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86

GOLF TIME

|

4-2016

www.golftime.de

TRAINING |

WILLETT

die harte Arbeit findet auch

abseits des Golfplatzes statt –

Workout, Ernährung und all

diese Dinge. Aber nach zwölf

Stunden Üben und Trainieren

wird man dennoch nicht davon

befreit, sich auch einmal um das

schmutzige Geschirr zu kümmern

oder die volle Windel des

Sohnes zu wechseln.

Das leBen aBseiTs

Der Turniere…

Normalerweise gehe ich

morgens zum Physio, habe

dann eine Stunde mit meinem

Trainer und spiele eine Runde

am Nachmittag. Danach folgen

eventuell ein paar Drinks und

einige Partien Snooker. So sieht

mein Leben abseits der Tour aus.

Was ich nicht mache, ist so zu

leben wie auf der Tour. Aber nach

einigen freien Wochen muss ich

zurück. Doch bevor die Tour zur

Tretmühle wird, nehme ich mir

eine Auszeit. Ich mag es nicht,

schon völlig fertig anzukommen,

wenn das Turnier noch gar nicht

angefangen hat.

seine elTern…

Mein Vater ist Pastor. Er ist

ein wahrer Philosoph. Meine

Mutter ist Schwedin und Mathe-

lehrerin. Sie ist geradeheraus

und unverblümt. Es gab Zeiten,

da erwartete ich tröstende Wor-

te, aber bekam nur einen Tritt

in den Hintern. Aber so sollte es

schließlich auch sein.

college-golf in Den usa…

Ich war zwei Jahre in den

Staaten. Die Leute fragen

mich, ob der Weg über ein U.S.-

College der beste sei, um golfe-

risch voranzukommen. Ich kann

das nur bejahen. Ich wurde dort

schnell erwachsen. Ich passte mich

schnell an, denn ich war es ge-

wohnt, selbstständig zu arbeiten.

Wir waren sechs Kinder zu Hause

und meine Mutter konnte sich

nicht um alles kümmern. Wenn

wir abends nach Hause kamen,

stand das Essen nicht immer auf

dem Tisch, also musste jeder in

der Küche mit anpacken.

Trainieren…

Das richtige Trainieren habe

ich im College gelernt. Ich

war sechsmal die Woche im Gym,

musste mich jede Woche erneut

fürs Team qualifizieren und auch

halbwegs gute Noten schreiben.

Mein College-Trainer war mehr

Mentor als Schwunglehrer. Er

kannte sich sehr gut in Fitness-

dingen aus und versuchte, uns zu

jeder Zeit positiv zu bestärken.

3.buNkERspIEl

auf grossem fuss

Tiefer stehen, um den loft- und den

Bouncewinkel des wedges zu erhöhen.

Im Bunker ist für mich das A und O, eine

breite Ansprechposition zu finden, in der

ich stabil stehe, einen konstant guten

Eintreffwinkel in den Sand begünstige

und letztlich einen geraden Schwungpfad

durch den Ball habe. Zudem beachte ich

all das, was ich beim vollen Schwung be-

nötige: das Gefühl, dass sich der Schläger

vor dem Körper bewegt, und eine starke

Bewegung des Oberkörpers auf einer

soliden Basis. Konsequenterweise

verbringe ich viel Zeit im Bunker, um

dafür Sorge zu tragen, dass sich niemals

Fehler in meine Technik einschleichen

können.

Im Bunker mag ich es, wenn der Schaft,

der rechte Arm, die Schultern und die

Knie allesamt zusammenspielen und ich

so druckvoll zum Ziel hin arbeiten kann.

Ich verstärke alle Körperwinkel, um noch

mehr Stabilität zu erzeugen und um den

Bouncewinkel des Wedges zu steigern.

Meine Eisen sind allesamt etwas nach

oben gebogen, da ich kurze Arme habe.

Aber meine Wedges weisen einen

Standard-Lie-Winkel auf, da ich die

Hände gerne tief halte, wenn ich aus dem

Sand spiele.

2010

(58

.

)

56%

2012

(119

.

)

50.5%

2015

(10

.

)

73%

2011

(54

.)

57%

2014

(28

.

)

63.3%

2013

(68

.

)

52.8%

BunkerrettunG

1. »Den Stand insge-

samt etwas breiter und

mehr Flexibilität in den

Knien erzeugen. Bauen

Sie mehr Druck auf den

linken Fuß auf und be-

halten Sie diesen bei.«

2. »Die Körperwinkel

erhöhen, die Hände sind

in der Ansprechposition

etwas tiefer als normal,

um mehr Stabilität und

Loft zu generieren.«

3. »Der Oberkör-

per kontrolliert den

Schwung, der Unter-

körper verharrt bis zum

Ballkontakt in der Aus-

gangsposition.«

4. »Das rechte Knie

sollte im Treffmoment

gefühlt leicht nach

links wandern. Die

rechte Schulter, das

Knie und der Schaft

bilden eine Einheit.«

CHECKLISTE

|

imBunker