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Zur Geschichte Danemarks.

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Hemden iiber ihre lliistungcn ziehen, nm sich unbemerkt den

Wallen nilhern zu konnen. aber die Burger waren wachsam, und „die

weiBen Hemden wurden vieler Schweden Leichenhemden“ . Nach dem

miBlungenen Sturm wurde die Belagerung in eine Blockade umgewandelt,

die bei dem Tod Karls X. 1660 aufgehoben wurde. Beim Friedens-

schluB kurz nachher verlor Danemark fiir immer die Besitzungen jen­

seits des Oresunds.

Christian V. (1670—1699) hielt pråclitigen Hof und fiihrte eine

Rangordnung ein. 1675 erklårte er gegen den Rat des Reicliskanzlers

Oriffenfeld

an Schweden den Krieg. Derselbe wurde 4Jahre lang kraftlos

gefiihrt. Nur die danische Flotte unter dem tapferen und tuchtigen

Admiral

Niels Juel

behauptete ihren alten Ruf und vernichtete am

1. Juli 1677 in

Kjogebugt

die weit iiberlegene schwedische Flotte. —

Christian V. hinterlieB seinem Sohn ein gånzlich verarmtes Reich.

Frederik IV. (1699—1730) ordnete das Finanzwesen und verbesserte

den Verteidigungszustand des Landes. Doch die politischen Verhålt-

nisse in Europa bedingten, daB Danemark wieder Schweden Krieg

erklårte. Der schwedische Konig

Karl X II.

drang mit einem Heer in

Norwegen ein, um dieses Land von Danemark loszureiBen. Das Gliick

folgte den Waffen der Schweden bis zur Belagerung von

Frederikshald,

wo

Karl X II.

den Tod fand (11. Dezember 1718), worauf sein Heer nach

Schweden zuruckzog. Die danische Flotte wurde am 4. Oktober 1710 in

Kjogebugt

von einer groBen schwedischen Flotte angegriffen. Auch

diesmal erwies die danische Flotte ihre Uberlegenheit, besonders unter

dem jungen Admiral

Peter Tordenskjold

(t 1720, 29 Jahre alt). Beim

FriedensschluB 1720 (zu dessen Erinnerung das SchloB

Fredensborg

erbaut wurde) muBte Schweden iiber

8

Tonnen Gold bezahlen und verlor

die 1645 errungene Zollfreiheit im Oresund.

Unter Christian VI. (1730—1746) breitete der Pietismus sich im

Lande aus: Theater, Tanz, Volksfeste usw. wurden verboten. Dabei

war der Konig von iibermåBiger Verschwendung, die sich durch un-

glaubliche Pracht bei Hofe und durch den Bau kostbarer Schlosser

zeigte. Das alte Kopenliagener SchloB wurde abgerissen und 1740 die

Christiansborg

erbaut;

Hirschholm

wurde als Sommersitz aufgebaut,

kleinere Schlosser erhoben sich, so die

Eremitage, Sovhienborg

usw.

Frederik V. (1746—1766) war im Gegensatz zu seinem Vater von

heiterem Charakter. Tuchtige Staatsmånner (u. a.

Bernstorff)

standen

dem Konig zur Seite. Mit offener Hand unterstiitzte der Konig Kunst

und Wissenschaft. So wurde 1754 die

Kunstakademie

errichtet und in

das SchloB

Charlotteriborg

verlegt.

Christian VII. (1766—1808) war sehr jung, als sein Vater Frederik V.

starb. Von seinen Giinstlingen beherrscht, fiel der junge Konig in einen

Wirbel von Ausschweifungen, die ihn in wenigen Jahren in einen geistes-

kranken Schwiichling verwandelten. Unter diesen Verhåltnissen schwang

sich des Konigs Leibarzt, der tuchtige und energisclie friihere Stadt-

physikus in Altona,

Struensee,

bis zum Minister mit unumschrankter

Vollmaclit auf. Wegen seines stolzen Auftretens und seines Verhalt-

nisses zu der jungen Konigin

Karoline Mathilde

wurde er von seinen

Feinden, an deren Spitze die Konigin-Mutter

Juliane Marie

stand,

gefangengenommen, verurteilt und am 28. April 1772 hingerichtet. Die

ungliickliche Konigin

Karoline Mathilde

wurde nach Kronborg gefiihrt

und da vor Gericht gestellt. Ihre Ehe wurde gelost, und am

6

. April

wurde sie von Kronborg nach Celle in Hannover gefiihrt, wo sie 1775

starb, 23 Jahre alt. — Die Konigin-Mutter bemachtigte sich nun der

Regierung, die im Jahre 1784, nach Sturz der Hofkamarilla, an den

Kronprinzen

Frederik

(

VI

.) iiberging; ihm zur Seite stand der groBe

Griebens Reisefiihrer:

Kopenhagen.

26. Aufl.

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