Helsingdr.
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Hotels:
H . Oresund,
Stengade 53, 40 B. v. 3— 3
%
K ., F. 1,35,
M. 3 54, A. 3i/2— 5 K ., Best., Café, Ah., gzj., schone Gesellschaftsraume,
deutsch gespr., gelobt, Konzert;
H. du Mord; H .-Pens. Hamlets
Gaard,
P. 7— 8 K ., gzj.;
Jernbane-H.,
am Bhf., 55 B. v. 3%— 5 K .,
M. 4
y2,
P. 9— 12 K ., 12% Tg., flW ., Zh., gzj., deutsch gespr., gelobt;
H. Strandborg,
2 Min. v. Bhf., mit Café u. B est.;
M issions-H.
Pensionen:
Herremitz-Pens. Montebello,
bei Helsingor, 24 Z., gr.
Park, Bader, Ah., gelobt;
Pens. Marienborg,
gegeniiber dem Eingang
von Marienlyst.
Helsingdr,
mit 16000 Einw., ist eine alte, rege Fabrik-
und Handelsstadt, an der schmalsten Stelle des Sundes
(4 km) schon gelegen. Schon im fruhen 13. Jahrh. wird die
Stadt genannt, und aus ihrer mittelalterlichen Bliitezeit
haben sich noch eine Anzahl alter Bauten erhalten:
St. Olaf-
Kirche,
um 1200 erbaut, der Turm von 1300.
Marien-
Kirche,
im 16. Jahrh. erbaut, im Innern alte Gemålde; an-
schlieBend das
Karmeliterkloster,
gleichfalls aus dem 16. Jahr-
hundert, 1900—07 restauriert, im Kapitelsaal alte Wand-
gemålde. In der Strandgade die alte
Apotheke
(16. Jahrh.)
und (Nr. 27) ein Fachwerkhaus von 1577.
Im NO. der Stadt erhebt sich das schone alte
$Schlofi Kronborg,
fruher zugleich Festung. Es liegt
auf der åuBersten Spitze einer Landzunge; die Geschiitze
der Festung beherrschten den Sund bis an die schwedische
Kiiste. Das imposante Gebåude ist von Frederik II. in den
Jahren 1575—1585 im Renaissancestil aufgefiihrt worden
und mit Wållen, Gråben und Mauern umgeben; nachdem
man drei Zugbriicken iiberschritten hat, gelangt man in
das Innere; es hat auch unterirdische Gange und gewolbte,
bombenfeste Kasematten. Die Aussicht von der
Flaggen-
batterie
ist schon und groBartig, ebenso die Aussicht von
der
Plattform
des Schlosses, zu der eine Wendeltreppe von
145 Stufen fuhrt.
Man iibersieht von der Plattform die m&chtige Feste Kronborg,
die Stadt Helsingor, das einstige LustschloB Marienlyst, die beriihmte
Badeanstalt (s. u.), den Sund mit seinen kommenden und gehenden
Schiffen, und| die gegeniiberliegende schwedische Kiiste mit der Stadt
Helsingborg und dem Gebirge Kullen. — Wer gerade bei Umspringen
des Windes in Helsingor sich aufhålt, der wird durch das dann gesteigerte
Treiben im Sund, der hier nur 4000 m breit ist, iiberrascht werden:
Zahlreiclie Schiffe, welche auf diesen giinstigen Augenblick gewartet
haben, lichten dann zu gleicher Zeit die Anker, und gewahren ein eigen-
artig schones Schauspiel.
Wie Deutschland seinen Kaiser Rotbart, so hat Danemark seinen
„Holger Danske", der hier im Gewolbe der Kronborg weilt, und in
vielen Sagen verherrlicht wird. Auch eine weiBe Frau soli sich der ein-
samen Schildwache um Mittemacht von den Zlnnen der Puig zeigen,




