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Zur Geschichte Kopenhagens.

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Um 1400 zåhlte Kopenhagen etwa 4000 Einwohner, be-

saB 4 Kirchen und ein Kloster, um 1530 war die Einwohner-

zahl auf 10000 gestiegen. Unter

Erik von Pommern

wurde

Kopenhagen Residenzstadt und erlebte die Einfiihrung der

Reformation. 1478 wurde eine Universitåt errichtet, die

im damaligen Rathaus untergebracht wurde.

Frederik I.

iibertrug 1525 der Stadt groBe Låndereien und gewåhrte

eine neue Stådteordnung.

In der ersten und in der zweiten Hålfte des 16. Jahrh.

erlebte Kopenhagen zweimal hintereinander eine Bliitezeit

seines Handels, die auch eine bauliche Entwicklung der

Stadt mit sich brachte. Eigentliches GroBstadtgepråge

bekam sie unter

Christian IV .

(1588— 1648), welcher sich

fiir die Stadt besonders interessierte und verschiedene

monumentale Gebåude errichten lieB, so Rosenborg SchloB

und die Borse, beide in hollåndischer Renaissance (von

H. Steenwinkel)

gebaut, ferner das Zeughaus, die Holmens-

kirche, die Trinitatiskirche mit dem runden Turm, bei

Hillerod das SchloB Frederiksborg. Dieser Konig legte auch

1618 Kristianshavn an und verband diesen neuen Stadtteil

durch die „groBe Amagerbro44, die heutige Knippelsbro,

mit Kopenhagen. Er errichtete ferner einen neuen Hafen

zwischen Kopenhagen und Amager an Stelle des immer

mehr versandenden alten Hafens.

In den nåchsten Jahren wuchs die Einwohnerzahl der

Stadt unaufhorlich, und

j

Frederik I II.

(1648—70) lieB einen

genauen Plan zur Anlegung neuer Stadtteile ausarbeiten.

1659 wurde die Stadt von den Schweden belagert, aber

durch die Tapferkeit ihrer Burger gerettet. Um 1660 legte

der Konig das Kastell Frederikshavn an, 1669 lieB die

Konigin Amalienborg erbauen.

1711— 12 wiitete in Kopenhagen die Pest, der fast der

dritte Teil der Einwohner zum Opfer fiel. 1728 wurde die

Stadt von einer groBen Feuersbrunst heimgesucht, wobei

etwa a/ 5 der Stadt vernichtet wurden. 1794 wurde das von

Christian VI.

(1730—46) erbaute SchloB Christiansborg ein

Raub der Flammen, und 1807 verheerte wiederum ein aus-

gedehnter Brand (hervorgerufen durch das Bombardement

der englischen Flotte) groBe Teile der Stadt. 1801 und

1807 wurde Kopenhagen von den Englåndern bombardiert,

die sich bei dieser Gelegenheit die gesamte Flotte Dane­

marks ausliefern lieBen (vgl. S. 18).