit. Insbesondere Tanja Scholz zeigte sich bei den Para-Schwimm-Europameisterschaften in bestechender Form. Mit gleich drei Goldmedaillen, einer Silbermedaille und drei geschwommenen Weltrekorden im Gepäck kehrte die Schwimmerin des PSV Neumünster mit einer herausragenden Bilanz aus dem türkischen Kocaeli zurück.

Bei der Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaft 2026 in Dortmund, die erstmals nach vielen Jahren nicht am Timmendorfer Strand ausgetragen wurde, gewannen Momme Lorenz (1. Beachclub Kiel) und Tilo Rietschel (VSG Lübeck) die Silbermedaille. Bis die beiden Schleswig-Holsteiner das beste DM-Ergebnis ihrer Karriere bejubeln konnten, bedurfte es aber eines harten Stücks Arbeit. Nach einer Auftaktnieder- lage kämpften die beiden sich über die Hoffnungsrunde zurück in das Turnier und schafften mit fünf Siegen in Folge den Einzug in das Finale. Dort hatten sie gegen das Top-Duo Nils Ehlers/Lui Wüst mit 0:2 Sätzen (16:21, 16:21) das Nach sehen, durften sich dennoch zu Recht über ein starkes Turnier und den zweiten Platz auf dem Podium freuen. Bei den Frauen erreichte Josefine Schäkel (1. Beachclub Kiel) mit ihrer Partnerin einen guten neunten Platz. Hennes Nissen (TSB Flensburg) komplettierte das Abschneiden der Team SH-Athlet* -innen mit Platz 13.

Den ersten Weltrekord stellte Tanja Scholz zum Auftakt über 50 Meter Brust in 56,44 Sekunden auf und sicherte sich damit erstmals eine Gold medaille bei Europameisterschaften. Zuvor hatte die Paralympics-Siegerin von Paris bereits acht WM-Titel gewonnen. Im Vorlauf über 150 Meter Lagen ließ die 42-Jährige den nächsten Weltrekord folgen. Im Finale verbesserte sie ihre eigene Bestmarke noch einmal um knapp vier Sekunden und holte in 2:40,35 Minuten ihre zweite Gold- medaille. Den Schlusspunkt setze sie mit Gold über 50 Meter Freistil. Für den erst 17-jährigen Bálint Köszegváry (SC Delphin Lübeck) war die EM die erste interna tionale Meisterschaft im Erwachsenen bereich. Er durfte über fünf Strecken in das Becken springen, schaffte dabei viermal den Einzug ins Finale und schwamm mehrfach neue Bestzeiten. Sein erfolgreiches Debüt krönte er mit der Bronzemedaille über 400 Meter Freistil in seiner Startklasse S10. Bei der Weltmeisterschaft der ILCA-7 Segler vor der irischen Küste segelte Ole Schweckendiek als bester Deut scher unter 141 Startern auf einen hervorragenden elften Platz. In der Qualifikationsserie überzeugte er mit starken Einzelrennen (Platz 6, 3, 1, 8 und 2) und zog als Gesamtzweiter in die Hauptrunde ein. In der anschlie ßenden Goldflotte machten jedoch wechselhafte und teils schwer einzu schätzende Windbedingungen die Rennen deutlich anspruchsvoller. Der erst 21-jährige Segler vom Kieler Yacht-Club konnte seine Spitzen- platzierung infolgedessen nicht halten und verpasste in seinem ersten vollen

Seniorenjahr mit Platz elf denkbar knapp den Einzug in die Finalrennen der Top 10. Iliane Hein (RV Südangeln) sicherte sich bei den Junioren-Europameister schaften der Vielseitigkeitsreiter* -innen gemeinsam mit der deutschen Mannschaft die Goldmedaille. Mit einer starken Dressur setzte sie sich von Beginn an mit an die Spitze des Feldes und überzeugte anschließend sowohl im Gelände als auch im Springen mit fehlerfreien Runden. Damit trug sie maßgeblich zum Goldmedaillen gewinn des deutschen Quartetts bei. In der Einzelwertung gewann sie dank ihrer tadellosen Leistung die Silber medaille, nur knapp hinter ihrer deut schen Teamkollegin. Als Einzelreiterin war zudem Jona Isabell Heine (RuFG Bargfeld-Stegen) bei der Europa- meisterschaft am Start. Bei ihrem EM Debüt überzeugte sie mit zwei Null runden im Gelände sowie im Springen und beendete den Wettbewerb auf einem hervorragenden sechsten Platz.

Linda Gering

Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Dokumentations-Tipp: In Zusammenarbeit zwischen Magenta TV und der Sportstiftung NRW ist ein 40-minütiger Beitrag über unseren Team SH-Athleten Mio Lukas Wagner entstanden. Der im Tischtennisinternat in Düsseldorf lebende und im Para Sport für den Krummesser SV startende 18-Jährige wurde in dieser Saison Deutscher Meister sowohl im Para- als auch im Regelsport. Der Film zeigt Einblicke in seine Sport- und Gedankenwelt und beschreibt seinen erfolg reichen Weg in zwei Sportsystemen. Der Beitrag „Ich will mein Potenzial

nutzen“ – Tischtennis-Talent Mio zwischen Para Sport und Olympia“ kann kostenlos auf Youtube angeschaut werden: „Ich will mein Potenzial nutzen“ – Tischtennis-Talent Mio zwischen Para Sport und Olympia I Doku

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SPORTFORUM NR. 233 | OKTOBER 2026

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