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Zur Geschichte Kopenhagens.

Die Stadt wird verwaltet vom Magistrat; dieser besteht

aus einem vom Konig ernannten Oberpråsidenten und 5 auf

8Jahre gewåhlten Biirgermeistern sowie 5 ebenfalls gewåhlten

Ratsmånnern einerseits, aus der Stadtverordnetenversamm-

lung (55 Mitglieder, auf 4 Jahre gewåhlt) andererseits. Die

Oberaufsicht iiber die Verwaltung hat der Oberpråsident.

Zur Geschichte Kopenhagens.

Schon zur

Steinzeit

hat, wie durch neuere Ausgrabungen

erwiesen, an der Stelle des heutigen Kopenhagen ein

Bo­

plads

(Wohnort) bestanden, dessen Bewohner meist Fisch-

fang und Jagd betrieben. Nach und nach entwickelte sich

der Ort seiner giinstigen Lage wegen zu einem ansehnlichen

Handelsplatz mit gutem Hafen

{Havn),

wo fremde Kauf-

leute einen lebhaften Tauschhandel betrieben. Im Mittel-

alter wurde der Platz ein wichtiger Stapelplatz, und das

Dorf Havn (der Name kommt zuerst 1043 vor) erhielt bald

den Namen

Kopmandshavn

(Kaufmannshafen), aus welchem

der heutige Name

Kobenhavn

entstand.

Die eigentliche Geschichte Kopenhagens beginnt mit

dem beriihmten Bischof

Absalon,

dem Begrunder der Stadt,

welcher hier 1167 auf einer kleinen Insel zwischen Seeland

und Amager (dem jetzigen „Slotsholm11) eine feste Burg

gegen die wendischen Seeråuber errichten lieB. Er erhielt

1168 diese Insel nebst dem gegeniiber belegenen Dorf

Kop­

mandshavn

vom Konig

Waldemar I.

(1157— 1182) zum Ge-

schenk.

Absalon

schenkte 1186 die Stadt und deren nåchste

Umgebung an das Bistum Roskilde, und diese Schenkung

war der Grund zu einem langen und erbitterten Streit zwi­

schen den Konigen und der Kirche, da erstere die strategisch

gunstig gelegene Stadt um jeden Preis wieder in ihren Be-

sitz bringen wollten. Diese Zwistigkeiten nutzten die Lii-

becker aus, um Kopenhagen, ihren Konkurrenten in der

Ostsee, zu uberfallen und einzuåschern (1248).

Das erste Stadtrecht erhielt Kopenhagen 1254 von

Bischof

Jakob Erlandsen

(unter Konig

Christopher I.,

1252

bis 1259), und 30 Jahre spater erhielt es seine ersten Privi-

legien von Konig

Erik Glipping

(1259— 1286). 1290 wurde

die Stadt zum erstenmal befestigt, 1368 von den Lubeckern

nochmals uberfallen und bis auf den Grund zerstort. Konig

Waldemar IV .

(1340— 1375) veranlaBte 1346 den Roskilder

Bischof, ihm die Stadt zu iiberlassen.