Imagebroschüre_Institut für Rettungs- und Notfallmedizin

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Institut für Rettungs und Notfallmedizin

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein stellt sich vor. Seit 2015 sind wir in verschiedenen Bereichen der Notfallmedizin aktiv und freuen uns, Ihnen mit dieser Jubiläumsbroschüre einen Überblick über unser Leistungsspektrum zu überreichen.

Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner Direktor

Leonie Hannappel Stellv. Direktorin

Dr. Nils Jacobsen Stellv. Direktor

“ Unsere Arbeit wirkt. In Forschung und Lehre. Bei jeder Rückmeldung, dass wir zu einer Verbesserung der Patient:innenversorgung positiv beitragen konnten, kriege ich Gänsehaut.

Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des Instituts

Inhaltsverz Das Institut .......................................................................................... IRuN in Zahlen ...................................................................................... UKSH interne Leistungen ........................................................................ Leistungssprektrum extern ..................................................................... Studentische Lehre ............................................................................... (Forschungs-)Projekte............................................................................. Kooperationen........................................................................................ Tätigkeiten in Fachgremien...................................................................... Veranstaltungen .................................................................................... Das IRuN-Team über die Jahre ................................................................ Kontakt und Anfahrt .............................................................................. 6 8 10 17 32 35 66 68 70 75 80

Inhaltsverzeichnis

Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) am UKSH ist das größte notfallmedizinische Institut in Schleswig-Holstein und ein wichtiger Garant für eine hochwertige Notfallversorgung im Uni versitätsklinikum Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Das IRuN wurde 2015 gegründet. Im Zeitraum bis 2025 wuchs das Team der Mitarbeitenden von fünf auf über 60 Personen heran. Die Band breite der Qualifikationen im Team reicht von Ärztinnen und Ärzten, Kranken- bzw. Intensivpflegekräften und Rettungsfachpersonal über Medizinpädagogik, Bereiche aus Eventmanagement, Veranstaltungs technik und Mediendesign bis hin zu Master in Disaster Manage ment, eHealth oder Rettungsingenieurwesen. Das Team des IRuN ist innovativ, aufstrebend, dynamisch, strukturiert und flexibel, aber auch unkonventionell, wenn es darum geht, Leben zu retten oder sinnvolle Lösungen für die Notfall- und Intensivmedizin zu finden. Mit unserem kompetenten, motivierten und interdisziplinären Team führen wir inter national zertifizierte, berufsgruppenspezi fische und kundenindividuelle Aus-, Fort- und Weiterbildungen für medizinisches Fachpersonal durch. Hierfür stehen uns unsere eigene Rettungsdienstschule, ein innovatives Simulationszentrum mit über 2.500 m 2 Fläche und modernes Trainings equipment zur Verfügung. Das Institut Das Institut

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2015

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2019

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Das IRuN wurde 2015 gegründet und bestand zunächst aus 5 Mitarbeitenden.

Einheitliche Notfallschulungen an beiden Klinikstandorten etabliert

Ausbau der internationalen Kooperationen

Eröffnung Rettungsdienstschule

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Das IRuN verantwortet außerdem die Qualitätssicherung der innerklinischen Notfallmedizin am UKSH und berät das UKSH sowie externe Organisationen mit Erfahrungen und Kompetenzen in der prä- und innerklinischen Notfall versorgung, Intensivversorgung sowie Katastrophenmedizin. Darüber hinaus wurden uns bisher insgesamt 36 Forschungs vorhaben, Studien und Projekte mit einem Gesamtvolumen von bisher rund 10,3 Mio € aktiv (Stand: Mai 2025) bewilligt. Eine lange Liste anerkannter Publikationen ergänzt das wissenschaftliche Portfolio. Mit langjähriger Expertise

richten wir darüber hinaus regelmäßig nationale und internationale wissenschaftliche Veranstaltungen aus – dazu zählen z.B. jährlich die Bad Boller Reanimations- und Notfallgespräche, die Wissenschaftlichen Arbeitstage Notfallmedizin (WATN), der Kieler Notfalltag, von 2020– 2023 das Helgoländer Notfallseminar und seit 2024 die Summerschool Katastrophenmedizin. Einen Schwerpunkt unseres Engagements stellt die Reanimationsforschung in Versorgungs- und klinischen Studien sowie Qualitätsmanagement dar.

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Einweihung Holzkoppelweg 14–3

Einweihung Standort Lübeck

Beschaffung von 37 neuen Simulations Phantomen

60 Mitarbeitende Einweihung Holzkoppelweg 14–4

Feier zum 10-jährigen Jubiläum des IRuN

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1 TestChest Lungensimulator 3 1 3 Filmstudio IRuN in Zahlen 7 Audio-Video-Anlagen 6 Lehrsäle Geburtssimulationstrainer  ⛭ 3 Simulationsräume Simulations fahrzeuge 10 Simulations-High Fidelity-Trainer

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Kurs-/ Simulationsformate 19 Basis reanimations phantome 113

Drittmittelprojekte 36

Mitarbeitende (inkl. stud. Hilfskräfte) 69

Publikationen (in den letzten 10 Jahren) 320

Tage IRuN (Gründung bis Jubiläum 2025) 3.646

m 2 Büro-/Schulungs-/ Trainingsfläche 2.500

Volumen Drittmittelprojekte 10,3 Mio €

9 ...und unendlich viele Ideen

Mitarbeitende eines Krankenhauses werden häufig mit Notfallsituationen konfrontiert und müssen stets unter hohem Zeitdruck die richtigen Entscheidungen treffen, um Patient:innen bestmöglich zu versorgen. Um dieser besonderen Bedeutung Rechnung zu tragen, werden alle Mitarbeitenden des UKSH durch das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin in notfallmedizinischen Maßnahmen aus- und fortgebildet. Erfahrene Dozierende vermitteln dabei Inhalte der Basisreanimation sowie erweiterter Notfallmaßnahmen im Rahmen von Vorträgen, Skilltrainings und Simulationen. Zusätzlich erfassen wir durch ein kontinuierliches Qualitätsmanagement den Schulungserfolg und ermitteln Verbesserungspotenziale. UKSH intern UKSH interne Leistungen

Notfallschulungen UKSH-intern Basisreanimation bzw. Grundlagen der Wiederbelebung sowie erweiterte notfallmedizinische Maßnahmen (jeweils erwachsene und pädiatrische Patient:innen) Qualitätsmanagement der Notfallversorgung im UKSH Qualitätsmanagement der Notfallversorgung und einheitliche Notfallausstattung in allen Bereichen im UKSH Fachweiterbildung Intensivpflege Kooperationspartner der UKSH-Akademie in der theoretischen und praktischen Aus- und Weiterbildung des Krankenpflegepersonals am UKSH (Erweiterung der notfall- und intensivmedizinischen Kompetenz unserer Pflegekräfte)

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Grundlagen der Wiederbelebung (für nicht medizinisches Personal) Richtiges Handeln in Notfallsituationen ist für unsere Patient:innen überlebenswichtig. Das UKSH hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Grundlagen der Wiederbelebung allen Mitarbeitenden ohne medizinische Vorkenntnisse alle zwei Jahre als Fortbildung anzubieten. In einem zwei Stunden umfassenden Kurs erlernen bzw. wiederholen Sie die Grundlagen zur Wiederbelebung und die Bedienung eines AED. Im realitätsnahen Training lernen Sie, sicher in einer Notfallsituation zu handeln.

BLS – Basic Life Support (für medizinisches Personal)

In einem zwei Stunden umfassenden Kurs erlernen bzw. wiederholen Sie die Maßnahmen zur Wiederbelebung, den Einsatz von supraglottischen Atemwegshilfen sowie die Bedienung des Defibrillators. Im realitätsnahen Training arbeiten Sie mit dem Notfallmaterial, das auch auf Ihren Stationen vorhanden ist.

Ein eingespieltes Team aus Pflegekräften und Rettungs dienstpersonal steht bereit, um Sie fit für den Notfall zu machen.

Nach Real-Einsätzen unterstützen wir Sie gern und stehen für Rückfragen zum Einsatzablauf und gemeinsamen Gespräch über Optimierungsmöglichkeiten in Ihrem Bereich zur Verfügung.

Ein eingespieltes Team aus Pflegekräften und Rettungsdienstpersonal steht bereit, um Sie fit für den Notfall zu machen.

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ENM – Erweiterte Notfallmedizinische Maßnahmen Die Versorgung von Notfallpatient:innen im UKSH erfordert eine optimale Vorbereitung. Dieses Kurskonzept wurde deshalb speziell für das pflegerische und ärztliche Personal des UKSH entwickelt. Die Inhalte sind auf die internationalen Empfehlungen zur Reanimation und innerklinischen Notfallversorgung abgestimmt und werden mit einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis vermittelt. In modernen, dem klinischen Setting nachempfundenen Simulationsräumen und unter Berücksichtigung des am UKSH verwendeten Materials werden praktische Fertigkeiten und die Interaktion im Team geübt. Im ersten Kursteil geht es vor allem um das Erkennen eines drohenden Herz-Kreislauf-Stillstands und die Herz-Lungen-Wiederbelebung gemäß den aktuellen Leitlinien des European Resuscitation Council. Der Kurs ENM-II baut darauf auf und behandelt darüber hinaus die Betreuung kritisch kranker Patient:innen in den ersten Minuten sowie das Vermeiden eines Herz Kreislauf-Stillstands.

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PBLS – Pediatric Basic Life Support

Ein eingespieltes Team aus pädiatrischen Pflegekräften, Intensivpflegekräften und Rettungsdienstpersonal steht für Ihre Ausbildung zum Thema Basisreanimation von Kindern bereit, um Sie für den Notfall bei Kindern fit zu machen. In einem zweistündigen Kurs lernen und wiederholen Sie die theoretischen und praktischen Grundlagen zu den Basismaßnahmen der innerklinischen Reanimation von Säuglingen und Kindern. Ergänzend stellen wir Ihnen das Notfallmaterial vor und geben Ihnen Zeit und Raum für Fragen. Nach Real-Einsätzen möchten wir Sie unterstützen und stehen Ihnen für ein begleitendes Debriefing und zur gemeinsamen Diskussion bzw. Evaluation von Optimierungsmaßnahmen in Ihrem Bereich gerne zur Verfügung.

PENM – Pädiatrische Erweiterte Notfallmaßnahmen Die Inhalte des P-ENM Kurses sind auf die internationalen Empfehlungen zur Reanimation und innerklinischen Notfallversorgung abgestimmt und werden mit einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis vermittelt. In modernen, dem klinischen Setting nachempfundenen Simulationsräumen und unter Berücksichtigung des am UKSH verwendeten Materials werden praktische Fertigkeiten und die Interaktion im Team geübt - von der Betreuung kritisch kranker Kinder in den ersten Minuten über das Erkennen und Vermeiden eines drohenden Herz-Kreislauf Stillstandes bis hin zu Maßnahmen der Herz-Lungen Wiederbelebung.

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EMI – Einarbeitungskonzept Mitarbeitende Intensivbereich

Ziel ist es, im geschützten Rahmen einer kleinen Lerngruppe sowohl die theoretischen als auch die praktischen Grundkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der ersten Phase der Tätigkeit zu vermitteln.

Es werden die allgemeinen Grundlagen der Intensivpflege und Intensivüber wachung sowie die Grundlagen der speziellen Überwachung und Pflege von Patient:innen mit Beatmung vermittelt. Die hierzu erforderlichen theoretischen Kenntnisse werden im Intensiv-Simulationsraum auf die praktische Tätigkeit übertragen und trainiert. Durch das Training unter möglichst authentischen Bedingungen in einem Übungsintensivzimmer mit einer computeranimierten Simulationseinrichtung, Monitoren, Beatmungsgeräten und sonstiger technischer Grundausstattung einer Intensivstation können die neuen Mitarbeitenden ihre ersten praktischen Erfahrungen sammeln. Sie werden auf den Einsatz auf einer Intensivstation mit einer sehr hohen Anforderung an die Patient:innenversorgung vorbereitet.

In Kooperation mit:

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Room of Errors – gemeinsam für mehr Patient:innensicherheit

Wir befinden uns derzeit in der aktiven Planungsphase für ein neues Kurskonzept „Room of Errors“– ein innovatives Simulationsformat zur Förderung der Patient:innensicherheit.

Der Room of Errors lebt vom Mitmachen! Ob Pflege, ärztlicher Dienst, Medizintechnik oder Verwaltung – jede Perspektive zählt, um Patient:innensicherheit gemeinsam zu verbessern. Lassen Sie uns Verantwortung übernehmen, voneinander lernen und die Versorgung unserer Patient:innen sicherer machen.

Die Initiative ist Teil der WHO-Dekade für Patient:innensicherheit (2021–2030), die weltweit zur systematischen Stärkung sicherer Versorgung aufruft. In Deutschland wird die Kampagne durch das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. unterstützt. Das UKSH leistet damit einen wichtigen Beitrag, diese internationalen Ziele auf lokaler Ebene erlebbar zu machen. Herzstück des Projekts ist ein interaktives „Room of Errors“-Szenario in Form eines Escape-Spiels, bei dem reale Fehlerquellen in der Versorgung im Team gemeinsam identifiziert werden. Das didaktisch fundierte Kurskonzept verbindet Teamarbeit, kritisches Denken und konkrete Sicherheitsmaßnahmen. Ziel ist es, spielerisch und praxisnah den Blick für Risiken im Klinikalltag zu schärfen. Das Projekt soll auch danach als klinikinterne Fortbildung in den verschiedenen Fachabteilungen angeboten werden. Die Szenarien werden individuell auf die jeweiligen Anforderungen und Risiken der Abteilungen abgestimmt – etwa typische Medikationen, häufige Fehlerquellen, besondere Abläufe oder patientenspezifische Risiken. So entsteht ein praxisnahes, an den Versorgungsalltag angepasstes Lernangebot, das gezielt zur Verbesserung der Patient:innensicherheit vor Ort beiträgt.

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Krankenhausalarm- und -einsatzplanung UKSH

Der Vorstand des UKSH hat unter Leitung des IRuN und der Stabsstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (SAGS) die campusübergreifende Arbeitsgruppe Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) eingerichtet. Um eine sichere und op timale Patient:innenenversorgung sowie einen störungsfreien Betriebsablauf zu gewährleisten, muss die gesamte Kranken hausinfrastruktur reibungslos funktionieren. Das Krankenhaus als kritische Infrastruktur (KRITIS) gilt als Einrichtung mit wichtiger Bedeutung in der Versorgung und im öffentlichen Gesundheitswesen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung erheb liche, nachhaltige Folgen für die öffentliche Sicherheit und/

oder für Leib und Leben der Menschen hätte. Das Krankenhaus muss im Rahmen der Daseinsvorsorge einen Versorgungsauf trag erfüllen und ist aufgrund vieler verschiedener Einflüsse besonders anfällig für Störungen. Der Schutz der Patient:innen und die permanente Absicherung des wirtschaftlichen Betriebs muss auch bei Ereignissen größeren Ausmaßes gewährleistet werden und stellt eine besondere Herausforderung dar. Als Leitung des Prozesses sind IRuN und SAGS mit der Planung, Vorbereitung, Fortschreibung, Schulung und dem Training im Rahmen der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung am UKSH campusübergreifend beauftragt.

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extern Leistungsspektrum extern

Seit vielen Jahren stehen wir für höchste Qualität in der Aus- und Weiterbildung medizini scher Fachkräfte. Was mit Engagement begann, ist heute eine anerkannte Instanz für Notfall medizin – mit einem Team, das Herz, Erfahrung und Innovationsgeist vereint. Ob Klinik, Praxis oder Rettungsdienst: Wir bieten medizinischen Fachkräften ein breites Spek trum an Fort- und Weiterbildungen – praxisnah, aktuell und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnit ten. Mit realitätsnahen Simulationen, zertifizierten Kursen und maßgeschneiderten Trainings gestalten wir Fortbildung neu: fundiert, praxisorientiert und nah am Alltag. Vom NASIM25 über MANV*-Szenarien bis zur Geburtssimulation – bei uns oder direkt vor Ort. Mit unserer Rettungsdienstschule und der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres pädagogischen und praxisnahen Ausbildungskonzepts leisten wir einen aktiven Beitrag zur Qualifizierung von rettungsdienstlichem Personal auf höchstem Niveau. Unser interdisziplinäres Team bringt umfangreiche Erfahrung aus der präklinischen und klini schen Notfallversorgung, der Intensivmedizin und der Katastrophenmedizin mit. Zudem sind viele unserer Ärztinnen und Ärzte aktiv im Notarzt-, Telenotarzt- und ITW-Dienst der Stadt Kiel eingebunden, einige auch als Leitende Notärzt:innen.

*MANV – Massenanfall von Verletzten

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RETTUNGSDIENSTSCHULE

Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter:in

Die Ausbildung als Rettungssanitäter:in beinhaltet einen sechs wöchigen Grundkurs, in dem theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt werden. Im Anschluss folgen zwei Wochen Praktikum in der Klinik und vier Wochen Praktikum auf der Rettungswache. Die Ausbildung schließt mit einem neuntägigen Abschlusslehrgang inkl. Prüfungen ab. Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin integriert außerdem einen international anerkannten ERC-Kurs bereits in den Grundkurs. Das ILS-Zertifikat (Immediate Life Support Provider) im Wert von 395 € ist im Gesamtpreis enthalten. Inhaltlich orientiert sich die Ausbildung stark am ABCDE und xABCDE-Schema zur strukturierten Versorgung von Menschen in Notfallsituationen. Dadurch erlernen die Rettungssanitäter:innen die wichtigsten Grundlagen für ihre spätere Tätigkeit im Rettungsdienst. Übungsszenarien werden in speziell ausgestatteten Simulationszim mern oder im Simulations-RTW mit hochmodernem Material durch geführt, so dass die angehenden Rettungssanitäter:innen Notfallsitu ationen im geschützten Lernraum realistisch trainieren können.

Seit dem 1. September 2019 besitzt das IRuN die staatliche Anerkennung als Rettungsdienstschule zur Ausbildung von Rettungssanitäter:innen.

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Pädagogische Jahresfortbildung für Praxisanleitende im Rettungsdienst

Das Angebot der Rettungsdienstschule des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin umfasst neben der Ausbildung und Prüfung von Rettungssanitäter:innen auch ein umfassendes Fort- und Weiterbil dungsprogramm. Die 24-stündige berufspädagogische Jahresfortbil dung für Praxisanleitende im Rettungsdienst ist in allen deutschen Bundesländern entsprechend der jeweiligen Landesrettungsdienst gesetze gültig. Mit der Teilnahme an der viertägigen Fortbildung erfüllen Praxisanleitende im Rettungsdienst somit die festgelegten Fortbildungsverpflichtungen. Die Themen sind optimal aufeinander abgestimmt, damit Sie bei einer Teilnahme an der gesamten Fortbildung berufspädagogisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Selbstverständlich können Sie aber auch an einzelnen Tagen an der Fortbildung teilnehmen.

Jahresfortbildung Rettungsdienst

Mehrmals im Jahr bieten wir für nichtärztliches Rettungs dienstpersonal Fortbildungswochen zur Erfüllung der jährlichen Fortbildungspflicht gemäß § 16 Abs. 1 und 3 des Schleswig Holsteinischen Rettungsdienstgesetzes an. In die Jahresfort bildung integrieren wir, wenn dies gewünscht ist, den ILS-Kurs (Immediate Life Support Provider) des European Resuscitation Councils. Die Fortbildung ist auch in anderen Bundesländern entsprechend der jeweiligen Landesrettungsdienstgesetze gültig. Wir bieten die Fortbildung bei uns im Institut in Kiel und auf Wunsch bei Ihnen als Inhouse-Schulung an.

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NASIM 25

Das Einsatzpraktikum für die Qualifikation zum/zur Notärzt:in stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen: die entsendenden Kliniken, die hierfür Freistellungen organisieren müssen, genauso wie die Weiterzubildenden selbst, die, teils in der Freizeit und abhängig von der Einsatzfrequenz, zahlreiche Dienstschichten benötigen, um ein begrenztes Spektrum von Notfalleinsätzen zu absolvieren. Zudem kann die Qualität der Einsatzbegleitung und -nachbereitung heterogen ausfallen. Insgesamt wird das Ziel einer effektiven Vorbereitung auf die komplexe Tätigkeit im Notarztdienst häufig nicht erreicht. An dieser Stelle setzt das Konzept „NASIM 25“ an: Im Rahmen eines dreitägigen, standardisierten Kurses werden 25 relevante Notfallsituationen absolviert. Für die realitätsnahe Darstellung sorgt u.a. die Einbindung von Schauspiel-Patient:innen und High fidelity-Simulatoren, die Begleitung durch speziell geschulte Instruktor:innen, die Einsatzdurchführung im Simulations-RTW und die Kooperation mit der Feuerwehr bei der technischen Rettung.

Das IRuN war bei der Erarbeitung deutschlandweit

einheitlicher Standards für dieses Kursformat beteiligt.

Die positive Bewertung durch die bisherigen Teilnehmenden mit der Schulnote 1 ist für uns Motivation, das Kursformat weiterzuentwickeln und zu verbessern.

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LNA-Kurs – Qualifikationskurs zum/zur Leitenden Notarzt/Notärztin

LNA-Refresher Da größere Schadenslagen glücklicherweise sehr seltene Ereignisse sind, kommen Leitende Notärzt:innen im Rahmen ihrer Tätigkeit kaum zum Einsatz. Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin bietet gemeinsam mit dem Forum Leitende Notärzte Schleswig-Holstein e.V. (FLN SH) einen eintägigen Refresher Kurs an den Standorten Kiel und Lübeck an, der auf die Bedürfnisse von Leitenden Notärzt:innen zugeschnitten ist.

Massenanfälle von Verletzten und Erkrankten sind ein eher seltenes Ereignis, fordern aber von der Abschnittslei tung Rettungsdienst schnelle und weitreichende Entschei dungen. Um diese Entscheidungen gut und sicher treffen zu können, bedarf es einer fundierten Ausbildung und Erfahrung. Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin hat es sich zur Aufgabe gemacht, angehende Leitende Notärzt:innen bestmöglich auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten. Unser Kurs bereitet Sie umfassend gemäß den Vorgaben der Bundesärztekammer auf die Tätigkeit als Leitender Notarzt/Leitende Notärztin vor und bietet eine Aus bildung in den Bereichen Führungskompetenz und Krisenmanagement. Die praxisorientierten Übungen und Simulationen ermöglichen Ihnen, das Gelernte direkt unter realistischen Bedingungen zu trainieren und zu vertiefen.

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CRM-Intruktor:innenkurs

Für optimale und nachhaltige Lernerfolge in medizinischen Simu lationstrainings sind strukturierte und empathische Debriefings essentiell. Während des Debriefings findet eine Reflexion über das Geschehen und die Ereignisse im Szenario statt. Es werden die Handlungen, Gedanken und Emotionen der Teilnehmenden erarbeitet und analysiert. Dies führt zu einer Verbesserung der Leistung des Einzelnen und des Teams in realen Situationen. Die Durchführung von medizinischen Simulationstrainings und die effektive Leitung eines Debriefing als Instruktor:in ist eine erlern bare Fähigkeit. Diese Fähigkeit kann durch die Teilnahme an unserem Instruktor:innenkurs erlernt und weiter ausgebaut werden. Werden Debriefings regelmäßig im klinischen oder präklinischen Alltag und nach besonderen Situationen und Einsätzen durchgeführt, können sie außerdem maßgeblich zur direkten Erhöhung der Patient:innen sicherheit beitragen. Für die Anerkennung und Durchführungserlaubnis von medizinischen Simulationskursen wird bereits jetzt von vielen Ärztekammern und Aufsichtsbehörden gefordert, dass die Kursleiter:innen oder Tutor:in nen einen 32-stündigen Instruktor:innenkurs absolviert haben.

Emergency Medicine observing Companion (EMOC) – Supervision in der Notfallmedizin

In Kooperation mit:

Die Versorgung von Notfallpatient:innen stellt hohe Anforderun gen an den Rettungsdienst und die einzelnen Teammitglieder. In vielen Berufen (z.B. in der Verkehrsfliegerei) findet regelmäßig eine Begleitung von Mitarbeitenden im Arbeitsalltag durch einen Beobachtenden („Supervisor“) statt. Ziel einer Beobachtung soll das Erkennen von Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten zur individuellen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sein. Mit der Qualifikation zum EMOC bieten wir Notärzt:innen und Notfall sanitäter:innen eine Vorbereitung auf die verantwortungsvolle Aufgabe als Beobachter:in in der Notfallmedizin. Im Rahmen des Kurses werden psychologische Grundlagen der Beobachteraufgabe und Aspekte der Kommunikation sowie die Rolle als „Companion“ beleuchtet. Es werden Ziele und Abläufe einer Beobachtung erarbeitet und praktisch umgesetzt.

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ERC-Provider-Kurse

Die Versorgung kritisch kranker Erwachsener und Kinder stellt das Behandlungsteam vor große Herausforderungen. Die Kurse des ERC (European Resuscitation Council) ermöglichen ein alltagsnahes Training im interprofessionellen und interdisziplinären Team. Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin bietet diese in Kooperation mit der Akademie des German Resuscitation Council (GRC).

European-Paediatric-Advanced-Life-Support-Kurs (EPALS) Dieser Kurs dauert zwei Tage und vermittelt alle theoretischen und praktischen Fertigkeiten, um den plötzlichen Herz-Kreis lauf-Stillstand bei Kindern zu behandeln. Über die Basis maßnahmen hinaus vermittelt er erweiterte Maßnahmen der Wiederbelebung bei Säuglingen und Kindern wie die Fremd körperentfernung, das Erkennen des kritisch kranken Kindes, das Atemwegsmanagement, die Arrhythmiebehandlung, das Trauma-Management sowie die Wiederbelebung des Neuge borenen einschließlich Stabilisierung, Monitoring und Transport des kritischen kranken Kindes.

Advanced-Life-Support-Kurs (ALS) Dieser Kurs vermittelt alle theoretischen und praktischen Fertigkeiten, um den plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand bei Erwachsenen zu behandeln. Der Kurs dauert zwei Tage und ist sehr praxisintensiv, ein:e Instruktor:in betreut drei Teilnehmende, um eine enge und effektive Betreuungsrelation zu gewährleisten. Zusätzlich werden spezielle Situationen wie die Reanimation bei Trauma, bei Vergiftungen, Asthma, Anaphylaxie, Elektrolytstörungen und Hypothermie trainiert.

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High-Performance CPR

Der außerklinische Herz-Kreislauf-Stillstand ist ein häufiges Krankheitsbild und trotz vieler Anstrengungen zur Optimierung der rettungsdienstlichen und klinischen Versorgung mit einer hohen Letalität verbunden. Betroffene können bei optimaler Behandlung mit einem guten neurologischen Outcome aus dem Ereignis hervorgehen. Die Rate der Überlebenden zwischen verschiedenen Rettungsdienstbereichen national und international variiert deutlich. In Deutschland betrug die Überlebensrate im Jahr 2023 10 % und im Jahr 2024 11 %. Veröffentlichte Ergebnisse aus Seattle/King County, USA belegen einen deutlichen Anstieg der Überlebensrate von 26 % (2002) auf über 50 % (2013) und aktuell auf 56 % der Personen mit außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand unter Anwendung der High-Performance CPR. Dies stellt eine der höchsten Überlebensraten weltweit dar. Als Anbieter der Resuscitation Academy Deutschland schulen wir Sie in unserem eintägigen Kurs Schritt für Schritt in jedem einzelnen Modul der High-Performance CPR, angelehnt an die Erkenntnisse aus Seattle. Danach sind Sie in der Lage, selbstständig die High-Performance CPR durchzuführen.

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Notfalltraining für Praxen , Apotheken und externe Kliniken

Ein Notfall wie eine anaphylaktische Reaktion oder ein Herz Kreislauf-Stillstand entsteht schnell, unerwartet und überall. Gerade in einer Arztpraxis oder einer Klinik ist dies jederzeit möglich. Schnelles, zielgerichtetes Handeln und richtige Entscheidungen unter hohem Zeitdruck sind erforderlich, um die bestmögliche Patient:innenversorgung zu gewährleisten. Damit Sie und Ihre Mitarbeitenden optimal auf diese Situationen vorbereitet sind, bietet das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin Ihnen hierfür eine intensive und fachpraktische Notfallschulung an. Unter der Anleitung erfahrener Dozentinnen und Dozenten aus klinischer und präklinischer Notfallmedizin trainieren Sie praxisnah Diagnostik und Therapie von notfallmedizinischen Krankheitsbildern sowie die Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators. Dabei sind die jeweils aktuellen ERC-Guidelines Grundlage unseres Unterrichtes. Um einen hohen Praxisanteil zu gewährleisten, steht je zwei Teilnehmenden ein Wiederbelebungsphantom zur Verfügung.

Für externe Kundinnen und Kunden bieten wir individuelle Inhouse Schulungen in Ihrer Praxis oder Ihrer Klinik an. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot.

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ANNA – Atemwegsmanagement und Narkose in Notfall- und Akutmedizin

Das Freimachen und die Sicherung der Atemwege sind wesentliche Aufgaben des Rettungsdienstfachpersonals, der Notärzt:innen, aber auch von Ärzt:innen und Pflegekräften der klinischen Notfall- und Akutbereiche. Das reine Beherrschen einer einzelnen Fertigkeit beweist jedoch nicht, dass diese auch unter schwierigen Bedingungen in einem möglicherwei se unbekannten Team immer gelingt. Hier setzt der Kurs für Atemwegsmanagement und Narkose in Notfall- und Akutmedizin (ANNA) an. Das Kurskonzept ANNA vermittelt neben diversen Fertigkeiten vor allem die Interak tion und Teamarbeit bei der Atemwegssicherung und Notfall narkose im Rahmen von simulationsgestützten Szenarien. Es geht darum, ein komplexes Maßnahmenbündel inner halb eines Teams im geschützten Umfeld von Simulationen zu trainieren. Neben den fachlichen Inhalten, die uns durch die bekannten S1-Leitlinien zum prähospitalen Atemwegs management und zur prähospitalen Notfallnarkose zur Verfügung stehen, geht es im Kurskonzept ANNA um eine strukturierte Herangehensweise im Team. Dabei haben auch Themen aus dem Bereich der Non-Technical Skills eine rele vante Bedeutung. Der ANNA-Kurs bedient sich am didakti schen Konzept des Blended Learning. Zur Kursvorbereitung bekommen die Teilnehmenden vier Wochen vor dem Kurs die digitalen Kursunterlagen zugesandt. In der Präsenzphase liegt der Schwerpunkt auf dem praktischen Training von Fertigkei ten und Handlungsabläufen.

In Kooperation mit:

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Spezialkurs Intensivtransport nach dem Curriculum der DIVI Die Veränderungen in der Krankenhauslandschaft und die Bündelung hoch spezialisierter Ressourcen in Zentren führen zu einer steigenden Zahl von Interhospitaltrans porten, die von Ärzt:innen begleitet werden. Nicht zuletzt die Pandemiesituation durch SARS-COV-2 mit der Not wendigkeit einer effektiven Auslastung von Beatmungska pazitäten zur Ressourcenschonung hat dies eindrucksvoll bestätigt. Dabei stellen die Überwachungs- und Behand lungsstandards sowie die lückenlose Fortführung der intensivmedizinischen Therapie hohe Anforderungen an das medizinische Können des begleitenden Personals. Auf der Grundlage des neuen Curriculums der Deutschen In terdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedi zin (DIVI) haben wir einen Kurs entwickelt (20 Std.), der Sie durch einen hohen Praxisanteil optimal auf die aktuellen Herausforderungen von Intensivtransporten vorbereitet. In Kooperation mit:

Notfallmedizinisches Skilltraining Die aktuelle Situation des Gesundheitswesens, mit jährlich steigenden Einsatzzahlen für den Rettungsdienst, machen die Notfallmedizin immer komplexer. Zudem steigen die Anforderungen an Notärzt:innen und Notfallsanitäter:in nen und an deren interprofessionelle Zusammenarbeit. Das ganztägige Skilltraining des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin richtet sich an angehende und bereits aktive Notärzt:innen sowie an Notfallsanitäter:innen und Notfallpflegende. Ziel ist es, seltene, aber potenziell lebensrettende invasive Maßnahmen realitätsnah und praxisorientiert zu trainieren. Dieses Format ist bewusst interprofessionell ausgerichtet, da bei selten angewende ten Maßnahmen in der Notfallmedizin das Zusammen spiel im Team entscheidend ist. Dabei werden sowohl der Gesamtablauf als auch der Umgang mit dem erforder lichen Material gezielt trainiert.. Es erfolgt eine gründliche und umfassende Anleitung durch erfahrene Instruktor:in nen. Die Teilnehmenden haben im Anschluss daran die Möglichkeit, das Erlernte an Tiermodellen, Models und Mannequins ausreichend zu üben.

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Das IRuN organisiert und betreut für seine vertraglich angebundenen Klinikausbildung Notfallsanitäter:innen

Notarzttätigkeit

Notfallsanitäter:innenschulen die praktische Ausbildung der Auszubildenden im UKSH Kiel und Lübeck. Dazu stehen den Schüler:innen erfahrene Praxisanleitende vom Begrüßungstag bis zum Abschlussgespräch mit Rat und Tat zur Seite. Die praktische Ausbildung orientiert sich kontinuierlich an aktuellen Anforderungen und erfüllt höchste Qualitätsstandards. Eine gezielte Vorbereitung mit Simulationen und Praxistagen im Bereich Intensivmedizin und Anästhesie run den die klinische Ausbildung am UKSH ab.

Darüber hinaus ist unser Team in den Notarzt-, Telenotarzt- und ITW-Dienst der Stadt Kiel einge bunden. Ein Teil unserer Ärzt:innen sind zudem als Leitende Notärzt:innen aktiv. Die Klinikausbildung für Notfallsanitäter:innen der Berufsfeuerwehr Kiel wird ebenfalls durch unser Team betreut.

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GeburtsSIM – geburtshilfliches Simulationstraining für den Rettungsdienst Geburtshilfliche Notfälle stellen für Rettungsfachpersonal und No tärzt:innen eine besondere Einsatzsituation im Rettungsdienst dar, sind doch in diesen seltenen Fällen meist mehr als nur eine Patientin zu ver sorgen. Der Rettungsdienst kann im Umgang mit Schwangeren neben einem regulären Geburtsverlauf auch mit geburtshilflichen Notfällen konfrontiert werden und sollte daher in der wichtigen Erstversorgung des Neugeborenen trainiert sein. Unser interdisziplinär und interprofessionell gemeinsam mit Geburts helfern, Neonatologen, Hebammen und Notfallmedizinern erarbeitetes Kurskonzept sieht einen eintägigen Kurs über acht Unterrichtseinheiten vor. Das Programm spannt einen Bogen vom regelrechten Geburtsver lauf über Abweichungen und Komplikationen bis hin zur Erstversorgung des Neugeborenen und bedient sich einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis.

TraumaManagement ®

TraumaManagement ® Premium ist ein dreitägiger Inten sivkurs mit 32 Unterrichtseinheiten, der sich an erfahrene Notärzt:innen sowie Rettungsdienstpersonal (RA, NFS) richtet. In einem Wechsel aus kompakten Theorieeinhei ten und praxisnahen Übungen in Kleingruppen werden strukturierte Maßnahmen zur prioritätenorientierten Ver sorgung von Traumapatient:innen vermittelt. Besondere Schwerpunkte liegen auf dem Teamwork, dem sicheren Umgang mit kritisch Verletzten sowie auf realitätsnahen Szenarien mit videobasiertem Debriefing. Inhalte sind u. a. Atemwegssicherung, Thorax- und Schädel-Hirn-Trauma, Blutungskontrolle, Schockraummanagement sowie Team Ressourcen-Management. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmenden eine digitale Literaturliste sowie einen verpflichtenden Pre Test. Nach erfolgreichem Abschluss wird das Zertifikat „TraumaManager ® “ mit vierjähriger Gültigkeit verliehen.

Das Training der praktischen Fertigkeiten und Interaktion basiert auf Skillstrainings und Simulation und bezieht sich hinsichtlich Materials und Simulationsumgebung auf die rettungsdienstlichen Besonderheiten.

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ZuSAGEN – sofortige Psychische Erste Hilfe und funktionelle Resilienz

Das ZuSAGEN Konzept ist für die Anwendung in Situationen entwickelt worden, die potenziell als traumatisch wahrgenommen werden können. Ziel ist es, sofortige Psychische Erste Hilfe frühestmöglich nach dem Geschehen verfügbar zu machen. Ersthelfende und Einsatzkräfte (BOS) sowie Beschäftigte im Ge sundheitswesen, dem Bildungssystem und Unternehmen können vom Training profitieren – einerseits, um sofortige Psychische Erste Hilfe für den Betroffenen zu leisten, anderseits stärkt ein Training die wichtigen Aspekte der eigenen Selbstwirksamkeit sowie die funktionelle Resilienz. Als Fachkraft im beruflichen Umfeld sind die originären Aufgaben häufig andere. Gerade dort kann ein standardisiertes Konzept Sicherheit und Orientierung in der Anwendung bieten, um eine effektive Antwort und optimale Aufgabener füllung zu erreichen.

Das ZuSAGEN Konzept beinhaltet einige Interventionsprinzipien. Jedes Prinzip bietet verschiedene Verhaltensweisen und verbale Techniken, um Stressreaktio nen zu reduzieren und die Selbstwirksamkeit wiederherzustellen.

ZuSAGEN ist ein deutschsprachiges Konzept für sofortige Psychische Erste Hilfe und funktionelle Resilienz. Es basiert auf dem Six Cs Modell, dem nationalen israelischen Konzept für Psychische Erste Hilfe. ZuSAGEN ist anerkannt und lizensiert durch das International Center for Functional Resilience (ICFR)/Israel.

Austausch und Praxisbeispiele während des Trainings sollen einen bestmög lichen Kompetenztransfer unterstützen.

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Bei Fragen kann man immer auf jeden zukommen. Hier wird gegenseitig aufeinander geachtet und das finde ich schön. Tom Kemezys, FSJ

Vielfalt am IRuN heißt für mich, unterschiedliche Disziplinen zu vereinen, um Fortschritte zu erzielen und die Stärken der

Einzelnen zu nutzen. Vera Dendorfer, Projektkoordinatorin

Weitere Informationen zu unserem Kursangebot finden Sie unter: www.uksh.de/notfallmedizin

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Studentische Studentische Lehre Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin ist aktiv an der Gestaltung der notfallmedizinischen Lehre an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts Universität beteiligt. So halten Mitarbeitende des IRuN Vorlesungen im Rahmen des Querschnittsbereichs 8 Notfallmedizin im Studium der Humanmedizin.

Die Themen der Vorlesungsreihe tangieren die wichtigsten notfallmedizinischen Bereiche und ermöglichen den Studierenden einen interdisziplinären Einblick in die Notfallmedizin. Darüber hinaus bietet das IRuN den Studierenden der CAU die Möglichkeit, in offenen BLS und ENM Kursen ihr im Studium erworbenes Wissen zu vertiefen und praktisch weiter zu trainieren. Weiterhin unterstützt das IRuN die studentische Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin mit Material, Räumen und Expertise, in der Studierende für Studierende die notfallmedizinischen Basics didaktisch aufbereiten und in einem freiwilligen Kursangebot vermitteln. Das IRuN begrüßt dieses studentische Engagement ausdrücklich und ist hier gerne unterstützend tätig.

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Lehre

Erweiterte Notfallmaßnahmen für PJ‘ler

Dissertationen Mit mehr als 320 Publikationen, zahlreichen Doktorand:innen für die Erlangung des Dr. med. oder des Dr. rer. medic. stellt das IRuN seine wissenschaftliche Ausrichtung unter Beweis. Mit dem Schwerpunkt der Versorgungsforschung in den Themenfeldern Reanimation und Notfallmedizin bietet das IRuN interessierten Studierenden der CAU die Möglichkeit zur Erlangung der Doktorwürde. Darüber hinaus können Bachelor- oder Masterarbeiten in den nicht-medizinischen Studiengängen im Insitut für Rettungs- und Notfallmedizin angefertigt werden. Beginnend bei der Erkennung eines drohenden Herz-Kreislauf-Stillstands sowie dessen Vermeidung, über die Betreuung von kritisch kranken Patient:innen in den ersten Minuten bis hin zu Maßnahmen der Herz-Lungen- Wiederbelebung ist dieser Kurs für die curriculare Lehre konzipiert. Dieses Schulungskonzept wurde zudem auf die internationalen Empfehlungen zur Reanimation und innerklinischen Notfallversorgung abgestimmt und bedient sich einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis. Das Training der praktischen Fertigkeiten und Interaktion basiert auf Skill-Trainings und Szenarien-Simulation, wobei die innerklinischen Besonderheiten des UKSH berücksichtigt werden. Die Versorgung von Notfallpatient:innen im UKSH erfordert eine optimale Vorbereitung. Gemeinsam mit den beiden Kliniken für Anästhesiologie und Kardiologie, aufbauend auf dem Basis-Notfall-Training, wurde das Schulungskonzept „Erweiterte Notfallmedizinische Maßnahmen (ENM)“ entwickelt. Dieses steht auch Studierenden im PJ der CAU am UKSH zur Verfügung.

In den Themenfeldern Reanimation und Notfallmedizin bietet

das IRuN interessierten Studierenden der CAU die Möglichkeit zur Erlangung der Doktorwürde.

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Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin veröffentlicht regelmäßig national und international wissenschaftliche Arbeiten zu notfallmedizinischen Themen. In den letzen zehn Jahren wurden über 320 Publikationen veröffentlicht.

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Forschung (Forschungs-)Projekte

Wir sind interdisziplinär in Forschungsvorhaben, Studien, Projekten und Fachgremien aktiv. Unsere durch Drittmittel geförderten (Forschungs-)Projekte bilden ein breites Spektrum ab und beschäftigen sich mit: • telenotfallmedizinischen Versorgungsformen • katastrophenmedizinischer Qualitätssicherung • neonatologischer Notfallversorgung • strategischer Verlegung von COVID-19 Intensivpatient:innen und Patient:innen aus der Ukraine • rettungsdienstlicher Versorgung im ländlichen Raum • Verbesserung der Qualität und Zugänglichkeit notfallmedizinischer Lehre und Simulation • unserem Forschungsschwerpunkt, der Reanimationsforschung, mit dem Deutschen Reanimationsregister, internationaler Registerforschung, Kinderreanimation, der deutschen Resuscitation Academy und „Schüler retten Leben“. Unsere Mitarbeitenden sind in einer Reihe nationaler und internationaler Fachgremien aktiv und in unterschiedlichen Funktionen berufen. Mit über 320 Publikationen, acht Büchern und zahlreichen Kongressbeiträgen in Deutschland und weltweit tragen wir so maßgeblich zur (Weiter-)Entwicklung neuer wissenschaftlicher Leitlinien, Konzepte und Fachverbände auf nationaler und internationaler Ebene bei.

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LAUFEND

Deutsches Reanimationsregister

ZUSAMMENFASSUNG

JAHRESSTATISTIK

MONATS- UND QUARTALSBERICHTE

DATENBANK DES DEUTSCHEN REANIMATIONSREGISTERS

In den vergangenen Jahren ist das Deutsche Reanimationsregis ter – German Resuscitation Registry (GRR®) – zu dem Quali tätsmanagementinstrument rund um außer- und innerklinische Wiederbelebungsmaßnahmen geworden. Derzeit nehmen 239 Rettungsdienste, 240 Medizinische Einsatz- bzw. Notfallteams sowie 146 registrierte Cardiac Arrest Center am Deutschen Reani mationsregister teil. Diese haben seit der Gründung im Jahr 2007 mehr als 560.000 Datensätze (Stand: Juli 2025) in den Bereichen Erst-, Weiter- und Langzeitversorgung erfasst. Über diese lässt sich die Patient:innenversorgung vom Zeitpunkt des Geschehens, über die Notfall- und Weiterversorgung bis hin zur Entlassung der Patient:innen nachvollziehen. Mithilfe des Deutschen Reanimationsregisters ist den teilnehmen den Institutionen eine standardisierte Erfassung und umfangreiche Auswertung der eigenen Einsätze möglich. Mittels Benchmarking lassen sich die anonymisierten Kennzahlen aller am Register teil nehmenden Standorte vergleichen. Darüber hinaus werden wichti ge Fragestellungen der Versorgungs- und Gesundheitssystemfor schung aus dem Deutschen Reanimationsregister beantwortet.

ÖFFENTLICHER JAHRESBERICHT

ONLINE TOOL

STUDIEN UND PUBLIKATIONEN

Übersicht der Datenbank des Deutschen Reanimationsregisters

Das Deutsche Reanimationsregister veröffentlicht regelmäßig die aktuellen Zahlen aus der prä- und innerklinischen Reanimation

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Vielfältige nationale und internationale Kooperationen Auf Initiative des Deutschen Reanimationsregisters wurde im Jahr 2007 eine Zusammenarbeit der europäischen Reanimationsre gister initiiert. Ziel ist, die Qualität von Reanimationsmaßnahmen international zu erfassen, zu analysieren und zu optimieren. Das europäische Reanimationsregister (EuReCa) umfasst aktuell 29 Na tionen. Darüber hinaus ist das Organisationskomitee des Deutschen Reanimationsregisters in die Leitlinienentwicklung zur Reanimation auf nationaler und internationaler Ebene eingebunden. Weiterhin werden vielfältige wissenschaftliche Kooperationen gepflegt und Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Jahrestreffen des Deutschen Reanimationsregisters, ausgerichtet. Koordination am Institut für Rettungs- und Notfallmedizin Das Deutsche Reanimationsregister wird von der Deutschen Ge sellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) mit Sitz in Nürnberg getragen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Die Aufgaben und Tätig keiten des Deutschen Reanimationsregisters sowie die Arbeit des Organisationskomitees organisiert und koordiniert das IRuN. Die Teil nehmerverwaltung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der DGAI. Eine Übersicht aktueller wissenschaftlicher Arbeiten und Beiträge aus dem Deutschen Reanimationsregister sowie weitere Informatio nen rund um das Register stehen unter www.reanimationsregister.de zum Abruf bereit.

Gefördert durch:

Deutsches Reanimationsregister in Zahlen

Teilnehmende Standorte

Rettungsdienste 239 Kliniken 240

Cardiac Arrest Center 146

Datensätze in der Datenbank 568.880

Stand: Juni 2025

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LAUFEND

EuReCa – European Registry of Cardiac Arrest

Im Jahr 2007 initiierte der ERC eine Kampagne für die europawei te Zusammenarbeit von Reanimationsregistern zur verbesserten Erfassung und Analyse von Herz-Kreislauf-Stillständen in Europa. Die Einrichtung eines europäischen Reanimationsregisternetz werkes soll die internationale Analyse von Wiederbelebungsmaß nahmen in verschiedenen Rettungsdienstsystemen ermöglichen. EuReCa bietet sowohl den bestehenden Registern die Möglichkeit zur internationalen Zusammenarbeit und damit eine Plattform für gemeinsame wissenschaftliche Aktivitäten, als auch weiteren Ländern und Regionen ohne ein existierendes Reanimations register die Möglichkeit, für einen definierten Zeitraum Daten zu erfassen und sich somit an den EuReCa-Studien zu beteiligen. Darüber hinaus eröffnet es diesen Ländern die Chance, auf die Expertise der EuReCa-Teilnehmenden zurückzugreifen und diese zum Aufbau eigener Register zu nutzen. EuReCa ist eine Initiative des ERC. Eine Basis-Finanzierung für Netzwerktreffen erfolgt durch den ERC. Die nationalen, beteilig ten Reanimationsregister finanzieren ihren Anteil jeweils eigen ständig. Insgesamt stehen für die Studien und das Netzwerk derzeit begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Dennoch werden die EuReCa-Studien durch ein großes Engagement der teilnehmenden nationalen Register mit großem Erfolg durch geführt. Nur ein Teil der teilnehmenden Register bildet die jeweilige ganze Nation ab. Die nationalen Koordinatorinnen und Koordinatoren sind für die Durchführung der EuReCa-Studien auf der nationalen Ebene verantwortlich und haben dadurch einen erheblichen Anteil am Erfolg des Gesamtprojekts.

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LAUFEND

GOHCAR – Global OHCA Registry Collaborative

GOHCAR wurde im Jahr 2018 unter der Beteiligung des Deutschen Reanimationsregisters und organisatorisch unterstützt durch das IRuN mit der Idee ins Leben gerufen, den Austausch zwischen den großen Reanimationsregis tern international zu verbessern und Forschungsinitiativen zu koordinieren. Der Austausch soll dabei offen und auf einer informellen Ebene erfolgen. Gründungsmitglieder sind EuReCa (Europa), CARES (USA), PAROS (Asien) und Aus-ROC (Australien und Neuseeland). Im Jahr 2024 ka men Can-ROC (Canada) und BASIC (China) hinzu. Einmal jährlich finden Netzwerktreffen statt. Für 2026 wird Kiel mit dem Institut für Rettungs- und Notfallmedizin Austragungsort des nächsten internationalen GOHCAR Meetings sein.

Teilnehmende Register

Aus dem Netzwerk heraus werden regelmäßig online Tuto rials für alle an der Reanimationsforschung Interessierten zu aktuellen Themen der Registerforschung organisiert.

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NEU AB 2026

eSNA – einheitliche strukturierte Notrufabfrage

Das Projekt eSNA wird aus dem Innovationsfond des GBA (Bereich Versorgungsforschung) mit voraussichtlicher Laufzeit vom 01.04.2026 bis 31.03.2029 gefördert und wird gemeinsam vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, dem Fachverband Leitstellen e.V., dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der LMU und dem IRuN durchgeführt. Ziel des Projekts ist die Erarbeitung evidenzbasierter Kriterien zur Erkennung und Differenzierung von Notfällen sowie Übergabepunkten als gemeinsame Arbeitsgrundlage für Leitstellen der 112 und der 116117. Die Patient:innensteuerung in der Akut- und Notfallversorgung muss optimiert werden, dazu muss die inhaltliche Abstimmung von 116117 und 112 erfolgen und eine widerspruchsfreie und rechtssichere Überleitung von Hilfesuchenden in den jeweils anderen Zuständigkeitsbereich ermöglicht werden (Prinzip des Gemeinsamen Notfallleitsystems). Um die Ressourcen der Notfallversorgung optimal einsetzen zu können, besteht die Herausforderung, die Abfrage so zu gliedern, dass Fälle geringerer Dringlichkeit sicher erkannt werden, ohne zeitkritische Notfälle zu unterschätzen. Darüber hinaus müssen Fragen für die Anrufenden verständlich und eindeutig beantwortbar sein. Weder Fragen noch Antworten dürfen Raum zur Interpretation lassen, damit die Situation vom Leitstellenmitarbeitenden klar erfasst werden kann.

Das IRuN übernimmt in diesem Projekt die Evaluation: Im ersten Teil des Projekts wird der Prozess der Konsensusfindung der Experten zur Festlegung der abzufragenden Symptome und Patient:innenzustand im Sinne einer Prozessevaluation eng begleitet. Nach abschließender Festlegung des Fragenkatalogs wird außerdem die medizinische Präzision des Abfragealgorithmus (auch im Vergleich zu aktuell angewandten Systemen) evaluiert und die Fragen hinsichtlich Laienverständlichkeit geprüft.

Projektförderer: Gemeinsamer Bundesausschuss

Fördersumme: 618.497 € Projektzeitraum: 01.04.2026 - 31.03.2029

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NEU AB HERBST 2025

iRAD

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Die Versorgung von Patient:innen nach innerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand in Deutschland weist anhand der Daten im Deutschen Reanimationsregister trotz leit liniengerechter Behandlung und etablierter Qualitätsstandards zum Teil noch deutlich geringere Ergebnisse auf als in anderen Ländern. Dem soll in einem strukturierten Prozess mit der innerklinischen Resuscitation Academy Deutschland (iRAD) auf Basis der im November 2023 veröffentlichten Ten Steps Toward Improving In-Hospital Cardiac Arrest Quality of Care and Outcomes begegnet werden. Ziele der iRAD sind die systematische und nachhaltige Verbesserung der Ergebnisqualität und des Überlebens nach einem innerklinischen Herz- Kreislauf-Stillstand, das Erreichen von Exzellenz in der Reanimationsversorgung im gesamten System und die weitere Opti mierung der Versorgung von Patient:innen mit innerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand. Alle zwei Jahre können sich Kliniken zur Teilnahme an der iRAD über 24 Monate anmel den. In diesem Zeitraum erfolgen vier aufeinander aufbauende Leadership-Workshops über jeweils 2,5 Tage für rund 3-5 Personen pro Klinik, außerdem zwei Science-Nights zum wissenschaftlichen Austausch mit Möglichkeiten der nationalen und internationa len Vernetzung sowie zusätzlich zwei online- bzw. hybride Veranstaltungen.

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DEUTSCHLAND

Projektförderer: Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI e.V.)

Projektzeitraum: 01.10.2025 - 30.09.2029

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