Freihafen.
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Citadellet Frederikshavn.
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der Einfahrt in den Freihafen endet. (Von hier Motor-
bootfahrt durch den alten Hafen, zuriick nach der Stadt;
Anlegestelle Hojbro).
Der Blick nach Osten iiber
den Sund mit dem Fort
Tre Kroner
(Drei Kronen), nach
Westen iiber den Freihafen ist einzig schon.
Dieser
erhohte Teil der Langelinie bildet zugleich das kolossale
Dach der unterhalb liegenden Packhåuser, welche die La
dungen der unten an der Seeseite der Mole anlegenden
Schiffe empfangen. Der Freihafen wurde 1894 eroffnet und
spater bedeutend erweitert. Die Wassertiefe des Hafens
betragt bis zu 31 FuB; es konnen auch die tiefstgehenden
Handelsschiffe einlaufen. Die gesamte Anlage fiir Hebung
der Schiffslasten usw. wird durch Elektrizitåt betrieben.
Die Packhåuser erstrecken sich iiber eine Bodenflåche von
etwa 200000 qm, die gesamte Kailånge erreicht 47 km; es
sind vorhanden iiber 40 elektrische Kråne, 7 Dampfkråne,
eine pneumatische Getreideloschanlage und åhnliche Ein-
richtungen. Die groBten Bassins sind das Mittelbassin, das
Ostbassin, der Nordhafen, das Kronelobsbassin.
Vom groBen
Viadukt,
welcher das Gelånde des
Ostbahn-
hofs
iiberspannt, fiihrt der Weg iiber den Gefionsplatz
(II. 52 n), mit
demMonument
desLehrers der Ohrenheilkunde
Hans Vilh. Meyer
(von Bissen und Runeberg), nach der
Kristianiagade;
r.
das
Blinden-Institut,
1811 von der Ge-
sellschaft „K jåden“ (die Kette) gegriindet, mit Platz fiir
etwa 110 interne und 30 externe Schiiler. Die ersteren
werden im Alter von 11— 12 Jahren aufgenommen und
bleiben in der Anstalt bis zum 18. Jahr, die letzteren konnen
auch in spåterem Alter beim Eintritt der Blindheit Auf-
nahme finden.
L. Hagemanns Kollegium,
ein pråchtiges
Studienheim fiir unbemittelte Studenten. Kastelsvej 16
die
Gemåldesammlung
von Generalkonsul Hansen (Eintr.
s. S. 38). Kristianiagade bildet das Zentrum des vornehm-
sten Stadtteils von Kopenhagen.
Den Riickweg nach der Stadt tritt man — wieder iiber
den groBen
Viadukt
— durch das Kastell Citadellet Fre
derikshavn (
Kastellet;
II. 52 u) an. Es wurde unter Chri
stian IV. angelegt, von Frederik III. vollendet und bildet
heute inmitten des Lårms der GroBstadt ein ungemein
stilles, friedliches und altertiimliches Plåtzchen. Von den
nach Osten gelegenen åuBeren Wållen der kleinen Festung
hat man eine herrliehe A u ss ich t auf den Sund und den




