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logien bei Operationen, die Minimierung von Ne-
benwirkungen und das Schaffen von exzellenten
Rahmenbedingungen werden innerhalb der NÖ
Landeskliniken-Holding fokussiert, begleitende
Maßnahmen, die das individuelle Wohlbefinden
der Patientinnen und Patienten steigern, gesetzt.
W
„Da Vinci“ - Operationsroboter eröffnet neue
Möglichkeiten in der Tumorbehandlung
Ganz nach dem Vorbild seines Namensvetters und
-gebers sind die Operationsroboter „Da Vinci“
sozusagen Allround-Genies, die fachübergreifend
neue Perspektiven eröffnen. 2015 erhielt das Lan-
desklinikum Wiener Neustadt das neueste und in
Österreich bislang einzige Modell der vierten Ge-
neration des Operationsroboters, den „Da Vinci
Xi“. Das neue Modell ist erst seit Juni 2014 zuge-
lassen und verfügt über die innovative „FireFly“-
Technik, mit der Tumore während der Operation
farblich vom normalen Gewebe abgegrenzt wer-
den können.
Generell profitieren zahlreiche Fachärzte wie
Chirurgen, Urologen, Gynäkologen u.v.m. vom Ein-
satz von Operationsrobotern, ganz besonders er-
freulich sind allerdings die Vorteile auf dem Gebiet
der Tumorchirurgie:
„Da Vinci Xi“ kann das Operationsgebiet ausge-
zeichnet ausleuchten, was bei der offenen Opera-
tionsmethode nicht möglich wäre. Der OP-Roboter
ermöglicht der Operateurin bzw. dem Operateur
weiters eine „kristallklare“ höchstauflösende 3D-
Sicht in HD-Qualität mit zehnfacher Vergrößerung
des Operationsfeldes –
essentiell bei der akribi-
schen Entfernung von
Turmozellen. Insgesamt
stehen vier Arme zur Ins-
trumenten- und Kamera-
führung zur Verfügung,
welche die Operateurin
bzw. der Operateur si-
cher und gezielt mittels
einer Operationskonsole
steuert.
Durch die minimal-
invasive Operationstech-
nik kann sehr schonend
und mit geringem Blut-
verlust operiert werden,
auch kleinste Nerven
und Gefäße können er-
halten werden.
Das Landesklinikum
Wiener Neustadt ist das
erste öffentliche außer-
universitäre Klinikum in
Österreich, in dem diese
hochentwickelte Tech-
nologie zum Einsatz kommt. Im Gesamtkonzept
des Krebskompetenzzentrums bildet der Operati-
onsroboter einen wichtigen Bestandteil in der in-
terdisziplinären Behandlung von Krebspatientinnen
und -patienten.
W
Große Erfolge bei der Haut- und Schleimhaut-
pflege während der Strahlentherapie
Die Strahlentherapie ist eine hochwirksame Metho-
de sowohl zur Behandlung als auch zur postopera-
tiven Nachsorge bei Tumorerkrankungen. Doch der
Einsatz von ionisierender Strahlung kann das über
dem Tumor liegende Gewebe in Mittleidenschaft
ziehen. Mögliche Hautreaktionen beginnen meist
zwei bis drei Wochen nach der ersten Bestrahlung
und werden während der Therapie immer stärker.
Diese sogenannten radiogenen Nebenwirkungen
können in Form von Rötungen bis hin zu offenen,
nässenden Wunden auftreten – für Patientinnen und
Patienten eine zusätzliche körperliche und nervliche
Belastung.
OA Dr. Willibald Luttenberger, Abteilung für Anästhesie und
Intensivmedizin, Landesklinikum Neunkirchen




