JURISPRUDENCE
forum
poenale
6/2016
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Stämpfli Verlag
modo legittimo rispettando le condizioni formali e ma
teriali, la durata della carcerazione tuttavia è stata su
periore alla sanzione effettivamente inflitta. A differenza
del vecchio ordinamento nell’art. 69 vCP, il fatto che
l’avvio del procedimento penale ricada nella responsa
bilità dell’imputato non ha alcuna importanza per la
questione relativa all’indennità per la carcerazione di
durata eccessiva. (Regesto forumpoenale)
Sachverhalt:
Am 26. 3. 2013 stellte die Kantonspolizei Zürich bei X. anlässlich
einer Hausdurchsuchung unter anderem 224,9 Gramm Kokain
gemisch und 730 GrammMarihuana sicher. Die StA IV des Kan
tons Zürich eröffnete eine Untersuchung wegen Verbrechens/
Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz. Da der Tatverdacht
eines Betäubungsmittelhandels nach Einschätzung der StA nicht
erhärtet und der von X. geltend gemachte Besitz der Betäubungs
mittel (im Wert von mindestens ca. CHF 18000.–) zum Zweck
des Eigenkonsums nicht widerlegt werden konnte, wurde das
Strafverfahren wegen Verbrechens oder Vergehens gegen das
Betäubungsmittelgesetz am 29. 1. 2014 eingestellt. X. befand sich
ab dem 26. 3. 2013 bis zum 6. 6. 2013 in Untersuchungshaft. Die
StA auferlegte ihm die Verfahrenskosten mit Ausnahme der Kos
ten für die amtliche Verteidigung, richtete weder eine Entschädi
gung noch eine Genugtuung aus und überwies die Akten der
Übertretungsstrafbehörde. Das Statthalteramt des Bezirks Diels
dorf bestrafte X. mit rechtskräftigem Strafbefehl vom 11. 4. 2014
insbesondere wegen Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes
(Besitz zum Eigenkonsum sowie Konsum von Betäubungsmitteln)
mit einer Busse von CHF 1500.–.
Auf Beschwerde von X. hob das OGer ZH am 23.1. 2015 die
Einstellungsverfügung vom 29. 1. 2014 teilweise auf und sprach
X. für die erlittene Untersuchungshaft eine Genugtuung von
CHF 8000.– zu.
Die Oberstaatsanwaltschaft ZH führt Beschwerde in Strafsa
chen. Sie beantragt sinngemäss, der Beschluss des OGer sei auf
zuheben und X. sei keine Entschädigung zuzusprechen. Das BGer
weist die Beschwerde ab.
Aus den Erwägungen:
[…]
1.3. Mit Blick auf die Menge der beim Beschwerde
gegner sichergestellten Betäubungsmittel drängte sich der
Verdacht auf einen qualifizierten Handel auf. Es ist unzwei
felhaft und zudem unbestritten, dass die fragliche Untersu
chungshaft rechtmässig angeordnet wurde.
1.3.1. Sind gegenüber der beschuldigten Person rechts
widrig Zwangsmassnahmen angewandt worden, so spricht
ihr die Strafbehörde eine angemessene Entschädigung und
Genugtuung zu (Art. 431 Abs. 1 StPO). Im Fall von Unter
suchungsund Sicherheitshaft besteht der Anspruch, wenn
die zulässige Haftdauer überschritten ist und der über
mässige Freiheitsentzug nicht an die wegen anderer Straf
taten ausgesprochenen Sanktionen angerechnet werden
kann (Art. 431 Abs. 2 StPO).
um einen Fehlentscheid, welcher das Immutabilitätsprinzip
aushöhlt (vgl.
www.strafprozess.ch/immutabilitaetsprinzipaufgehoben).
lic. iur. Rico Nido, Kompetenzzentrum Strafrecht, Wiesen
dangen ZH
■
Nr. 43
Bundesgericht, Strafrechtliche Abteilung, Urteil
vom 29. Oktober 2015 i. S. Oberstaatsanwaltschaft
des Kantons Zürich gegen A. – 6B_182/2015
Art. 431 StPO; Art. 51 StGB: Genugtuung für Überhaft;
Anrechnung von Untersuchungshaft.
Art. 431 StPO gewährleistet einen Anspruch auf Ent
schädigung und Genugtuung bei rechtswidrigen Zwangs
massnahmen oder bei Überhaft. Überhaft liegt vor,
wenn die Untersuchungsrespektive Sicherheitshaft un
ter Einhaltung der formellen und materiellen Vorausset
zungen rechtmässig angeordnet wurde, die Haft aber
länger dauert als die tatsächlich ausgefällte Sanktion.
Dass die Einleitung des Strafverfahrens selbstverschul
det ist, ist im Unterschied zur altrechtlichen Regelung
in Art. 69 aStGB für die Frage der Überhaftentschädi
gung ohne Belang. (Regeste forumpoenale)
Art. 431 CPP; art. 51 CP: réparation du tort moral en cas
de détention excessive; imputation de la détention
avant jugement.
L’art. 431 CPP garantit au prévenu un droit à la répara
tion du dommage et du tort moral subis du fait de me
sures de contrainte illicites ou d’une détention excessive
(Überhaft).
Il y a détention excessive lorsque la détention
provisoire ou la détention pour des motifs de sûreté ont
été ordonnées de manière licite, soit dans le respect de
l’ensemble des conditions formelles et matérielles posées
par la loi, mais que leur durée dépasse celle de la sanc
tion finalement prononcée. A la différence de ce qui va
lait sous l’empire de l’ancien art. 69 CP, un comporte
ment fautif du prévenu à l’origine de l’ouverture de la
procédure pénale à son encontre demeure sans influence
sur la question de l’indemnisation pour une détention
excessive. (Résumé forumpoenale)
Art. 431 CPP; art. 51 CP: riparazione del torto morale
per la carcerazione con durata eccessiva; computo del
carcere preventivo.
L’art. 431 CPP assicura un diritto all’indennità e alla
riparazione del torto morale in caso di provvedimenti
coercitivi ingiustificati o di carcerazione eccessiva.
Quest’ultima sussiste quando la carcerazione preventiva
o la carcerazione di sicurezza sono state disposte in




