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Sein Weg führte von der SAJ. zur SP. und im Jahre 1931 trat er zur Kommunistischen

Partei über. Von Beruf Dreher, genoß er das Vertrauen seiner Arbeitskollegen.

Während der Zeit des Heimwehrfaschismus wurde er mehrmals wegen propagan–

distischer Tätigkeit verhaftet und verurteilt. Nach dem Einbruch der braunen Horden

in Osterreich setzte er ohne Zaudern den Kampf für seine Klasse fort. Schon bald

nach der Machtübernahme Hitlers faßten ihn die Schergen des dritten Reiches. Er

wurde ins „Graue Haus", dem berüchtigten Gestapo-Gefängnis in Wien, ver–

schleppt. Sechs Monate lang, in denen ein Verhör dem anderen folgte, wurde

Gisely gefoltert und gemartert. 'Mit allen Mitteln der gefürchteten Gestapo-Methoden

versuchte man, ihm ein Geständnis zu entreißen, doch Gen. Gisely war ein ge–

schulter und konsequenter Marxist, der lieber das Leben aufgab, bevor er einen

Genossen preisgegeben hätte. Man prügelte ihn und quälte ihn langsam zu Tode.

Sein glühender Wunsch, mit bis an das Ende der verhaßten, faschistischen Tyrannei

kämpfen zu dürfen, ging nicht in Erfüllung. Unter den Schlägen der Gestapo–

Bestien hauchte er sein Leben aus. Er starb den Heldentod für Osterreichs Freiheit

und eine glücklichere Zukunft der Arbeiterklasse.

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