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Schweizer Gemeinde 5/14

heute schon das Velofahren mit vielen

Vorzügen verbunden ist. Es hat sich

noch nicht geändert: Die velofreund-

lichsten Schweizer Städte liegen in der

Deutschschweiz. Biel-Bienne als beste

Westschweizer Stadt erhält bei den mit-

telgrossen Städten die Bronzemedaille.

Bei den mittelgrossen Städten sind zu-

dem Neuchâtel und Fribourg in der

Rangliste vertreten. Bei den Grossstäd-

ten liegen Lausanne und Genf direkt vor

dem Schlusslicht Zürich.

Alle 14 mit «gut» (Note höher als 4) be-

werteten Städte sind – mit Ausnahme

von Biel – in der Deutschschweiz. Das In-

teresse an der Umfrage war in derWest-

schweiz besonders gross: Die Rückmel-

dungen aus Genf waren zahlreicher als

aus Basel, aus Lausanne kamen dreimal

so viele wie aus Winterthur.

Daniel Bachofner, Pro Velo

Viele Leute fahren überhaupt nicht Velo

und haben sich dafür gute Gründe zu-

recht gelegt: der gut ausgebaute öV, das

schlechte Wetter und mancherorts die

Topografie. Jene, die tatsächlich regel-

mässig Velo fahren, urteilen anders: Sie

stellen die Möglichkeit, schnell und di-

rekt ans Ziel zu kommen, als unübertrof-

fenen Nutzen in den Vordergrund.

Velofreundliche Deutschschweiz –

viel Interesse in der Romandie

Das Wohlbefinden der Velofahrerinnen

und Velofahrer wurde unter anderem

mit der Frage gemessen: «Wie gut kann

ich hierVelo fahren?» Diese Frage ergibt

ein positiveres Bild als der Durchschnitt

über alle Fragekategorien. Die Velofah-

renden nahmen bei der Velostädteum-

frage also die Gelegenheit wahr, Kritik

und Wünsche anzumelden. Gleichzeitig

deklarierten sie aber auch, dass für sie

Die meisten Städte dürfen sich darüber

freuen, dass sie im 2013 besser bewer-

tet werden als in den Umfragen von

2005 und 2009. Die Fragen drehten sich

um die sechs Kategorien Verkehrsklima,

Sicherheit, Komfort, Wegnetz, Abstell-

anlagen und Stellenwert des Velofah-

rens. Das Wegnetz erhält die beste Be-

wertung, was nichts anderes bedeutet

als: Ein velofreundliches Wegnetz ist der

Anfang einer guten Veloförderung.

Die Kategorien «Abstellanlagen» und

«Stellenwert des Velofahrens» schnei-

den am schlechtesten ab. Die Velofah-

renden fühlen sich nicht ernst genom-

men. Die Verantwortlichen in Politik und

Verwaltung der Städte sind aufgefor-

dert, mehr in Kampagnen für eine hö-

here Velonutzung und in die Diebstahl-

prävention zu investieren beispielweise

durch bessere Abstellmöglichkeiten an

Bahnhöfen.

Velofreundlichste Schweizer

Stadt ist erneut Burgdorf

Burgdorf ist erneut die Velostadt der Schweiz. Chur und Winterthur liegen auf den Plätzen

zwei und drei. Schlusslicht auf Platz 28 ist die Stadt Zürich. Das Velowegnetz erhält gute

Noten, schlechter werden Abstellanlagen und der Stellenwert des Velofahrens bewertet.

PRIX Velostädte

Anlässlich der Bikedays Solothurn

wurde am 9. Mai 2014 der Preis für

die velofreundlichste Stadt verlie-

hen. Insgesamt wurden 28 Städte

rangiert, die in der Internetumfrage

von mindestens 130 Personen beur-

teilt wurden.

dba

Rangliste nach Einwohnern

Kleinstadt (<29 999)

1. Burgdorf

2. Zuchwil

3. Solothurn

Mittelgrosse Stadt (30 000–99 999)

1. Chur

2. Köniz

3. Biel-Bienne

Grossstadt (>100 000)

1. Winterthur

2. Basel

3. Bern

Informationen:

www.velostaedte.ch

Die Velostation beim Burgdorfer Bahnhof entstand 2013 auf Initiative

Bild: Janosch Hugi

der Pro Velo Burgdorf in Zusammenarbeit mit der Stadt Burgdorf.