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Umgebung von Kopenhagen und die dånischen Seebåder.

und an den Geist in „Ham let“ wird maneher Besucher der Kronborg

denken.

Das SchloB wurde einst von der ungliicklichen Konigin Caroline

Mathilde bewohnt; hierher wurde sie in der Nacht der Verschworung

(17. Januar 1772) gebracht (s. S. 17), und von hier aus ging sie in die

Verbannung nach Celle, wo sie, 23 Jahre alt, starb (1775).

SchloB Kronborg ist jetzt Museum, und zwar enthålt es

im nordl. Fliigel ein

Handels- und Seefahrtsmuseum,

das

eine historische tibersicht iiber die Entwicklung von Handel

und Seefahrt in Dånemark geben soli. (Eintrittskarten an

der ersten Kronwerkspforte: Museum 50 Ore, Kirche u.

Plattform 40 Ore, Kasematten 40 Ore.)

In der

Schlofikapelle,

die der 1848 verstorbene Konig

Christian VIII. wieder herstellen und nach dem Vorbild

der alten Kapelle neu ausschmiicken lieB, sind die altdeut-

schen Inschriften interessant.

Einige hundert Schritte von Kronborg entfernt liegt am

Strand das Seebad

Marienlyst,

in wunderschoner Lage innerhalb eines

pråchtigen Parks

(Kurhaus

am Strand mit

Depend. Park-H.,

200 Z ., gr. Speisesaal, 25 Nebenhåuser [Villen], teils an der See, teils

in der „Allee der Nationen" gelegen. Strandbader mit Wellenschlag,

Warmbadeanstalt, Tennis, Orchester, Sp.elsåle, geoffnet Juni bis ein-

schl. August).

Im Park neben dem Kurhotel zwei Bronze-

Statuen:

Hamlet

und

Holger Danske.

Schone Spazierwege

im Park und in den nahen Wåldern

Teglstrup-Hegn

und

Hammermolleskoven

(s. a. S. 145).

Im Hintergrund ist die nur eine halbe Meile entfernte schwedische

Kiiste mit der Stadt Helsingborg und dem konigl. SommerschloB Sophiero.

weiter

l.

das SchloB Kulla-Gunnarstorp und endlich das hohe Felsen-

gebirge Kullen, von den Fluten des Kattegats umtost, sichtbar.

Dem Kurhotel schråg gegeniiber, am Berghang, steht

das friihere

Schlo/3 Marienlyst,

1759—63 nach den Ent-

wiirfen von Jardin errichtet. Auf einer Terrasse ein Denk­

mal, welches als das „Grab Hamlets“ bezeichnet wird. An

dem Weg, der von hier nach Hellebåk fiihrt, die

„Ophelia-

Quelle“ .

Man versaume nicht, von Helsingor einen Ausflug n a ch H e lle b a k

und H o rn b a k zu unternehmen.

(Lokalbahn

von Helsingor nach

[6km] Hellebak 15Min., [7km] Aalsgarde [s.S.145] 20Min., [13kni]Horn-

bak 30 Min. Die Ziige haben AnschluB an die Kopenhagener Ziige und

fahren mehrmals tåglich. —

Wagenfahrt

oder

Fupwanderung

sind auch

zu empfehlen.) Dieser Ausflug gehort zu den schonsten auf der Insel

Seeland und bietet herrliehe Aussichten auf das schwedische Kullen-

gebirge und das von Schiffen stets belebte Kattegat. Gleich hinter

Hellebåk

(Hellebåk Badehotel,

P. 7— 14 K ., gzj. —

Villa Carlo,

schone