GOLF TIME 4/2026
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STAR POSTER RYAN FOX
DREAM TEAM Wie Team Europe in Bernardus Golf groß auftrumpfte 20. SOLHEIM CUP
FUN TALK Colin Montgomerie im Kreuzverhör + HAPPY 20! Golfpark Strelasund: Rundes Jubiläum +
FITZPATRICK SPEZIAL MATT'S KURZSPIEL-TIPPS
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S pannender hätte die 20. Auflage des Solheim Cups wohl nicht ver laufen können – glück licherweise mit dem für uns Europäer siegreichen Ausgang von 15 zu 13 Punkten gegen das titelverteidigende Team aus den USA. Wobei, zugegeben, glücklicherweise eher unglücklich formuliert ist – verdienterweise trifft es sicherlich besser auf den Punkt. Aber dennoch: Von Beginn an sollte sich das weibliche Pendant zum Ryder Cup – erstmals in den Niederlanden in Bernardus Golf ausgetra gen – als Achterbahnfahrt der Emotionen entpuppen, stets angelehnt an die jeweiligen Punktestände, vor allem an den ersten beiden Tagen: Nach den Freitagvormittags-Foursomes 2 zu 2, am Ende des Tages 4 zu 4, und ziemlich genau dassel be Szenario am Samstag mit einem Tagesendstand von 8 zu 8 Punkten. Dass Euro-Kapitänin Anna Nordqvist am Sonntag das richtige Händchen bei der Aufstellung der Single-Mat ches hatte, war der Wegbe reiter des Erfolgs und sollte letztlich die Sensation perfekt ENGE KISTE
elf Löchern 4 auf. Doch Lee sollte mit vier unter Par auf den letzten sieben Löchern eine historische Aufholjagd zünden und das Match
letztlich mit 1 auf zu ihren Gunsten drehen (Coverstory ab S. 22). Er ist einer der ganz Großen des Golfsports und dominierte die European Tour vor allem in den 1990er-Jahren, führte Team Eu ropa als Kapitän beim Ryder Cup 2010 in Wales zum
Sieg. Die Rede ist von Colin Montgomerie, der sich beim BMW Golf Cup Deutschlandfinale im GC München Eichen ried die Ehre gab – und sich in dem Zuge unseren Fragen der „anderen Art“ stellte („Go ask Monty…“ ab S. 12). Spätestens seit seinem triumphalen Sieg bei der U.S. Open 2022 ist Matthew „Matt“ Fitzpatrick ein Fixstern auf den Touren. 14 Titel hat der 32-Jährige am Gürtel hängen, im April erzielte er mit Rang 3 seine bislang beste Platzierung in der Weltrangliste. Was Sie von dem Engländer im Hin blick auf das Kurzspiel und Putten lernen können, lesen Sie in unserem Trainings-Spezial (ab S. 70). Ich wünsche Ihnen viel Inspiration dabei, auf dass Sie in Ihrem Heimatclub ebenfalls zum Fixstern avancieren mögen…
In diesem Sinne,
Ihr
OSKAR BRUNNTHALER Chefredakteur
„DOCH LEE SOLLTE MIT VIER UNTER PAR AUF DEN LETZTEN SIEBEN LÖCHERN EINE HISTORISCHE AUFHOLJAGD ZÜNDEN.“
machen. Einziger Wermuts tropfen aus deutscher Sicht: Esther Henseleit, die zuvor im Team mit Leona Maguire beide Foursomes gewonnen hatte, startete im Einzel gegen Alison Lee furios und lag nach EDITORIAL www.golftime.de
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INHALT
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TEE OFF 14 NEWS Neues und Interessantes aus der nationalen und internationalen Welt des Golfsports. 20 TURNIERE 16 Teams folgten dem Ruf zum fulminanten Saisonfinale der MercedesTrophy in den Öschberghof. COVER 22 SOLHEIM CUP Team Europa setzt sich in Bernardus Golf sensationell gegen Team USA durch. CLUBS 30 DAS ACHENTAL Zwischen Chiemsee und Chiemgauer Alpen liegt eine der Top-Golfadressen Deutschlands. 38 G C GUT GRAMBEK Die Grambek Open stellten die Teilnehmenden vier Tage lang auf eine besondere Probe. 44 GC WÜRZBURG Der Leading Golf Club wird zum Magneten für Top-Level Turniere auf Amateur- wie Profiebene. EQUIPMENT 56 HEISSE WARE Die neuesten und interessantesten Produkte für die Golfsaison 2026.
REISE 60 HOTEL REITERS SUPREME Im Süd burgenland treffen 27 Löcher auf ein außergewöhnliches Adults-only- Wellnesshotel. 66 TERME DI SATURNIA Golf, Thermal wasser und die ursprüngliche Land schaft der Maremma vereint das Luxusresort in der Toskana. TRAINING 70 FITZPATRICK SPEZIAL Major-Sieger Matt Fitzpatrick verrät seine Erfolgs geheimnisse für mehr getroffene Grüns und mehr gelochte Putts.
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Scottie Scheffler gewinnt FedEx Cup.
10 QUICK TIPP
Puttroutine am Beispiel Scottie Scheffler. 12 GO ASK … Fun Talk mit Colin Montgomerie.
14 WAS MACHT … Bill Rogers?
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FOTO TIME
zurück in der Spur
S cottie Scheffler gewinnt die TOUR Championship 2026 und zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren den FedEx Cup. Der Welt ranglistenerste dreht in East Lake, At lanta, einen Drei-Schläge-Rückstand, fängt Viktor Hovland mit einer 66 noch ab und setzt damit den Schluss punkt unter eine Saison, die weniger dominant als in den Vorjahren verlief, am Ende aber doch wieder seinen Namen trägt. Schefflers Saison war ungewöhnlich – zumindest gemes sen an den eigenen Maßstäben: An ders als in den Jahren zuvor, domi nierte er nicht über Monate hinweg, musste sich wiederholt nach schwä cheren Starts zurückkämpfen und mit zweiten oder dritten Plätzen zu friedengeben. Doch zum Saisonende war Scheffler wieder der Maßstab. Seine Bilanz bei den drei FedEx-Cup
Playoff-Turnieren: Sieg, T12, Sieg. Am Ende stehen für 2026 drei Siege, acht Top-2- und 13 Top-5-Platzierungen zu Buche. Bei 20 Starts landete Scheffler nur einmal außerhalb der Top 25 (Genesis Scottish Open, Cut). Damit dürfte er auch als Favorit für seinen fünften Jack Nicklaus Award in Folge als PGA Tour Player of the Year gelten. Auch finanziell erreichte der Texaner eine neue Dimension: Bereits als Führender der FedEx-Cup Wertung nach der BMW Champion ship hatte er sich einen Bonus von 23 Millionen Dollar gesichert. Der Tri umph bei der TOUR Championship brachte weitere zehn Millionen Dol lar. Damit stiegen Schefflers Karriere einnahmen auf mehr als 130 Millio nen Dollar und er überholte Tiger Woods an der Spitze der ewigen Preisgeldrangliste der PGA Tour. GT
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QUICK TIPP
IST ALLES ROUTINE
Mit seinem Sieg bei der TOUR Champion ship und dem FedEx Cup hat Scottie Scheffler seine Klasse erneut unter Beweis gestellt. Teil seines Erfolgs war dabei einmal mehr das Putten. Grund genug, einen Blick auf die Puttvorbereitung des Texaners zu werfen. Scotties Putting-Routine basiert beim Lesen der Grüns auf einem visuellen, gefühlsorientierten Ansatz. Dabei legt er größeren Wert auf die Kontrolle der Geschwindigkeit als auf eine möglichst exakt festgelegte Puttlinie. Zudem nutzt er den Claw-Griff für zusätzliche Stabilität. 1. VON HINTEN BEGINNEN Scottie beurteilt den Putt zunächst von hinter dem Ball, um sich einen ersten Eindruck vom gesamten Gefälle und der Ziellinie zu verschaffen. 2. ENTLANG DER PUTTLINIE Anschließend geht er die Linie ab und betrachtet den mittleren Bereich des Putts. Dabei achtet er auf Veränderungen der Break- und Graswuchsrichtung – besonders bei komplexen Putts oder solchen mit mehreren Breaks. 3. BLICK VON DER SEITE Von der Seite beurteilt er vor allem die Geschwin digkeit in der Schlussphase des Putts und achtet auf Änderungen der Graswuchsrichtung. Helle und dunkle Bereiche können Hinweise darauf geben, ob mit oder gegen die Wuchsrichtung gespielt wird. 4. DEN PUTT IN ABSCHNITTE UNTERTEILEN Statt auf einen winzigen Zielpunkt nahe am Loch zu zielen, unterteilt Scottie den Putt visuell in zwei Hälften. Dabei stellt er sich einen Bereich oder ein Zwischenfenster vor, durch das der Ball rollen soll. 5. KEINE AUSRICHTUNGSLINIE AUF DEM BALL Auf eine aufgemalte Linie auf dem Golfball oder eine körperliche Ausrichtung verzichtet Scottie in der Regel. Stattdessen bevorzugt er eine freiere, visuelle Vorstellung davon, wie der Ball zum Loch rollen soll. GT
SCOTTY SCHEFFLER Putting Ave. PGA Tour 2026
1,694 (3. Platz)
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EQUIPMENT | NEWS TEE-OFF | INTERVIEW
GO ASK
MONTY…
COLIN MONTGOMIERE IM FUN TALK ÜBER SEINEN ERSTEN TOURSIEG, SEINE VORLIEBE FÜR ABSCHLÄGE MIT DEN HÖLZERN UND EINE VER PATZTE ANNÄHERUNG, DIE IHN WOHL EINEN MAJORSIEG
DEINE TOP-3-GOLFER ALLER ZEITEN? Jack Nicklaus, Tiger Woods und Lee Trevino. DEIN LIEBLINGSSCHLÄGER IM BAG? Ich habe keinen Lieblingsschläger, ich liebe alle 14 in meinem Bag gleichermaßen. WAS WAR DEIN EMOTIONALSTER MOMENT AUF DEM GOLFPLATZ? Der Sieg als Kapitän beim Ryder Cup 2010 in Wales. DEIN EMOTIONALSTER MOMENT ABSEITS DES GOLFSPORTS? Auf jeden Fall die Geburten meiner drei Kinder. WELCHER SIEG BEDEUTET DIR AM MEISTEN? Mein erster Sieg als Profi bei der Portuguese Open 1989.
Eine besondere Rolle spielte Colin im Ryder Cup: Zwischen 1991 und 2006 trat er achtmal für Europa an und blieb in allen acht Einzelmatches un geschlagen (sechs Siege, zwei geteilte Matches). 2010 führte Colin Team Europe als Kapitän in Celtic Manor, Wales, zum Sieg. Ein Major auf der „regulären Tour“ blieb ihm trotz fünf zweiter Plätze verwehrt, dafür ge wann der heute 63-Jährige später drei Senior Majors. Seit 2013 ist er Mitglied der World Golf Hall of Fame. Im Rahmen des BMW Golf Cup Deutschlandfinales im GC München Eichenried baten wir den smarten Schotten zum Fun Talk. COLIN, DEIN LEBEN STEHT AUF DEM SPIEL UND ES GILT, EINEN DOWNHILL PUTT MIT STARKEM BREAK AUS DREI METERN ZU LOCHEN. PROBLEM: DU DARFST DEN PUTT NICHT AUSFÜHREN – WEN WÄHLST DU FÜR DIESE AUFGABE? Tiger Woods.
GEKOSTET HAT. Von Oskar Brunnthaler
Colin Montgomerie, geboren am 23. Juni 1963 in Glasgow, zählt zu den erfolgreichsten
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europäischen Golfern seiner Genera tion. Der Schotte prägte insbesondere in den 1990er-Jahren die European Tour. Insgesamt gewann „Monty“ dort 31 seiner insgesamt 54 Titel. Von 1993 bis 1999 gewann Montgomerie siebenmal in Folge die Order of Merit, 2005 folgte der achte Triumph – bis heute Rekord.
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EIN SCHLAG IN DEINER KARRIERE, AUF DEN DU BESONDERS STOLZ BIST?
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DEIN „BEST BUDDY“ AUF DER TOUR? Mein Caddie (Jeff Brighton, Anm. d. Red.) und Bernhard Langer.
Mein zweiter Schlag beim Dubai Desert Classic 1996 auf dem letzten Loch mit dem Driver vom Fairway, der mir wenig später den Sieg einbrachte.
am liebsten, unsichtbar sein zu kön nen. Dann würde ich mich abseits des Golfplatzes niemand wahrnehmen.
WAS IST DEINE GRÖSSTE STÄRKE AUF DEM PLATZ? Das sind meine Ab schläge mit dem Driver und den Hölzern – mit ihnen treffe ich prak tisch so gut wie immer das Fairway. GIBT ES SCHWÄCHEN BZW. WORAN ARBEITEST DU AM MEISTEN? Ich arbeite am meis ten an meinem kurzen Spiel, konkret am Chip pen und Putten.
FISCH, FLEISCH ODER GEMÜSE? Fleisch.
GIBT ES EINEN SCHLAG, DEN DU GERNE NOCH EIN MAL SPIELEN WÜRDEST? Meinen zweiten Schlag ins Grün auf dem letzten Loch bei der U.S. Open 2006 in Winged Foot. Ich hatte gerade an der 17 einen Putt aus über zehn Metern gelocht und mit Phil Mickelson an der Spitze gleichgezogen. An der 18 traf ich meinen Driver perfekt und lag in guter Ausgangsposition für meine Annäherung.
HUND ODER KATZE? Hund.
EIN ABSCHLIESSENDER TIPP FÜR UNSERE LESER?
„ICH HABE KEINEN LIEBLINGSSCHLÄGER, ICH LIEBE ALLE 14 GLEICHERMASSEN …“ – COLIN MONTGOMERIE –
Die meisten Amateure greifen den Golfschläger viel zu fest. Ein lockerer Griff im Setup sorgt dafür, dass der Schwung frei und flüssig ablaufen kann. GT
Fun Talk: Colin Montgomiere mit Oskar Brunnthaler im GC München Eichenried
WAS SCHÄTZT DU AM MEISTEN AM LEBEN ALS TOURPRO UND WAS EHER WENIGER? Ich schätze daran besonders, dass wir durch das viele Reisen die Welt zu sehen bekommen. Die Kehrseite der Medaille ist dabei leider, ziemlich oft und lange weg von der Familie zu sein. WIR NEHMEN DICH MIT ZU EINER FASCHINGSPARTY. ALS WAS VERKLEI DEST DU DICH? Wegen meiner Wurzeln wohl als Braveheart – für Schottland! WELCHE ÜBERNATÜRLICHE KRAFT HÄTTEST DU GERNE? Wenn ich es mir aussuchen könnte,
Doch mein Flightpartner Vijay Singh lag links im tiefen Rough, und ich musste fast 15 Minuten warten. Zu nächst hatte ich mein 6er-Eisen in der Hand und leider viel zu viel Zeit zum Nachdenken. Daher habe ich mich in letzter Sekunde doch für das 7er Eisen entschieden. Es folgte der wohl folgenreichste Schlag meiner Karriere, denn der Ball landete rechts vor dem Grün im tiefen Gras. Das resultierende Doppelbogey hat mich wahrschein lich den Majorsieg gekostet. Am Ende holte Geoff Ogilvy den Titel. WAS WÄRST DU WOHL GEWORDEN, WENN NICHT GOLFPRO? Wahrscheinlich Golfmanager.
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JACOB BRIDGEMAN legte bei der Biltmore Championship Asheville ein furioses Finale hin. Der 26-Jährige machte am Sonntag fünf
Schläge Rückstand wett, stellte mit einer 61 seine bislang beste Runde auf der PGA Tour auf und gewann bei −26 mit zwei Schlägen vor Ben James. Nach dem Genesis Invitational war es bereits sein zweiter PGA-Tour-Titel in diesem Jahr.
J.J. SPAUN lieferte die passende Antwort auf seine Nichtberücksichtigung für den Presidents Cup: Bei der BMW PGA
Championship in Wentworth holte sich der US Amerikaner bei seinem Debüt den Titel. Eine 67 am Finaltag und vier Birdies auf den letzten fünf Löchern brachten Spaun den Sieg mit zwei Schlä gen Vorsprung.
Das Highlight von Bill Rogers‘ erfolgreichster Saison 1981: Der Sieg bei der The Open in Royal St George‘s
WAS MACHT EIGENTLICH … BILL ROGERS? Bill Rogers, am 10. Sep tember 1951 in Waco, Texas, geboren, zählte
CHARLOTTE HEATH feierte bei der La Sella Open ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour. Die 24-jährige Engländerin
setzte sich in Spanien durch und krönte damit ihre bislang stärkste Saison auf der LET. Für Heath war es zugleich der endgültige Durchbruch im euro päischen Profigolf.
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ging mit fünf Schlägen Vorsprung in den Finaltag. Dort rückte Bern hard Langer zwischenzeitlich bis auf einen Schlag heran, doch Ro gers konterte mit drei Birdies zwi schen den Löchern neun und zwölf. Eine abschließende 71 besiegelte bei insgesamt vier unter Par den Sieg mit vier Schlägen Vorsprung auf Langer.
Anfang der 1980er-Jahre zu den besten Golfern der Welt. Als Sohn eines US-Air-Force-Offiziers ver brachte er Teile seiner Kindheit
PATRICK REED musste die BMW PGA Championship vorzeitig beenden. Nach einer starken 68 zum Auftakt erlebte der Race-to N T
in Deutschland und Marok ko, später spielte er für die University of Houston. Nach dem Gewinn der Southern Amateur
Der Triumph krönte Rogers’ stärkste Sai son: 1981 gewann er sieben Turniere weltweit, wurde
Championship 1972 und einem Einsatz beim Walker Cup 1973 wechselte Rogers im Jahr 1974 ins Profilager.
Dubai-Leader am Freitag einen rabenschwarzen Tag und lag nach neun Löchern bereits neun über Par. Nach einem Schlag nahe einer Baumwurzel hatte Reed Probleme mit der linken Hand bezie hungsweise dem Handgelenk und gab auf. NELLY KORDA gegen einen Start in der ersten Saison der Indoor Liga, die im November beginnt. Ganz geschlossen ist die Tür allerdings nicht: Laut TMRW Sports laufen weiterhin Gespräche mit Kordas Team über eine mögliche Teilnahme in einer späteren Saison. PETER UIHLEIN leistete sich bei der ersten Stage der DP World Tour Qualifying School einen folgenschweren Aussetzer: Der LIV-Pro trat im Huddersfield Golf Club, England, nach Runden von 74 und 73 Schlägen zu seiner Startzeit am Freitag schlicht nicht an – und wurde disqualifiziert. wird bei der Premiere der neuen Women’s TGL nicht dabei sein. Die Weltranglistenerste entschied sich
PGA Player of the Year und gehörte zum siegreichen US Team beim Ryder Cup. Insgesamt holte er 14 in ternationale Titel, darunter sechs auf der PGA Tour. Doch das intensive Tourleben forderte sei nen Tribut. Bereits 1988 zog sich Rogers mit nur 36 Jahren weitge hend vom professionellen Turnier golf zurück. Dem Sport blieb er dennoch verbunden, unter ande rem als Director of Golf im San An tonio Country Club und später mit vereinzelten Starts auf der Cham pions Tour. Sein Name aber bleibt vor allem mit jenem Sommer 1981 verbunden, als er in Royal St Geor ge’s trotz kleinerer Startschwierig keiten die Claret Jug gewann. GT
Seinen ersten großen internationalen Erfolg fei erte der Texaner 1979 bei der World Match Play Championship in Wentworth. Zwei Jahre später folgte der Höhepunkt seiner Kar riere: der Sieg bei der Open Cham pionship 1981 in Royal St George’s. Dabei hätte Rogers das Turnier beinahe verpasst. Erst sein Freund Ben Crenshaw hatte ihn zur Reise nach England überredet, am ersten Turniertag las Rogers zudem seine Startzeit falsch und erreichte nur knapp rechtzeitig den ersten Ab schlag. Nach einer 72 zum Auftakt übernahm er mit Runden von 66 und 67 Schlägen die Führung und
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MIT BLAUEM AUGE… Nach seinem verschuldeten Autounfall im März hat sich Tiger Woods nun vor Gericht geeiningt. T iger Woods hat sich nach seinem Autounfall und der an schließenden Festnahme im März mit der Staatsanwalt schaft auf einen Vergleich geeinigt. Der 15-fache Major-Sie ger akzeptierte vor einem Gericht in Florida reduzierte Vorwürfe wegen rücksichtslosen Fahrens und der Verweigerung eines an geordneten Tests. Damit entging der 50-Jährige einer Gefäng nisstrafe. Seine Fahrerlaubnis wurde für fünf Jahre ausgesetzt, zudem muss Woods eine Geldstrafe zahlen.
Pleite als Chance! LIV Golf hat offiziell Insolvenz an gemeldet – ein Umstand, den einer der Hauptkritiker der Tour, Rory McIlroy, als „sehr gut für das ge samte Golf-Ökosystem“ einschätzt. D ie Insolvenz von LIV Golf könnte nach An sicht von Rory McIlroy neue Bewegung in die seit Jahren gespaltene Golfwelt brin gen. Nach dem Antrag der Liga auf Gläubiger schutz nach Chapter 11 äußerte sich der Nordire im Vorfeld der Amgen Irish Open zu den mög lichen Folgen – und sieht darin vor allem Chan cen für den internationalen Turniergolfsport. McIlroy geht davon aus, dass einige Spieler LIV verlassen könnten. Durch die Insolvenz und mögliche Vertragsverletzungen könnten Profis künftig wieder für andere Touren zur Verfügung stehen. Damit wären nun vor allem PGA Tour und DP World Tour gefragt, wie sie mit möglichen Rückkehrern umgehen. Gerade für die DP World Tour könnte diese Entwicklung nach Einschät zung McIlroys interessant werden: Spieler wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau oder Cameron Smith könnten die Teilnehmerfelder großer Turniere wieder verstärken. „Insgesamt ist das eine sehr gute Sache für das Golf-Ökosystem“, so McIlroy. Der 37-Jährige gehörte seit der Gründung von LIV Golf zu den prominentesten Kritikern der Liga. Zuletzt hatte er sich aus der öffentlichen Auseinandersetzung jedoch zunehmend zurück gezogen. Nun könnte die Insolvenz tatsächlich eine neue Phase einleiten – verbunden mit der Frage, wo einige der größten Namen des Sports künftig abschlagen werden.
Matt Gogel wurde von der PGA Tour wegen privater Wetten für sechs Monate suspendiert. VERZOCKT!
D ie PGA Tour hat Matt Go gel wegen eines Versto ßes gegen ihr Integrity Program für sechs Monate ge
sperrt. Der 55-Jährige, der auf der PGA Tour Champions spielt, hatte 2024 und 2025 mehrfach kleinere private Wetten auf Golfturniere platziert. Nach Angaben der Tour wettete Gogel jedoch weder auf Tur niere, an denen er selbst teil nahm, noch auf Events der PGA Tour Champions. Gogel sprach von einem „außerordentlichen Fehler“ und kooperierte während der Untersuchung durch die PGA Tour vollständig. Die Sper re läuft seit 23. August und endet am 22. Februar 2027. Der Sieger des AT&T Peb ble Beach Pro-Ams 2002 will anschließend auf die PGA Tour Champions zurückkehren.
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FOOS HOLT ZWEITEN TITEL Elf Jahre nach seinem ersten Toursieg meldet sich Dominic Foos mit dem Titelgewinn bei der Vierumäki Finnish Challenge zurück – erneut in Finnland. D ominic Foos hat bei der Vier umäki Finnish Challenge im Cooke Course seinen zweiten rige zunächst in eine gute
Vierumäki Finnish Challenge: Zweiter Titel für Dominic Foos auf der
HotelPlanner Tour (Foto: Getty Images)
Position, weitere Schlaggewinne an den Löchern elf und zwölf wiederum ließen ihn die Spitze des Leaderbo ards erklimmen. Nach einem Bogey an der 14 sorgte ein Birdie an der 16 für den entscheidenden Puffer gegen über seinen Verfolgern. Bei schwierigen Bedingungen mit Wind und Regen blieb es dennoch bis zum Schluss spannend: Gøth Rasmussen hatte auf der 18 aus rund fünfeinhalb Metern noch die Chan ce, mit einem Birdie ein Play-off zu erzwingen, verfehlte jedoch das
Loch – Foos genügte somit das Par zum Sieg. Für den Deutschen schloss sich damit ein Kreis: 2015 hatte er in Finnland die GANT Open gewon nen und machte sich damals mit 17 Jahren zum jüngsten Sieger in der Geschichte der Tour. „Ich bin heute viel reifer und ein kompletterer Golfer als damals“, so Foos. Tiger Christensen belegte am Ende mit 18 unter Par Rang drei. Durch den Erfolg verbesserte sich Foos in der Road to Mallorca um 94 Positionen auf Platz 26.
Titel auf der HotelPlanner Tour ge wonnen. Der Deutsche spielte am Schlusstag eine 67 (-5) und setzte sich mit insgesamt 21 unter Par knapp mit einem Schlag vor dem Dänen Jonathan Gøth-Rasmussen zum Sieg durch. Foos war mit drei Schlägen Rück stand auf Landsmann Tiger Chris tensen in die Finalrunde gestartet, erwischte dabei gleich einen starken Auftakt: Mit drei Birdies auf den ersten Neun brachte sich der 28-Jäh
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EMOTIONALE SIEGEREHRUNG Bei der Siegerehrung verband der alte und neue Champion den sportlichen Erfolg mit einem sehr persönlichen Moment: „Ich möchte diesen Sieg meinem Vater widmen“, so Günther. Dieser hatte ihn bei seinen Turnieren regelmäßig am Fairwayrand begleitet, was aus gesundheitlichen Gründen inzwischen nicht mehr möglich ist. Auch für Initiatorin und Turnier sponsorin Hella Schoepe-Praun be sitzt das Turnier besondere Symbol kraft, denn die Trophy erinnert an ihren 2021 völlig überraschend ver storbenen Bruder, PGA Professional Dieter „Didi“ Praun: „Auch die dritte Auflage hier in Würzburg und das ins gesamt fünfte Mal, dass wir zu Ehren meines Bruders spielen, hat meine Er wartungen voll erfüllt. Wir haben fan tastischen Golfsport gesehen und zum ersten Mal konnte der Sieger seinen Titel verteidigen, was mich besonders freut (...)“, so Schoepe-Praun. 2027 ERNEUT IM GC WÜRZBURG Auch PGA-Präsident Kariem Baraka zog ein uneingeschränkt positives Fa zit und bestätigte die Fortsetzung der Veranstaltung im Golf Club Würzburg. „Es ist uns eine große Ehre, nun be reits zum dritten Mal in Folge im wun derschönen Golf Club Würzburg zu Gast gewesen zu sein. Der fantastische Golfplatz, die herrliche Anlage (...) und die große Gastfreundschaft von Präsi dent Bernhard May und seinem Team machen dieses Turnier zu einem ab soluten Highlight unseres Turnierka lenders (...) Und ich kann verkünden: Sowohl Initiatorin Hella Schoepe Praun als auch Gastgeber Bernhard May haben bereits zugesagt: Es wird 2027 eine sechste Auflage dieses Tur niers geben. Wieder im August und wieder hier im Golf Club Würzburg.“ GT
Sieger und Platzierte: Champion Christoph Günther (M.), Zweit- platzierter Paul Archbold (r.), Drittplatzierter Sean Fitzgerald (l.)
Triumph unter Freunden Dieter Praun Trophy/German PGA Seniors Championship Christoph Günther verteidigt im Golf Club Würzburg als erster Pro den Titel bei der Dieter Praun Trophy, gewinnt damit gleichzeitig die German PGA Seniors Championship.
K napp 100 PGA Professionals, anspruchsvolle Bedingungen und vor allem ein Wiederse hen unter Freunden: Die Dieter Praun Trophy 2026 – die offizielle German PGA Seniors Championship – machte den Golf Club Würzburg drei Tage lang zum Treffpunkt der deutschen und europäischen PGA-Senioren. Sportlich führte dabei auch in diesem Jahr kein Weg an Christoph Günther vorbei: Auf dem Par-71
Kurs verteidigte der 51-Jährige mit Runden von 68, 67 und 68 Schlägen (-10) als erster Pro seit der Premiere im Jahr 2022 den Titel bei der Dieter Praun Trophy und sicherte sich damit zugleich den Titel bei der German PGA Seniors Championship. Vier Schlä ge zurück belegte der Australier Paul Archbold Rang zwei, gefolgt vom Iren Sean Fitzgerald auf Platz drei. Den Sieg bei den „Super-Seniors“ (Ü60) holte sich der Engländer Mark Stevenson.
Gruppenfoto (v. l.): Angelika Wördehoff (PGA of Germany), Kariem Baraka (Präsident PGA of Germany), Paul Archbold, Christoph Günther, Hella Schoepe-Praun, Sean Fitzgerald, Mark Stevenson, Bernhard May (Präsident GC Würzburg)
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TEE-OFF | NEWS
Team Germany jubelt: Siegerehrung im Öschberghof
MercedesTrophy Deutschland Finale 16 Teams folgten dem Ruf zum Saisonfinale im Öschberghof. 53.690 Euro gingen als Spendenscheck an die Laureus Sport for Good Foundation. „WE ARE FAMILY“
PROGRAMM-FEUERWERK Los ging es am Montag mit dem Be grüßungsabend, inklusive Vorstellung der Teams sowie dem traditionellen Team-Fotoshooting. Am Dienstag stand dann die erste Finalrunde auf dem „East Course“ des Resorts auf dem Programm, begleitet von Event moderator Wolfram Kons als „Starter“ an Tee 1. Willkommene Unterstüt zung boten während des Finales die Leih-E-Trolleys von Motocaddy. High lights waren neben der Sonderwer tung „Beat Laureus“ an Loch 3 sicher lich das Duell der Finalistinnen und Finalisten gegen die Mercedes-Benz Botschafterin Alexandra Försterling beim „Beat the Pro“ an Loch 16. Aber auch die Begleitpersonen kamen auf ihre Kosten: Sie spielten ein eigenes Turnier auf dem „Old Course“ des Resorts oder genossen Schnupper golf mit Philipp Mejow, Golfprofi und Coach von Alexandra Försterling. Nach der Runde stand die Präsenta tion des Mercedes-Benz C 400 4MATIC auf dem Programm, gefolgt vom zünf tigen Hüttenabend in der „Öventhüt te“ des Resorts. Hier wurde ein Spen denscheck in Höhe von 53.690 Euro an den Laureus-Botschafter Maro Engel überreicht.
Die MercedesTrophy Deutsch land krönte ihren Saisonab schluss 2026 Anfang Sep tember einmal mehr im Resort
„Der Öschberghof“. Vorangegangen waren bei der internationalen Kun denturnierserie von Mercedes-Benz, die jährlich in über 60 Ländern aus gespielt wird, alleine in Deutschland 16 Vorrundenturniere, an denen 1.187 Golferinnen und Golfer teilgenommen hatten. Hier konnten sich bei jedem Vorrundenturnier vier Spielerinnen bzw. Spieler als Team für das Finale qualifizieren, also in Summe 64. Das Finale stand dabei erneut un ter dem Motto „We are Family“, zudem wurde anlässlich des Jubiläumsjahres von Mercedes-Benz im Rahmen von 140 Jahren Innovation dem 450 SEL 6.9 und dem Motorpatentwagen eine besondere Inszenierung bereitet. Aus sportlicher Sicht ging es neben der Teamwertung darum, Team Deutsch land für das Weltfinale zu ermitteln.
Augenweide an Tee 1: Mercedes-AMG GT 55 4MATIC +
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Stellte sich beim „Beat the Pro“: Alexandra Försterling
Wertvolle Tipps und Tricks vom Pro: Schnuppergolf mit Philipp Mejow (r.)
Hingucker: Präsentation des Mercedes-AMG GT 55 4MATIC + 4-Türer Coupé
Am Mittwoch starteten die Finalisten in die zweite Runde, dieses Mal auf dem „Old Course“. Hier galt es unter ande rem beim „Beat the Pro“, Philipp Mejow an Loch 3 zu schlagen, zudem wink te an Loch 14 für ein Hole-in-one ein Mercedes-Benz GLC im Wert von 100.000 Euro. Für die golfenden Begleit personen stand die zweite Runde auf dem „East Course“ auf dem Programm, Nichtgolfende nutzten die Gelegenheit der Driving-Experience zum Rheinfall. SPANNUNG BEI DER SIEGEREHRUNG Beim Galaabend, gewohnt unterhalt sam moderiert von Wolfram Kons und Jessica Leymann (Mercedes-Benz Deutschland), stand schließlich die Siegerehrung an. Den Titel in der Team wertung holte „Team Hamburg“ mit 185 Punkten. Deutschland beim Weltfinale vertraten Axel Heine vom „Team Berlin Wannsee“ (Netto A), Thomas Butten berg vom „Team Sternauto Ostsee“ (Netto B) und Marco Sperber vom „Team Auto Brinkmann“ (Netto C) – herzlichen Glückwunsch! GT
Übergabe des Spendenschecks in der „Öventhütte“ durch Jessica Leymann und Wolfram Kons an Laureus-Botschafter Maro Engel
Begeisterte die Teilnehmenden: Der Mercedes-Benz C 400 4MATIC elektrisch
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EURO- COUP
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20. SOLHEIM CUP Drei Tage lang lieferten sich Team Europa und Team USA in Bernardus Golf ein Duell auf Augenhöhe. Erst in den Single Matches gelang den Europäerinnen rund um Kapitänin Anna Nordqvist der Triumph. Von Oskar Brunnthaler
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Emotionale Titelverteidigung: Rory McIlroy im Moment des Triumphs auf dem 18. Grün des Augusta National
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Das siegreiche Team Europa um Kapitänin Anna Nordqvist
A ls am Sonntagabend gangenen Stunden nicht mehr viel zu spüren. „Sweet Caroline“ hallte über die Anlage, Europas Spielerin nen tanzten, umarmten sich und feierten gemeinsam mit den Fans. Drei lange Tage lagen hinter ihnen, 28 Partien, zahllose Führungswech sel – und am Ende stand ein 15:13 gegen die USA zu Buche. Europa hatte den Solheim Cup zurück erobert. Dabei war lange kaum auszuma chen gewesen, welches Team den 20. Solheim Cup gewinnen würde. Nach dem Freitag stand es 4:4, nach dem Samstag 8:8. Erst am Sonntag entstand jene blaue Welle auf dem Leaderboard, die die Titelverteidi gerinnen aus den USA schließlich überrollte. Der Schauplatz hätte dazu kaum besser passen können: Bernardus Golf in Cromvoirt war 2018 eröffnet worden und damit Champagner über das 18. Grün von Bernardus Golf spritzte, war von der Anspannung der vorange
einer der jüngsten Plätze, auf denen der Solheim Cup bislang gastierte. Kyle Phillips, unter anderem für Kingsbarns in Schottland und Yas Links in Abu Dhabi verantwortlich, hatte einen modernen Champion ship Course geschaffen, der sich an klassischen Heathland-Plätzen orientiert. Harte Fairways, Heideflä chen, strategisch platzierte Bunker und immer wieder Wasser ver langten nicht nur präzise Schläge, sondern vor allem die richtigen Anspielwinkel. Zwischen 2021 und 2023 hatte Bernardus bereits dreimal die Dutch beziehungsweise KLM Open auf der DP World Tour ausgerichtet. Der Solheim Cup aber war noch ein mal eine andere Dimension. Rund 70.000 Zuschauer aus etwa 40 Ländern kamen im Verlauf der Ver anstaltung in die Niederlande. FREITAG: KEINEN ZENTIMETER GESCHENKT Schon die ersten Matches machten deutlich, wie eng dieser Solheim
Cup werden könnte. In den Four somes am Freitagmorgen teilten sich beide Teams die vier Punkte. Die USA gingen zunächst durch ihre bewährte Kombination Nelly Korda und Allisen Corpuz in Führung. Das Duo bezwang Charley Hull und Lot tie Woad mit 4&3 und setzte damit seine beeindruckende gemeinsame Foursome-Serie fort. Kurz darauf erhöhte die amerikanische Paarung Alison Lee/Lauren Coughlin gegen Céline Boutier und Nanna Koerstz Madsen auf 2:0. Für Europa war es deshalb umso wichtiger, dass die Antwort nicht lange auf sich warten ließ. Und genau hier kam Esther Henseleit ins Spiel. Die Hamburgerin bestritt in Bernardus ihren zweiten Solheim Cup und wurde von Kapitänin Anna Nordqvist an der Seite von Leona Maguire auf den Platz geschickt. Die Kombination funktionierte vom ersten Loch an: Gegen Andrea Lee und Lindy Duncan brachte Henseleit ihre Partnerin mit präzisen Annähe
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rungen früh in gute Positionen, Maguire verwandelte die Chan cen. Nach zwei Löchern lag Europa bereits 2 auf. Die Amerikanerinnen kämpften sich noch einmal heran, doch Henseleit und Maguire behielten auf den ent scheidenden Bahnen die Kontrolle
und Auston Kim durch. Und dann kam Carlota Ciganda. Gemein sam mit Julia López Ramírez lag die Spanierin im letzten Match des Tages gegen Korda und Coughlin bis zur 18 gleichauf. Nachdem die Amerika nerinnen ihre Birdie-Chancen nicht genutzt hatten, musste Ciganda aus rund vier Metern zum Par lochen, um das Match zu teilen.
und brachten das Match mit 2 auf nach Hause. Maja Stark und Linn Grant sorgten anschlie ßend mit einem 3&2 gegen Rose Zhang und Jennifer Kupcho dafür, dass aus dem frühen 0:2 noch ein 2:2 wurde. Auch am Nachmittag blieb das Bild unver ändert: Europa und die USA begegneten sich auf Augenhöhe.
Sie traf – und ließ Bernardus erstmals an diesem Wochen ende richtig beben. Nach acht Matches stand es 4:4. Mehr Gleichgewicht ging kaum. SAMSTAGMORGEN: ESTHER HENSELEIT MITTENDRIN Am nächsten Morgen begann sich das Kräf teverhältnis erstmals zu verschieben. Euro
„UND ANDERS ALS ZWEI JAHRE ZUVOR, MUSSTE SIE DIE ENTTÄUSCHUNG AM SONNTAG NICHT LANGE MIT SICH TRAGEN.“
Charley Hull und Lottie Woad ver spielten im Fourball gegen Yealimi Noh und Angel Yin zwar einen zwi schenzeitlichen Drei-Loch-Vorsprung, retteten aber zumindest einen halben Punkt. Céline Boutier und Nanna Koerstz Madsen unterlagen Megan Khang und Alison Lee deutlich mit 5&3. Dafür setzten sich die europäischen Rookies Mimi Rhodes und Nastasia Nadaud mit 2&1 gegen Allisen Corpuz
pa gewann drei der vier Foursomes – und ausgerechnet Maja Stark und Linn Grant eröffneten die Session mit einem Ausrufezeichen. Gegen Nelly Korda und Allisen Corpuz, die zuvor alle ihrer gemeinsamen Solheim Cup-Foursomes gewonnen hatten, spielten die Schwedinnen groß auf und siegten 3&2. Direkt dahinter standen erneut Henseleit und Maguire auf dem Tee. Diesmal warteten Jennifer Kupcho
Eröffnungszeremonie des 20. Solheim Cup
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HUNDSTAGE I n den Südstaaten der USA werden die heißen Sommertage auch als „100 days of hell“ bezeichnet. Die 100 Tage hatten wir diesen Sommer auch fast erreicht mit all ihren be kannten Auswirkungen bis in unser alltägliches Leben. Dem Zitat Sepp Herbergers folgend, dass nach dem Spiel immer vor dem (nächsten) Spiel ist, müssen wir uns jetzt schon Gedan ken machen, wie wir in den kommen den Jahren mit ähnlichen Situationen umgehen wollen und müssen. Waren unsere diesjährigen Maß nahmen ausreichend? War die Kom munikation stimmig und ist sie auf Verständnis gestoßen? Gibt es Ver besserungspotential und wenn ja, was sollte zuerst angegangen werden? Für das Greenkeeping (wenn man es ernst nimmt mit der wörtlichen Übersetzung des Begriffs) heißt das Wasserverfügbarkeit und -menge, Optimierung der Beregnungsanlage, angepasstes Schnittregime, Nachsaat mit trockenheitsverträglicheren Ra senarten und deren speziellen Sorten als wichtigste Punkte. Daneben darf aber der täglich der Hitze ausgesetzte Mitarbeiter an sich nicht vergessen werden. Fällt der ganz oder teilweise aus, sind viele der oben beschriebenen Punkte nicht mehr um setzbar. Sonnenschutz, Sonnencreme, flexible Arbeitszeiten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, Bereitstellung von ausreichend Ge tränken bis hin zum Hautscreening beim Betriebsarzt sind unumgängliche Maßnahmen zum Erhalt der Arbeits kraft für die Zukunft. „You have to go through hell to get to heaven”, so die Überlieferung aus den Südstaaten. Dazu freuen wir uns jetzt auf einen angenehmen Herbst mit viel „Indian Summer“, dann sind auch wir dem Himmel wieder näher! Ihr
Berauschende Atmosphäre: Tee 1 in Bernardus Golf
und Rose Zhang. Wieder begann das europäische Duo stark und lag früh 2 auf, doch das Match kippte. Nach neun Löchern führten plötzlich die Amerikanerinnen. Was folgte, gehörte zu den ein drucksvollsten Phasen Henseleits an diesem Wochenende. Sie und Maguire arbeiteten sich zurück in die Partie, retteten sich mehrfach aus schwierigen Situationen und ließen sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen. Auf der 15 versuchte Henseleit sogar barfuß, einen Ball aus dem Wasser zu spie len. Die spektakuläre Rettungsaktion gelang zwar nicht, doch das Match war noch lange nicht verloren. Auf den letzten drei Löchern schlug Europa zurück. Henseleit bereitete den entscheidenden Lochgewinn auf der 18 mit einem starken Chip vor, Maguire vollendete – 1 auf. Zweiter Einsatz für die Deutsche, zweiter Sieg. Europa führte nun 7:5. Nord qvist gönnte Henseleit anschließend erneut eine Pause. Zunächst sah es trotzdem danach aus, als könnte Europa davonziehen. Maja Stark und Linn Grant setzten ihre außergewöhnliche Woche fort und gewannen auch ihr Fourball Match gegen Khang und Coughlin mit 2&1. Zwischenzeitlich stand es
8:5. Doch dann wechselte die Farbe auf dem Leaderboard. Die USA ge wannen die verbleibenden drei Four balls. Hull und Woad unterlagen Noh und Andrea Lee 1 down, Maguire und Nadaud verloren gegen Zhang und Kim mit 3&2, ehe Kupcho und Duncan gegen Ciganda und Boutier auf den Schlusslöchern ebenfalls einen Punkt holten. Innerhalb weniger Stunden war Europas Vorsprung verschwunden. Es stand 8:8 – nach 16 Matches be gann der Solheim Cup am Sonntag praktisch noch einmal ganz von vorne.
HUBERT KLEINER Past-Präsident des deutschen Greenkeeper-Verbands
Führte Team USA an: Nelly Korda
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Historische Aufholjagd im Single-Match gegen Esther Henseleit: Alison Lee
SONNTAG: ZWÖLF DUELLE UM DEN SOLHEIM CUP Es war jene Ausgangslage, die Match play in seiner reinsten Form ver sprach. Zwölf Singles, zwölf Punkte, keine Möglichkeit mehr, sich hinter einer Partnerin zu verstecken. Europa benötigte 6,5 Punkte, um den Cup zurückzuholen, die USA sechs zur erfolgreichen Titelverteidigung. Anna Nordqvist schickte Charley Hull als Erste auf den Platz – und die Englän derin gab die Richtung vor. Hull, die gemeinsam mit Lottie Woad an den ersten beiden Tagen trotz vier Einsätzen keinen Sieg ver bucht hatte, bezwang Megan Khang
mit 3&2. Dann wurde es blau auf dem Leaderboard: Linn Grant setzte ihre perfekte Woche fort und schlug Angel Yin 4&3. Mimi Rhodes ließ ausgerechnet der Weltranglisten ersten Nelly Korda beim 4&2 kaum eine Chance. Nanna Koerstz Madsen gewann gegen Allisen Corpuz 2&1, Nastasia Nadaud bezwang Andrea Lee 3&2 und Julia López Ramírez setz te sich mit demselben Ergebnis gegen Yealimi Noh durch. Europas junge Spielerinnen hielten dem Druck nicht nur stand – sie bestimmten diesen Finaltag. Lottie Woad brachte mit ihrem 2&1 gegen Auston Kim schließlich jenen
Starkes Team: Leona Maguire (l.), Esther Henseleit
Phänomen: Brandon Holtz
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Punkt, der Europa angesichts der Situation in den noch laufenden Matches mindestens die für den Ge samterfolg benötigten 14,5 Punkte garantierte. Carlota Ciganda machte den europäischen Triumph wenig später mit ihrem 4&2 gegen Jennifer Kupcho endgültig perfekt. Für die Spanierin war es bereits das zweite Mal in ihrer Solheim-Cup-Karriere, dass sie den entscheidenden Punkt eines europäischen Erfolgs bei steuerte. Europa gewann die Singles mit 7:5 – das beste europäische Ergebnis in der Schlusssession seit 2013 – und den Solheim Cup mit 15:13. HENSELEITS BITTERSTE STUNDE Mitten in diesem europäischen Jubel stand Esther Henseleit. Und wohl kaum eine Spielerin hatte an diesem Sonntag deutlicher erfahren, wie brutal Matchplay sein kann. Gegen Alison Lee spielte die Deut sche zunächst nahezu fehlerfreies Golf. Sie gewann vier der ersten sieben Löcher und nahm eine 4-up Führung mit auf die Back Nine. Zu diesem Zeitpunkt deutete wenig da rauf hin, dass Henseleit ihren dritten Punkt des Wochenendes noch aus der Hand geben könnte. Doch Lee gab nicht auf. Auf der Zwölf gewann die Amerikanerin mit einem Birdie ihr erstes Loch. Zwei Bogeys der Deutschen brachten Lee weiter heran, anschließend setzte die US-Amerikanerin mit Birdies nach. Was wenige Löcher zuvor nach
Umjubelt von ihren Teamkolleginnen: Die Spanierin Carlota Ciganda
Perfektes Kapitäns-Debüt: Anna Nordqvist
Geschafft: Lottie Woad
einem komfortablen europäischen Punkt ausgesehen hatte, wurde plötzlich zu einem der dramatischs ten Matches des gesamten Solheim Cups. Auf der 18 vollendete Lee schließlich die Wende: 1 auf für die Amerikane rin. Noch nie zuvor hatte eine Spielerin bei einem Solheim-Cup Einzel nach elf Löchern vier Bahnen zurückgelegen und das Match anschließend noch gewonnen. Lee beendete die Woche zudem mit
einer makellosen Bilanz von vier Siegen – als einzige Amerikanerin, die in Bernardus sämtliche ihrer Matches gewann. Für Henseleit war die Niederlage bitter, änderte aber wenig an ihrer starken Woche. Drei Einsätze, zwei Siege und zwei wichtige Punkte in den Foursomes standen am Ende in ihrer Bilanz. Gemeinsam mit Maguire hatte sie an den ersten beiden Tagen genau jene Stabilität geliefert, die Europa benötigte, als der Wettbewerb noch völlig offen war. Und anders als zwei Jahre zuvor, musste sie die Enttäuschung am Sonntag nicht lange mit sich tragen – wenig später stand sie gemeinsam mit ihren Teamkollegin nen auf dem 18. Grün und feierte. GT Erstmals wurden der Solheim Cup und der PING Junior Solheim Cup im selben Jahr auf demselben Platz ausgetragen. Mit Lena Geier und Sofia Maier-Borst gehörten auch zwei Deutsche zum europäischen Team von Kapitänin Anne van Dam. Doch Team USA gewann den PING Junior Solheim Cup mit 13:11 Punkten.
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Exclusiv für GOLFTIME Leser: 2. Runde Greenfee frei! C O D E : G O L F T I
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Golf & Genuss im Wittelsbacher Golfclub – lassen Sie sich verwöhnen
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