Previous Page  148 / 221 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 148 / 221 Next Page
Page Background

Helsingdr.

143

Hotels:

H . Oresund,

Stengade 53, 40 B. v. 3— 3

%

K ., F. 1,35,

M. 3 54, A. 3i/2— 5 K ., Best., Café, Ah., gzj., schone Gesellschaftsraume,

deutsch gespr., gelobt, Konzert;

H. du Mord; H .-Pens. Hamlets

Gaard,

P. 7— 8 K ., gzj.;

Jernbane-H.,

am Bhf., 55 B. v. 3%— 5 K .,

M. 4

y2,

P. 9— 12 K ., 12% Tg., flW ., Zh., gzj., deutsch gespr., gelobt;

H. Strandborg,

2 Min. v. Bhf., mit Café u. B est.;

M issions-H.

Pensionen:

Herremitz-Pens. Montebello,

bei Helsingor, 24 Z., gr.

Park, Bader, Ah., gelobt;

Pens. Marienborg,

gegeniiber dem Eingang

von Marienlyst.

Helsingdr,

mit 16000 Einw., ist eine alte, rege Fabrik-

und Handelsstadt, an der schmalsten Stelle des Sundes

(4 km) schon gelegen. Schon im fruhen 13. Jahrh. wird die

Stadt genannt, und aus ihrer mittelalterlichen Bliitezeit

haben sich noch eine Anzahl alter Bauten erhalten:

St. Olaf-

Kirche,

um 1200 erbaut, der Turm von 1300.

Marien-

Kirche,

im 16. Jahrh. erbaut, im Innern alte Gemålde; an-

schlieBend das

Karmeliterkloster,

gleichfalls aus dem 16. Jahr-

hundert, 1900—07 restauriert, im Kapitelsaal alte Wand-

gemålde. In der Strandgade die alte

Apotheke

(16. Jahrh.)

und (Nr. 27) ein Fachwerkhaus von 1577.

Im NO. der Stadt erhebt sich das schone alte

$Schlofi Kronborg,

fruher zugleich Festung. Es liegt

auf der åuBersten Spitze einer Landzunge; die Geschiitze

der Festung beherrschten den Sund bis an die schwedische

Kiiste. Das imposante Gebåude ist von Frederik II. in den

Jahren 1575—1585 im Renaissancestil aufgefiihrt worden

und mit Wållen, Gråben und Mauern umgeben; nachdem

man drei Zugbriicken iiberschritten hat, gelangt man in

das Innere; es hat auch unterirdische Gange und gewolbte,

bombenfeste Kasematten. Die Aussicht von der

Flaggen-

batterie

ist schon und groBartig, ebenso die Aussicht von

der

Plattform

des Schlosses, zu der eine Wendeltreppe von

145 Stufen fuhrt.

Man iibersieht von der Plattform die m&chtige Feste Kronborg,

die Stadt Helsingor, das einstige LustschloB Marienlyst, die beriihmte

Badeanstalt (s. u.), den Sund mit seinen kommenden und gehenden

Schiffen, und| die gegeniiberliegende schwedische Kiiste mit der Stadt

Helsingborg und dem Gebirge Kullen. — Wer gerade bei Umspringen

des Windes in Helsingor sich aufhålt, der wird durch das dann gesteigerte

Treiben im Sund, der hier nur 4000 m breit ist, iiberrascht werden:

Zahlreiclie Schiffe, welche auf diesen giinstigen Augenblick gewartet

haben, lichten dann zu gleicher Zeit die Anker, und gewahren ein eigen-

artig schones Schauspiel.

Wie Deutschland seinen Kaiser Rotbart, so hat Danemark seinen

„Holger Danske", der hier im Gewolbe der Kronborg weilt, und in

vielen Sagen verherrlicht wird. Auch eine weiBe Frau soli sich der ein-

samen Schildwache um Mittemacht von den Zlnnen der Puig zeigen,