forum
poenale
6/2016
ARTICLES
356
Stämpfli Verlag
■
Zusammenfassung:
Der Aufsatz widmet sich dem straf
prozessualen Tatverdacht. Er umschreibt die einzelnen
Elemente des Tatverdachts und analysiert seine Bedeu
tung im Strafverfahren unter Berücksichtigung der po
lizeilichen Arbeit bei der Tatverdachtsgewinnung bzw.
verdichtung. Den Abschluss bildet ein Blick auf die Tat
verdachtsgenerierung auf der Basis nachrichtendienstli
cher Informationen.
Résumé:
L’auteur de la présente contribution se consacre
à la notion de soupçon de commission d’une infraction,
au sens du droit de procédure pénale. Il décrit les diffé
rentes composantes de cette institution et analyse sa si
gnification pour la procédure pénale, en considérant l’ac
tivité de la police dans les contextes de l’acquisition et
de la confirmation des éléments déterminants. En guise
de conclusion, l’auteur jette un oeil à l’émergence d’un
soupçon de commission d’une infraction sur la base d’in
formations fournies par des services de renseignements.
den, ob eine «schwere Straftat» vorliegt
(relative Gültig-
keitsvorschrift).
Selbstverständlich erscheint, dass die Be
weisverwertung ausgeschlossen ist bei Beweisen, die der
Nachrichtendienst unter Verletzung von Art. 141 Abs. 1
StPO erlangt hat.
77
Zusammenfassend ist also die Beweisverwertung von
nachrichtendienstlich erhobenen genehmigungspflichtigen
Informationen im Strafprozess zulässig, wenn «(1) der NDB
das Nachrichtendienstgesetz korrekt angewendet hat, (2)
die übermittelten Daten für die Aufklärung einer schweren
Straftat unerlässlich sind und (3) kein absolutes Verwer
tungsverbot zur Anwendung gelangt».
78
Stichwörter:
Tatverdacht, Polizei, Nachrichtendienst
Motsclés:
soupçon de commission d’une infraction, po
lice, service de renseignements
77
Ackermann/Vogler (Fn. 25), 181 ff.
78
Ackermann/Vogler (Fn. 25), 185.




