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GOLF TIME

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1-2018

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Mit der 2017 gestarteten Rolex Series wird es

für die Stars der PGA Tour deutlich interes-

santer, regelmäßige Abstecher in die alte Welt

zu wagen. Und viele aufstrebende und eta-

blierte Eurofighter halten dank dieser sieben

hochdotierten Events weiterhin der European

Tour die Treue, statt den Blick gen Westen

zu richten. Allein zwischen Mai und Juli wird

fünfmal in kurzer Folge um sieben Mio. Euro

Preisgeld gespielt. Vor allem die Turniere in

Paris (auf der Bühne des Ryder Cup 2018),

in Irland (mit Rory McIlroy als Gastgeber)

sowie in Schottland (in der Woche vor der

Open im schottischen Carnoustie) werden

zahlreiche U.S.-Stars dazu bewegen, sich um

einen Startplatz zu bewerben. Wir wünschen

uns mehr European Tour-Events mit Major-

Besetzung.

Max Kieffers Karriere auf der European Tour könnte man

so zusammenfassen: „Immer solide, selten gefährdet, nie

erfolgreich.“ Uns erinnert dies ein wenig an den Fußball-

club Bayer Leverkusen.

Seit seinem Rookie-Jahr 2013 absolviert Max Kieffer

pro Saison zwischen 25 und 29 Events. Im Race to Dubai

markiert ein 55. Rang (2015) seinen Topwert, meist wurde

Kieffer zwischen Position 70 und 90 gelistet. Selbstredend

wäre so ein Dasein als „Journeyman“, der nie etwas

gewinnt, jedoch Jahr für Jahr mitspielen darf, der Wunsch-

traum vieler aufstrebender Golfprofis. Doch der Golffan

hat das Gefühl, dass diese „Kiwi“ so langsam reif für das

nächste Level sein müsste.

9. MEHR TOP-STARS

AUF DER EUROPEAN TOUR

MAXIMILIAN KIEFFER

STARTET DURCH

Während der durchschnittliche Ama-

teurgolfer froh sein kann, wenn er für

eine Golfrunde weniger als 90 Schläge

benötigt, schieben die Berufsgolfer in

ihren Träumen ganz andere Nummern.

2016 stellte Stephan Jäger mit 58 Schlä-

gen auf der Web.com-Tour einen neuen

Rekord auf, eine Woche später zog Jim

Furyk auf der PGA Tour nach. „57“ lautet

nun die magische Zahl.

Auf einem Par 70-Kurs, wie er nicht

selten bei Profigolfturnieren gespielt

wird, bedeutet dies 13 Schläge unter

Par. Im Ansatz waren schon viele Profis

dran. Neun Bahnen, die in 27 (einmal

sogar in 26) Schlägen absolviert wur-

den, gab es schon häufiger, doch eine

Runde besteht bekanntlich aus 18

Bahnen. 2018 ist die Zeit reif für die 57,

gerne auf einer der großen Golfbühnen.

Tyrrell Hatton wirkt wie eine Art „Best of“

der beliebtesten Engländer im Profigolf.

Der 26-jährige Brite besitzt das Tempera-

ment eines Ian Poulter, die Körpergröße

von Luke Donald (1,75 Meter) und spielt

so erfolgreich wie Justin Rose. Doch in

den Köpfen der Golffans ist der dreifache

European Tour-Sieger noch nicht wirklich

angekommen. Vielleicht liegt es am

gewöhnungsbedürftigen Namen? Oder an

seinem eher unscheinbaren Äußeren?

Wir wünschen uns, dass sich Tyrrell

2018 als eines der Aushängeschilder der

European Tour und als feste Größe im

Ryder Cup-Team etabliert.

KEINER KENNT

TYRRELL HATTON

10. JEMAND

SPIELT EINE 57

Kubrick, Hendrix, Da Vinci, Mozart

– schon viele große Künstler muss-

ten unvollendet abtreten. Und auch

für das englische Trio Luke Donald,

Lee Westwood und Ian Poulter tickt

die biologische (Golf-)Uhr schon

ziemlich laut. Als Ü40-Spieler bleibt

ihnen nur noch ein sehr begrenzter

Zeitraum, um ihre Karriere mit dem

großen Meisterwerk „Major-Sieg“ zu

veredeln. 75 Profisiege bringen sie

gemeinsam auf die Waage, doch nie

war eines der vier großen Turniere

dabei. Luke und Lee wurden immer-

hin kurzzeitig als Nummer 1 der Welt

gelistet.

Wir wünschen uns, dass wenigsten

einer aus diesem dynamischen Trio

noch die Kurve kratzt und sich 2018

unsterblich macht.

LUKE, LEE ODER IAN

GEWINNEN EIN MAJOR