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Umgebung von Kopenhagen und die dånischen Seebåder
.
Roskilde.
Hotels:
E isenbahn-H .,
gute Kiiche, Theatersaal, gelobt;
H . P rin
sen,
in der Algade, 23 B. v. 3— 4 K ., F. 1}4, M. 1 %— 3% , A. 3— 4% ,
P. 7
y2
— 10, WP. 15— 17 K ., gutes Rest., Café, Theatersaal, Garten,
Bader, Zh., Ah., gzj., deutsch gespr. —
Restaurant
im Bahnhofsgebaude.
Auskunftsburo des Touristenvereins: Rathausplatz 4 (Buchhåndler
Flensborg).
Roskilde,
eine sehr alte, kleine Stadt mit etwa 14000 Einw.,
Eisenbahnknotenpunkt, liegt am tief eingeschnittenen
Ros-
kilde-
oder
Isse-Fjord.
Roskilde war seiner Quellen wegen („K ilde" = Quelle) beriihmt.
Harald Blauzahn
verlegte im Jahre 980 die Konigsresidenz von Leire
nach Roskilde; einige Jahre spater wurde die Stadt auch der Sitz der
katholischen Bischofe und blieb es bis zur Einfuhrung der lutherischen
Reformation. Den Konigssitz verlegte Christopher III. von Bayern
1443 nach Kopenhagen. Von Roskilde aus haben
Knud der Grope,
die
Waldemars
und
Margarethe
ihre Herrschaft iiber den Norden aus-
gebreitet; die Pracht des Hofes, die Ritter- und Liebestaten des Mittel-
alters, der Kultus der katholischen Kirche hatten hier ihren Hauptsitz.
Von der Fulle ihrer ehemaligen pråchtigen Baudenk-
måler besitzt die Stadt nur noch wenige: Die
Frauenkirche,
zwischen Bahnhof und Dom gelegen, um 1080 erbaut; die
St.-Ibs-Kirche,
zwischen Dom und Fjord gelegen, um 1125
erbaut, der alte Turm ist abgebrochen; den
Stadtturm,
Rest
einer 1537 abgetragenen Kirche. Das wichtigste Denkmal
ist der alte
*
Dom, die Ruheståtte der dånischen Konige, frii
Metropolitankirche des Reichs. Wie die Hugel bei Leire
iiber die heidnischen, so wolben sich die Bogen des Ros
kilder Doms iiber die christlichen Konige. In ihrer Bauart
ist diese Kirche trotz des gemischten Stils die schonste
Dånemarks. Die ålteste Kirche an dieser Stelle wurde von
Harald Blauzahn errichtet, iiber den Grunder des heutigen
Baus ist man sich noch nicht einig; von einigen wird Bischof
Absalon, von anderen sein Nachfolger Peder Suneson (12.
oder 13. Jahrh.) genannt.
Die Domkirche ist wochent. von 10, an Sonn- und Festtagen von
12 Uhr bis Sonnenuntergang geoffnet. Fiir die Fiihrung durch Chor
und Grabkapellen sind 50
Ore
pro Person zu zahlen. Karten sind am
Eingang zu haben; Eintritt zu den Galerien: 50
Ore;
Besteigung des
nordlichen Turmes (prachtvolle Aussicht): 50
Ore.
Inneres. Die Kirche ist 84 m lang und 25 m breit. Das Gewolbe des
Mittelschiffs, von 20 starken Pfeilern getragen, ist 25 m, das der Seiten-
schiffe 12% m hoch. Die beiden nach W. gelegenen Tiirme sind 76 m
hoch, der dritte Turm oberhalb des Chores mir etwa 60 m. In dem
nordlichen Turm der Fassade befindet sich die groBte danische Kirchen-
glocke, die 5,62 m im Umfang miBt.




