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Einordnung der Übungen

in die Lernbereiche der

Rechtschreibwerkstatt

Im Rechtschreiblernprozess bauen die Schülerinnen und Schüler drei grund-

legende Kompetenzen auf:

Lautkompetenz (Laut-Buchstaben-Beziehung, sprachliche Durchgliede-

rung der Wörter)

Wortkompetenz (Ableitungen, Wortarten und Wortbildungen)

Satzkompetenz (Satzgliederung und Satzzeichen)

O

O

O

Übungen zum Satzbereich

III

Laut-

ebene

Wort-

ebene

Kontext-

ebene

LB

Einem Laut wird ein

Buchstabe (eine

Buchstabenfolge)

zugeordnet.

WU

Der Wortstamm

bleibt bei Ableitun-

gen/Umformungen

erhalten:

a

t

ä

,

au

t

äu

; -

b

, -

d

, -

g

.

SZ

Gliederung des

Satzes durch

Satzzeichen

LD

Eine Lautfolge wird

in eine analoge

Buchstabenfolge

übertragen.

WZ

Wortbildung, Zu-

sammensetzungen;

Vorsilben

SA

grammatische

Struktur des Satzes

(SPO, Satzglieder)

LV

regelhafte Kenn-

zeichnung lang

und kurz gespro-

chener Vokale

WA

Nomen werden

mit großem An-

fangsbuchstaben

geschrieben.

SW

Die Schreibung

eines Wortes hängt

von seiner Bedeu-

tung im Satzzu-

sammenhang ab.

y

,

pf

,

v

,

chs

/

ks

,

ai

; Dehnungs-

h

,

Doppelvokal;

Fremdwortschrei-

bungen

nicht regelhafte Ab-

leitungen, Fremd-

wortschreibungen

Besonderheiten bei

der Groß-/Klein-,

Getrennt-/Zusam-

menschreibung

Grundprinzip

Folgen

Besonderheiten Ausnahmen

Dieser Bereich wird durch die

Grund- und Ergänzungsübungen

zum Satzbereich abgedeckt.

Im Bild des Rechtschreibhauses

sind diese drei grundlegenden

Kompetenzen als Etagen

(Ebenen) und die einzelnen

Lernbereiche als Zimmer

dargestellt.

Das Hauptthema der Lernbereiche auf der Kontextebene ist die Weiterent-

wicklung der sprachlichen und grammatischen Kompetenzen der Schüler

und Schülerinnen. Hier ist der Lernbereich SA (

S

atz

A

ufbau) von zentraler

Bedeutung, denn ohne ein Mindestmaß an grammatischer Kompetenz ist

es nicht möglich,

die korrekten Satzzeichen zu setzen,

Endungen (Fall, grammatisches Geschlecht, Zeit) richtig zu verwenden,

auf die satzabhängige Schreibung einzelner Wörter (z. B. Substantivie-

rungen) zu achten.

Bei Schülertexten sind nicht korrekt gesetzte Satzzeichen problemlos dem

Lernbereich SZ (

S

atz

Z

eichen) und Verstöße gegen die Syntax eines Satzes

(z. B. unpassende Endungen) dem Lernbereich SA zuzuordnen. Für die Ver-

mittlung (Übungen) besteht jedoch gerade beim Lernbereich SZ die

Notwendigkeit, grammatische Kompetenzen aus dem Lernbereich SA für

die Erarbeitung der Satzzeichen voraussetzen zu müssen. Nur wenn die

Schüler(innen) die Satzstrukturen kennen (Lernbereich SA), kann es ihnen

auch gelingen,

Satzschlusszeichen korrekt zu setzen,

Reihen vollständiger Sätze zu bilden,

Kommas bei Aufzählungen von Wortgruppen und gleichrangigen Teil-

sätzen richtig zu setzen,

Kommas zur Gliederung eines Satzes (Haupt-/Nebensatz, Wortgruppen,

Zusätze, Nachträge) richtig zu setzen.

O

O

O

O

O

O

O