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nicht sofort eine Rückmeldung bekommt

und die Klärung daher länger dauert.

In einem Forschungsprojekt der Uni-

versität Bremen wurde die Kommunikati-

on bei Arzneimittelinteraktionen mit stan-

dardisierten Faxvorlagen untersucht.

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Die

Rückläuferquote lag bei knapp 70 Prozent.

In DAC/NRF befinden sich Kommunikati-

onshilfen in Form von zwölf Musterbriefen

(Abb. 2). Diese Dokumente decken die häu-

figsten Fälle der Rücksprachen in Bezug auf

Rezepturarzneimittel ab. Sie dienen nicht

nur der Information des Arztes, sondern

auch der Dokumentation des Problems,

und sie bieten zudem noch Raum für mög-

liche Lösungsvorschläge. Damit der Arzt

seine Entscheidung dokumentieren kann,

enthalten die Musterbriefe auch ein Feld,

in das der Arzt seine Argumentation, eige-

ne Vorschläge, seine Zustimmung oder an-

dere Stellungnahmen schriftlich eintragen

kann.

Die Dokumentation der Kommunika-

tion verhindert, dass man zu identischen

Rezepturformeln mehrfach anfragt und

sie dient als Beleg für das Ergebnis sowohl

in der Arztpraxis als auch in der Apotheke.

Die zu häufige Kontaktaufnahme mit der

Praxis, auch in weniger gravierenden Fäl-

len, kann dazu führen, dass die schwer-

wiegenden Probleme nicht mehr beachtet

werden. Daher sollte man vor jeder Rück-

frage entscheiden, ob das Problem eigen-

verantwortlich in der Apotheke zu lösen

ist. Eine Optimierung des Rezepturarznei-

mittels ist häufig nicht nötig, wenn man

die Haltbarkeit entsprechend begrenzt.

Die reine Kritik an der ausgestellten

Verordnung ist wenig nützlich. Konstruk-

tive Lösungsvorschläge sollten das thera-

peutische Konzept des Arztes aufgreifen

und unterstützen. Dabei ist es sinnvoll

auch auf die Vorteile der modifizierten

Rezepturformel hinzuweisen, z. B. dass sie

günstiger ist oder die Aufbrauchsfrist ver-

längert werden kann.

Kritisch wird die Kommunikation be-

sonders dann, wenn sie die Kompetenz des

Gesprächspartners berührt.

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Greift eine

Apotheke in die Therapie ein, wird dies als

Überschreitung der Kompetenz wahrge-

nommen und eine zielführende Kommu-

nikation erschwert oder gar unmöglich

gemacht. Hier ist Fingerspitzengefühl ge-

fragt. Unter- oder Überschreitung der the-

rapeutischen Konzentration eines Wirk-

stoffes können dem Arzt beispielsweise

ignorieren sollen. Im Rahmen der ord-

nungsgemäß durchgeführten Plausibili-

tätsprüfungmüssendiese Punktebeachtet

und geklärt werden. Dabei ist die vorsichti-

ge Rücksprache mit dem Arzt anzuraten,

um die Hintergründe der Verordnung zu

eruieren. Die pauschale Zurückweisung der

Rezepturverordnung ist keinesfalls eine

Option. Betrifft das Problem galenische

bewusst und für eine bestimmte Therapie

sinnvoll sein. Therapieleitlinien und Dosie-

rungstabellen bieten einen Anhaltspunkt

für sinnvolle Therapieschemata und Do-

sierungen, sie können aber Erfahrung und

individuelle Betreuung kaum ersetzen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Apo-

thekenmitarbeiter unklare Therapieprin-

zipien oder Konzentrationsabweichungen

Datum

Rezepturrückfrage wegen Unklarheit:

Behebung eines pharmazeutischen Qualitätsmangels durch Modifikation bzw. Alternative

Sehr geehrte Frau / Sehr geehrter Herr ............................................................................................ ,

Ihre Rezepturanforderung (Anlage) für Frau / Herrn........................................................................

(Name des Patienten)

lässt sich nicht ohne Weiteres nach den anerkannten pharmazeutischen Regeln stabil herstellen.

Es kommt zu Unverträglichkeiten mit unzulässiger Qualitätsminderung.

€

Wirkstoff / Konservierungsstoff ................................................................................... fällt aus.

€

Phasentrennung tritt auf.

€

Zubereitung verfärbt sich.

€

Wirkstoff zersetzt sich rasch.

€

Zubereitung ist unzureichend konserviert und mikrobiell anfällig.

Mit der Bitte um Ihr Einverständnis schlage ich folgende galenische Modifikation bzw.

Alternative vor:

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

(Apothekerin / Apotheker)

Anlage:

Rezeptkopie

Anschrift der Apotheke /

Ansprechpartner

Anschrift des

verschreibenden

Arztes

Stellungnahme des verschreibenden Arztes

(Datum/Signum)

Feststellung des verantwortlichen Apothekers für die Dokumentation

(Datum/Signum)

ABBILDUNG 2:

Kommunikationsvordruck aus DAC/NRF

AKWL Fortbildung Aktuell – Das Journal /

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DR. STEFANIE MELHORN