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GOLF TIME
|
4-2016
www.golftime.deTRAINING |
WILLETT
die harte Arbeit findet auch
abseits des Golfplatzes statt –
Workout, Ernährung und all
diese Dinge. Aber nach zwölf
Stunden Üben und Trainieren
wird man dennoch nicht davon
befreit, sich auch einmal um das
schmutzige Geschirr zu kümmern
oder die volle Windel des
Sohnes zu wechseln.
Das leBen aBseiTs
Der Turniere…
Normalerweise gehe ich
morgens zum Physio, habe
dann eine Stunde mit meinem
Trainer und spiele eine Runde
am Nachmittag. Danach folgen
eventuell ein paar Drinks und
einige Partien Snooker. So sieht
mein Leben abseits der Tour aus.
Was ich nicht mache, ist so zu
leben wie auf der Tour. Aber nach
einigen freien Wochen muss ich
zurück. Doch bevor die Tour zur
Tretmühle wird, nehme ich mir
eine Auszeit. Ich mag es nicht,
schon völlig fertig anzukommen,
wenn das Turnier noch gar nicht
angefangen hat.
seine elTern…
Mein Vater ist Pastor. Er ist
ein wahrer Philosoph. Meine
Mutter ist Schwedin und Mathe-
lehrerin. Sie ist geradeheraus
und unverblümt. Es gab Zeiten,
da erwartete ich tröstende Wor-
te, aber bekam nur einen Tritt
in den Hintern. Aber so sollte es
schließlich auch sein.
college-golf in Den usa…
Ich war zwei Jahre in den
Staaten. Die Leute fragen
mich, ob der Weg über ein U.S.-
College der beste sei, um golfe-
risch voranzukommen. Ich kann
das nur bejahen. Ich wurde dort
schnell erwachsen. Ich passte mich
schnell an, denn ich war es ge-
wohnt, selbstständig zu arbeiten.
Wir waren sechs Kinder zu Hause
und meine Mutter konnte sich
nicht um alles kümmern. Wenn
wir abends nach Hause kamen,
stand das Essen nicht immer auf
dem Tisch, also musste jeder in
der Küche mit anpacken.
Trainieren…
Das richtige Trainieren habe
ich im College gelernt. Ich
war sechsmal die Woche im Gym,
musste mich jede Woche erneut
fürs Team qualifizieren und auch
halbwegs gute Noten schreiben.
Mein College-Trainer war mehr
Mentor als Schwunglehrer. Er
kannte sich sehr gut in Fitness-
dingen aus und versuchte, uns zu
jeder Zeit positiv zu bestärken.
3.buNkERspIEl
auf grossem fuss
Tiefer stehen, um den loft- und den
Bouncewinkel des wedges zu erhöhen.
Im Bunker ist für mich das A und O, eine
breite Ansprechposition zu finden, in der
ich stabil stehe, einen konstant guten
Eintreffwinkel in den Sand begünstige
und letztlich einen geraden Schwungpfad
durch den Ball habe. Zudem beachte ich
all das, was ich beim vollen Schwung be-
nötige: das Gefühl, dass sich der Schläger
vor dem Körper bewegt, und eine starke
Bewegung des Oberkörpers auf einer
soliden Basis. Konsequenterweise
verbringe ich viel Zeit im Bunker, um
dafür Sorge zu tragen, dass sich niemals
Fehler in meine Technik einschleichen
können.
Im Bunker mag ich es, wenn der Schaft,
der rechte Arm, die Schultern und die
Knie allesamt zusammenspielen und ich
so druckvoll zum Ziel hin arbeiten kann.
Ich verstärke alle Körperwinkel, um noch
mehr Stabilität zu erzeugen und um den
Bouncewinkel des Wedges zu steigern.
Meine Eisen sind allesamt etwas nach
oben gebogen, da ich kurze Arme habe.
Aber meine Wedges weisen einen
Standard-Lie-Winkel auf, da ich die
Hände gerne tief halte, wenn ich aus dem
Sand spiele.
2010
(58
.
)
56%
2012
(119
.
)
50.5%
2015
(10
.
)
73%
2011
(54
.)
57%
2014
(28
.
)
63.3%
2013
(68
.
)
52.8%
BunkerrettunG
1. »Den Stand insge-
samt etwas breiter und
mehr Flexibilität in den
Knien erzeugen. Bauen
Sie mehr Druck auf den
linken Fuß auf und be-
halten Sie diesen bei.«
2. »Die Körperwinkel
erhöhen, die Hände sind
in der Ansprechposition
etwas tiefer als normal,
um mehr Stabilität und
Loft zu generieren.«
3. »Der Oberkör-
per kontrolliert den
Schwung, der Unter-
körper verharrt bis zum
Ballkontakt in der Aus-
gangsposition.«
4. »Das rechte Knie
sollte im Treffmoment
gefühlt leicht nach
links wandern. Die
rechte Schulter, das
Knie und der Schaft
bilden eine Einheit.«
CHECKLISTE
|
imBunker




